Kein Freispruch für Ribery

28.12.2012 08:00 von Teamsportbedarf.de
Tags: Gelbe Karte Fußballtrainer rote Karte Schiedsrichter Taktikfolien Fußbälle Franck Ribery Achtelfinale Koo Flügelflitzer Borussia Dortmund DFB Freispruch Marcel Schmelzer Strafe Heyn

Empörung in München! Das DFB-Sportgericht hat Bayern-Star Franck Ribery für die nächsten 2 Pokalspiele gesperrt. Der Franzose geriet im Achtelfinale mit dem Augsburger Koo aneinander. Sein Gegner bekam die Gelbe Karte, Ribery hingegen wurde des Feldes verwiesen. Damit fehlt der Flügelflitzer unter anderem im Viertelfinal-Kracher gegen Borussia Dortmund, aber immerhin könnte er bei einem möglichen Finalspiel wieder mitwirken.

„Leider ist das Sportgericht unseren Argumenten nicht gefolgt, dass es sich nur um eine Unsportlichkeit gehandelt hat. Der Verein und der Spieler akzeptieren die Sperre“, so Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge enttäuscht. Neben ihm hoffte natürlich auch Fußballtrainer Jupp Heynckes auf die Gnade des Sportgerichts.  „Genauso wie es die Lex Dortmund gegeben hat, hoffe ich, dass man jetzt beim DFB auch über diese Aktion nachdenkt. Franck hat eine Reaktion gezeigt auf das, was der Koreaner vorher gemacht hat. Ich erwarte, dass das DFB einsieht, dass es keine Rote Karte war“, so Rummenigge weiter.

Hintergrund dieser Kommentare ist der zuletzt beschlossene Freispruch für den Dortmunder Marcel Schmelzer. Allerdings muss man sagen, dass man beide Vergehen nicht miteinander vergleichen kann. Schmelzer wurde auf der Linie angeschossen und des Handspiels bezichtigt. Die Kamerabilder bewiesen aber eindeutig die Unschuld des deutschen Nationalspielers hingegen.

Ribery hingegen foulte Koo, nachdem ihm der Ball abgeluchst wurde. Danach griff er dem Koreaner an den Kopf, der dies mit der gleichen Geste erwiderte. Danach ging Ribery erneut mit der Hand in das Gesicht des Augsburgers und wischte den kompletten Kopf zur Seite. Alles vor den Augen des herangeeilten Schiedsrichters. Vor allem ist die Strafe aber auch gerechtfertigt, da der Franzose bekannt für seine Aussetzer ist. Es war lange nicht das erste Mal, dass er mit der Hand im Gesicht eines Gegenspielers landete.

So muss sich Trainer Heynckes nun auf seinen Taktikfolien überlegen, wer gegen Dortmund die Fußbälle über die linke Flügelseite treiben wird...


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