Breno vor Haftminderung

28.04.2013 17:00 von Teamsportbedarf.de
Tags: Breno Michael Stumpf Ballpumpe Bayern 1. FC Nürnberg Innenverteidiger Martin Bader FC Sao Paulo DFL Medizinball Gewichtsweste

Ein riesiger Skandal könnte nun ein milderes Ende nehmen. Bereits im kommenden Sommer könnte der Brasilianer Breno das Gefängnis Stadelheim schon wieder verlassen. "Wir prüfen derzeit, wie der weitere Haftverlauf von Herrn Breno gestaltet werden kann", so Michael Stumpf, seines Zeichens Leiter dieser Justizvollzugsanstalt.

Damit würde die ursprüngliche Strafe deutlich verringert werden, denn 2012 wurde Breno vom Münchner Landgericht zu 3 Jahren und 9 Monaten verurteilt. "Wenn die Sondierungsgespräche positiv für Herrn Breno verlaufen, könnte er im Sommer in die Freigänger-Außenstelle wechseln", so Stumpf. Diese Einrichtung hat insgesamt 45 freie Plätze. Die Insassen können tagsüber ein fast freies Leben führen, eine Ausbildung oder sonstiges absolvieren, müssen sich allerdings am Abend wieder zurückmelden und die Nacht in der JVA-Abteilung verbringen.

Möglicherweise könnte Breno wieder bei einem seiner alten Vereine die Ballpumpe betätigen. 2007/08 kam der Verteidiger als großes Talent zu den Bayern. 2009/10 wurde er dann an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen. "Wir würden Breno gerne helfen. Er ist ein klasse Typ mit super Charakter. Und der Sinn für uns wäre auch, einen guten Innenverteidiger zu bekommen", so Nürnbergs Manager Martin Bader noch am Sonntag.

Ein Problem könnte es allerdings werden, dass der brasilianische Erstligist FC São Paulo den Verteidiger  2012 für 3 Jahre unter Vertrag genommen hat. 2 Verträge können laut der DFL nicht gleichzeitig laufen, womit sich der 1. FC Nürnberg mit den Brasilianern einig werden müsste.

Zunächst muss sich die Situation rund um Breno aber weiter beruhigen. Das Talent hatte am 20. September 2011 seine gemietete Villa angezündet und damit knapp 1 Millionen Euro Schaden verursacht. Bis der Kicker wieder mit einem Medizinball oder einer Gewichtsweste trainieren kann, müssen also noch einige gute Gespräche folgen.    


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