Einen Spieler zum Co-Trainer machen

08.10.2013 07:53 von Teamsportbedarf.de
Tags: Co-Trainer Trainingseinheit Spieler Trainingsinhalte Trainergeschäft

In Amateurvereinen gibt es nicht zuletzt aus finanziellen Gründen nicht immer einen Co-Trainer. Aber für einen Fußballtrainer ist es nicht immer ganz einfach, ohne Co-Trainer die gesamte Saison zu bestreiten. Insbesondere ist es für Sie angenehm zu wissen, dass ein Ersatz vorhanden ist, wenn Sie einmal wegen einer beruflichen Verpflichtung oder wegen Krankheit eine Trainingseinheit ausfallen lassen müssen. Deswegen sollten Sie überlegen, ob Sie nicht einen Ihrer Spieler zum Co-Trainer ernennen. In welchem Umfang dieser Spieler dann die Trainerarbeit mitbestimmen und mitgestalten kann, liegt ganz alleine bei Ihnen.

Einen anerkannten Spieler mit Erfahrung auswählen

Der Co-Trainer sollte nah an der Mannschaft dran sein. Insofern ist es eine gute Idee, einen Spieler für diesen Job zu wählen. Gleichzeitig ist aber auch wichtig, dass der Co-Trainer von allen Spielern akzeptiert wird. Schließlich wird er gelegentlich in Situationen kommen, in denen er alleine das Training leiten muss. Damit das optimal funktioniert, sollte die Mannschaft den Co-Trainer als Respektsperson akzeptieren. Wenn das nicht der Fall ist, haben Sie zwar vielleicht einen Ersatztrainer für besondere Situationen, aber Sie können nicht sicher sein, dass das Training während Ihrer Abwesenheit optimal funktioniert. Das wäre ein großes Handicap.

Dem Co-Trainer klare Aufgaben geben

Wenn Ihr Co-Trainer das Training eigenverantwortlich leiten soll, sollten Sie vorher die Trainingsinhalte absprechen. Auch mit einem Trainingsplan ist Fussball zwar nur begrenzt planbar, aber Sie können zumindest sicher sein, dass Ihr neuer Co-Trainer genau die Inhalte trainiert, die Sie ebenfalls gefordert hätten. Das ist sehr wichtig, denn beim Fußballtraining kommt es vor allem auf Kontinuität an. Wenn Ihr Co-Trainer ein ganz anderes Training abhält als sie, hat das letztlich negative Auswirkungen, ganz unabhängig davon, welches Training der Co-Trainer letztlich vorgibt.

Das Vertrauensverhältnis zum Co-Trainer

Wenn Sie einen Spieler auswählen, den Sie schon eine Weile kennen und dem Sie vertrauen, haben Sie den großen Vorteil, dass Sie sich auch auf den neuen Co-Trainer verlassen können. Das ist keineswegs selbstverständlich, denn die meisten Co-Trainer haben den Anspruch, selbst einmal als Cheftrainer eine Mannschaft zu betreuen. Ehrgeiz ist im Trainergeschäft wichtig und überhaupt nicht kritikwürdig. Aber wichtig ist, dass ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Cheftrainer und dem Co-Trainer existiert. Ansonsten müssen Sie damit rechnen, dass der Co-Trainer während Ihre Abwesenheit schlecht über Sie spricht oder sich vielleicht sogar mit dem Vorstand des Vereines hinter Ihrem Rücken austauscht.

Den Co-Trainer in die Entscheidungen einbeziehen

Wenn Sie einen Spieler zum Co-Trainer machen, den Sie ohnehin schon bei taktischen Entscheidungen in Ihre Überlegungen einbezogen haben, ist der Schritt zum Trainerjob gar nicht mehr weit. Sie brauchen letztlich keinen Co-Trainer, der Ihre Übungen aufbaut. Aber Sie brauchen einen Ansprechpartner, mit dem Sie vertrauensvoll über taktischen Ideen, Probleme mit Spielern und andere Aspekte des Trainer Jobs sprechen können. Wenn der Co-Trainer dann auch noch dafür sorgt, dass die Fußball Trainingsmaterialien pünktlich auf dem Platz sind, sollten Sie als Trainer eigentlich wunschlos glücklich sein. Zugegeben: Es kann nicht schaden, wenn Sie auch noch hin und wieder ein Spiel gewinnen. Aber mit einem guten Co-Trainer, der als Spieler auch noch unmittelbar Einfluss auf die Mannschaft nehmen kann, steigen Ihre Erfolgschancen beträchtlich.     

 


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