Eigenmotivation als zentrales Trainingsziel

07.06.2013 06:00 von Teamsportbedarf.de
Tags: Eigenmotivation Trainingsplan Trainingsziel

Sie sollen als Trainer die Eigenmotivation der Spieler steigern? Das mag absurd klingen im ersten Moment, denn schließlich sollen sich die ja Spieler selbst motivieren. Aber Sie können ganz wesentlich Einfluss auf die Eigenmotivation der Spieler nehmen. Wenn ein Spieler mit einem freudigen Strahlen im Gesicht zum Training kommt, weil er sich respektiert und anerkannt fühlt, ist das leistungssteigernd. Erzeugen Sie hingegen ein Klima der Angst, in der jeder Spieler das nächste Opfer sein kann, werden viele Ihrer Spieler blockieren.

Eigenmotivation ist nicht einfach nur eine Charakterfrage. Sicher spielt auch die Persönlichkeit eine Rolle. Aber Eigenmotivation entsteht in erster Linie dadurch, dass ein Spieler das Gefühl hat, etwas Wichtiges und Wertvolles zu tun. Da kommen Sie als Trainer natürlich ins Spiel, denn Sie müssen jedem Spieler das Gefühl vermitteln, dass er einen großen Wert für die Gemeinschaft hat. Das ist die Voraussetzung dafür, dass sich die Spieler auf dem Platz für Sie, aber eben auch für sich selbst zerreißen.

Eigenmotivation durch erreichbare Ziele beflügeln

Wenn ein Spieler erkennt, dass er ein vorgegebenes Ziel niemals erreichen wird, sinkt seine Motivation beträchtlich. Wenn Sie mit Ihren Spielern Sprungkraftübungen machen, können Sie natürlich hohe Hürden aufbauen, die nur ganz wenige Spieler bewältigen. Danach können Sie natürlich auch noch den Spielern, die nicht über die Hürden gekommen sind, vorhalten, wie schlecht sie eigentlich sind. Aber wäre es nicht klüger, niedrigere Hürden zu verwenden, damit alle Spieler die Übung schaffen? Auf diese Weise schließen Sie niemanden aus und erhöhen, und darauf kommt es an, langfristig das Leistungspotenzial Ihrer Mannschaft. Noch besser ist natürlich ein individuelles Training, bei dem jeder Spieler seinen Fähigkeiten entsprechend gefördert wird.

Ein Fussball Trainingsplan muss erreichbare Ziele beinhalten. Das gilt sowohl für die Ziele, die Sie der Mannschaft vorgegeben als auch für die Ziele, die Sie einzelnen Spielern vorgegeben. Wenn Sie bei einem jungen Spieler ein riesiges Potenzial entdecken, sollten Sie nicht das mögliche Endziel in einigen Jahren als Maßstab nehmen, sondern Ziele vorgegeben, die innerhalb einer relativ kurzen Zeit erreichbar sind. Das ist besonders wichtig: Ein Ziel darf nie zu weit in der Zukunft liegen. Ein Radfahrer konzentriert sich bei einer großen Rundfahrt schließlich auch immer nur auf die aktuelle Etappe und nicht auf den letzten Zielstrich.

Fördern, fordern und dabei menschlich bleiben

Vom Fördern und Fordern ist in den letzten Jahren viel geredet worden, allerdings selten im Zusammenhang mit Fußball. Das ändert aber nichts daran, dass dieser Slogan sehr gut die Aufgabe eines Trainers beschreibt, der einen Spieler weiter entwickeln will. Ihr Spieler muss immer erkennen, dass Sie es gut mit ihm meinen. Dadurch haben Sie dann auch die Möglichkeit, sehr harte Forderungen zu stellen. Damit diese schwierige Kombination von Zuckerbrot und Peitsche im Trainingsalltag gelingt, sollten Sie niemals die menschliche Seite des Fußballers vergessen. Ein respektvoller Umgang mit Ihren Spielern ist eine gute Voraussetzung dafür, dass die Spieler Ihnen langfristig vertrauen. Wenn Sie Ihren Spielern viel geben, werden die Spieler Ihnen dies danken, nicht zuletzt durch eine höhere Eigenmotivation.

 


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