Konditionstraining ist nicht zuletzt für die Psyche wichtig

23.10.2013 17:34 von Teamsportbedarf.de
Tags: Konditionstraining Waldläufe Leistungsgrenze Trainer Spieler Psyche Erfolg Schweinehund Amateurfußballer Mannschaft Strategie Kondition Ausdauersportler Spaßfaktor

Auf den ersten Blick scheint es ein Widerspruch zu sein: Warum sollte sich das Konditionstraining auf die Psyche auswirken? Schließlich wird bei keiner anderen Trainingsform die Physis so sehr in den Vordergrund gestellt. Aber jeder Praktiker weiß, dass sich eine gute Kondition auf vielfältige Weise positiv auswirkt. Nicht zuletzt ist es gut für das Selbstbewusstsein eines Spielers, wenn er schon vor dem Spiel weiß, dass er konditionell besser ist als der Gegner. Ein konditionsschwacher Spieler geht hingegen mit einem mulmigen Gefühl ins Spiel, da er seine Defizite ganz genau kennt.

Den inneren Schweinehund überwinden

Der „Schweinehund“ ist eines der schönsten Klischees im Sport. Aber jeder Sportler weiß, dass es tatsächlich notwendig ist, immer wieder beim Konditionstraining gegen den inneren Unwillen anzugehen. Schließlich macht es keinen besonderen Spaß, beim Fußball Zirkeltraining zu absolvieren oder endlos lange Waldläufe durchzuführen. Wer sich in solchen Situationen nicht quälen kann, erreicht niemals seine Leistungsgrenze. Als Trainer ist es ihre Aufgabe, jeden einzelnen Spieler so zu motivieren, dass er es schafft, beim Konditionstraining das eigene Limit zu durchbrechen. Schon an dieser Stelle spielt die Psyche deswegen eine wichtige Rolle.

Jeder kleine Erfolg macht stärker

Beim Konditionstraining merkt ein Spieler sofort, wenn die Leistung besser geworden ist. Sie können diesen Effekt als Trainer noch verstärken, indem Sie regelmäßig Leistungstests durchführen, so dass Sie das gute Gefühl eines Spielers mit den gemessenen Daten unterstützen können. Nachhaltiges Selbstbewusstsein basiert immer auf Fakten. Sie können nicht aus jedem ambitionierten Amateurfußballer einen guten Techniker machen, aber Sie können aus einem willigen Fußballer einen konditionsstarken Spieler machen, der für Ihre Mannschaft sehr wertvoll ist. Und mit dieser Wertschätzung wächst dann wiederum das Selbstbewusstsein. Mit einer Strategie der kleinen Schritte und mit Konditionstraining können Sie einen Spieler auch mental deutlich voranbringen.

Der praktische Nutzen der Kondition

Wenn Sie eine sehr konditionsstarke Mannschaft haben, werden Sie viele Spiele in der Schlussphase für sich entscheiden können. Gerade im Amateurbereich sind die Unterschiede hinsichtlich der Kondition oftmals sehr groß. Nicht jeder Trainer weiß genau, wie Kondition richtig trainiert wird, so dass Sie durch eine akribische Vorbereitung und mit einem professionellen Trainingsplan dazu in der Lage sind, schon vor dem ersten Spieltag Ihrer Mannschaft einen bedeutsamen Vorteil zu verschaffen. Die Wirkung eines umfassenden Konditionstrainings ist besonders groß bei Mannschaften, die im technischen und taktischen Bereich deutliche Defizite haben. Nicht alles, aber doch vieles lässt sich durch Laufstarke kompensieren.

Beim Konditionstraining nicht nur im Wald arbeiten

Grundsätzlich ist es nicht klug, das Konditionstraining ausschließlich ohne Ball durchzuführen. Sie haben nur eine begrenzte Trainingszeit und sollten diese nutzen, um möglichst viele Fähigkeiten zu trainieren. Es gibt Trainer, die ihre Spieler mit Warnwesten mit Druck ausstatten und dann für 2 Stunden in den Wald gehen. Wenn Sie das Konditionstraining übertreiben, indem Sie komplett auf Übungen mit dem Ball verzichten, kann es leicht passieren, dass die Psyche der Spieler leidet. Schließlich sind Fußballer keine Ausdauersportler und haben deswegen vor allem Spaß daran, mit dem Ball zu spielen. Bei allem Ehrgeiz sollten Sie den Spaßfaktor auch beim Konditionstraining nicht komplett außer Acht lassen.


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