Beim Kindertraining muss jede Übung Spaß machen

26.08.2013 08:20 von Teamsportbedarf.de
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Es gibt tatsächlich Trainer, die schon die jüngsten Spielerplatzrunden laufen lassen. Das ist völlig unsinnig, denn reines Konditionstraining ist frühestens im oberen Jugendbereich eine Option. Viele Trainer verzichten sogar im Seniorenbereich komplett auf reine Laufübungen ohne Ball. Für Kinder, die gerade die ersten Jahre im Fußball Sport erleben, ist es viel wichtiger, dass sie eine gute Technik entwickeln, ein Gespür für das Spiel bekommen und viel Spaß haben. Viele Spieler, die die Sie im Kinderalter trainieren, werden sich früher oder später anderen Interessen widmen. Alleine schon deswegen ist es sinnvoll, das Fußballtraining so zu gestalten, dass die Kinder gerne wiederkommen.[Previewbreak]

Jedes Kind braucht einen Ball

Auch der kleinste Verein muss sich so viele Bälle leisten können, dass jedes Kind beim Training einen eigenen Ball bekommt. Wie soll ein Kind denn eine gute Technik entwickeln, wenn selbst im Training nur ein paar Dutzend Ballkontakte möglich sind? Beinahe genauso schlimm ist es, bei der Ballqualität zu sparen. Irgendwelche Bilder aus dem Supermarkt-Regal sind vielleicht sehr billig, aber dafür macht das Training mit einem solchen Billig-Ball auch nicht besonders viel Spaß. Gute Trainingsbälle sind letztlich nicht besonders teuer, denn sie ermöglichen ein gutes Training und halten deutlich länger als irgendwelche Billig-Bälle.

Alle Basistechniken frühzeitig trainieren

Im Kinderfussball Training haben Sie die große Chance, gute Fußballer auszubilden. In jungen Jahren ist es besonders einfach, die grundlegenden Techniken zu erlernen. Besonders die Ballbehandlung muss immer wieder trainiert und, dass mindestens genauso wichtig, von Ihnen korrigiert werden. Wenn Sie einen Fehler sehen, sollten Sie einschreiten und dem Kind zeigen, wie es richtig geht. Auch die kleinsten Fußballer sollten schon den Kopfball trainieren. Vielleicht lassen sie einfach ein bisschen Luft aus dem Ball, um die ersten Versuche leichter zu gestalten. Auch Übungen am Kopfballpendel sind mit Kindern möglich und sinnvoll.

Den Wettkampfgedanke nicht zu sehr betonen

Kinder müssen schon in der Schule ständig im Wettbewerb mit anderen bestehen. Da ist es nicht unbedingt hilfreich, wenn auch der Sport ausschließlich aus Wettbewerb besteht. Vielmehr sollten Sie das Gemeinschaftsgefühl betonen und auch vor und nach dem Training dafür sorgen, dass sich die Kinder wohlfühlen. Letztlich soll Fußball doch Spaß machen und wenn es schon bei den Kleinsten nur noch um das Gewinnen geht, ist es schnell mit dem Spaß vorbei. Als Trainer sollten Sie auch deswegen in dieser Frage entspannt bleiben, weil es wahrscheinlich diverse Väter und Mütter gibt, die ohnehin schon bewusst oder unbewusst Druck auf ihre Kinder ausüben.

Alle Kinder dürfen am Spiel teilnehmen

Bei Jugendmannschaften ist es durchaus gerechtfertigt, den Leistungsgedanken bei der Aufstellung zu berücksichtigen. Bei Kindermannschaften sollte hingegen alle Kinder in jedem Spiel eingesetzt werden. Vielleicht haben Sie einen Spätentwickler dabei, der erst im jugendlichen Alter seine ganzen Fähigkeiten ausbilden kann. Wollen Sie diesem Talent schon frühzeitig den Spaß verderben? Die größte Herausforderung besteht darin, die den Wünschen der Eltern zu widerstehen, die selbstverständlich immer ihr Kind auf dem Platz sehen möchten. Aber Sie sollten sich auch davor hüten, Kinder auf die Bank zu setzen, nur weil sie ein Spiel unbedingt gewinnen möchten. Wenn Ihnen das Gewinnen so wichtig ist, sollten Sie vielleicht eine andere Altersklasse trainieren.


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