2012 – Das Jahr des LeBron James

12.10.2012 09:50 von Teamsportbedarf.de
Tags: NBA LeBron James Dirk Nowitzki Flipchart Taktik Trainer Basketball Dallas Mavericks Miami Heats Oklahoma City Thunder Saisonvorbereitung MVP Saison Scott Brooks Goldmedaille

Nach einer langen Durststrecke war es im Juni diesen Jahres endlich soweit. NBA-Superstar LeBron James hat endlich seinen ersten großen Titel gewonnen. Der Flügelspieler der Miami Heats konnte im Finale um die Meisterschaft gegen die chancenlosen Oklahoma City Thunder den größten Erfolg seiner Karriere einfahren.

„Dieser Titel bedeutet mir alles, es wurde verdammt noch mal Zeit“, so der Superstar, nachdem er mit seinem Team den entscheidenden 4. Sieg klarmachen konnte. Nachdem im Vorjahr noch der Deutsche Dirk Nowitzki mit den Dallas Mavericks erfolgreich war, starrte nun dieses Mal der 27-jährige LeBron die goldene Larry O´Brien Trophy an, wie ein kleines Kind, dass seine Weihnachtsgeschenke bekommt.  „Dies ist der glücklichste Tag meines Lebens und ich möchte ihn mit niemand anderem verbringen, als meinen Mitspielern und unseren Fans“, sagte James.

Vor allem die harte Saisonvorbereitung spielte dem Superstar in die Karten. Im letzten Spiel konnte er mit einem sogenannten „Triple Double“ glänzen (26 Punkte, Elf mal Rebounder, 13 Assists), was noch einmal untermauerte, dass er mit Abstand der wertvollste Spieler der kompletten Saison war (MVP).

Der Weg bis zum Titel war allerdings sehr steinig. Seit Weihnachten befand sich Miami auf der Meistermission, welche ihren Leistungshöhepunkt allerdings erst in den Finalspielen erreichte. Die Spiele wurden nicht nur wegen der besseren Taktik auf dem Flipchart entschieden, was auch die Gegner neidlos anerkennen mussten. „Wir wurden von einem besseren Team besiegt, keine Frage“, meinte Thunder-Trainer Scott Brooks. Bereits zur Halbzeit hatten die Heats einen 10-Punkte-Vorsprug, der zum Ende des 3. Viertels noch auf 24 Punkte ausgebaut werden konnte.

Doch auch ein LeBron James kann die Meisterschaft nicht alleine gewinnen. Ein großes Plus von Miami war die Ausgeglichenheit in der Mannschaft. So sind neben James, Wade und Bosh diesmal auch weniger bekannte Spieler wie Battier, Chalmers und Miller zu erwähnen, ohne die dieser Titel sicherlich nicht möglich gewesen wäre. So war Miller beispielsweise eigentlich nur als Ersatzspieler gedacht, erzielte aber im letzten Finalspiel stattliche 24 Punkte.

Satt sind James und Co nun aber noch lange nicht. Alle Stars haben noch Verträge bis 2014 mit Option auf 2 weitere Jahre in Miami, womit dieser Erfolg nur der erste von vielen sein soll. Das Jahr 2012 wird für James nach seiner ersten Meisterschaft und der olympischen Goldmedaille im Basketball aus London allerdings schwer zu toppen sein. 


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