Leidenschaft und Eigenmotivation fördern durch Wettbewerbe

25.06.2013 06:00 von Teamsportbedarf.de
Tags: Eigenmotivation Motivation Wettbewerb

Ein idealer Spieler hat eine überragende Eigenmotivation und ist bei jedem Training leidenschaftlich engagiert. Leider gibt es aber nur wenige ideale Spieler, so dass Sie als Trainer nicht zuletzt die Aufgabe haben, die Motivation ihrer Spieler auf einem hohen Niveau zu halten. Das funktioniert wahrscheinlich nicht besonders gut, indem Sie Motivation einfordern oder Drohungen aussprechen. Ein ganz einfaches Mittel, um die Eigenmotivation der Spieler zu erhöhen, sind Wettbewerbe im Training. Die meisten Fußballer können sehr schlecht verlieren und das sollten Sie sich beim Training zunutze machen.

Viele Spielformen mit Wettbewerbscharakter einbauen

Schon beim Aufwärmen können Sie ein einfaches Handballspiel durchführen, bei dem zwei Mannschaften gegeneinander antreten. Dazu benötigen Sie nur ein paar Pylonen, zwei Minitore und einen Fußball. Für jeweils 10 gelungene Pässe bekommt ein Team einen Punkt. Bei diesem Spiel laufen plötzlich auch die Spieler, die sonst beim regulären Aufwärmtraining lustlos über den Platz traben. Diese Beobachtung können Sie bei jeder Spielform, die mit einem Wettbewerb verbunden ist, machen. Wichtig ist allerdings, dass Sie diese Spielformen immer nur dosiert einsetzen, denn nach einer gewissen Zeit lässt der Wettbewerbsdruck meist nach. Wenn die Spieler aber wissen, dass sie nur eine begrenzte Zeit haben, um Punkte zu erzielen, sind sie noch engagierter.

Spielformen mit Wettbewerbscharakter müssen gut vorbereitet sein

Viele Trainingsübungen beim Fussball benötigen kaum Vorbereitung, aber Spielformen mit Wettbewerbscharakter sollten gut durchdacht und geplant sein. Vor dem Training sollten Sie sich ganz genau überlegen, wie das Spiel funktioniert und wie Sie die Regeln den Spielern mitteilen. Eine geeignete Spielform muss so strukturiert sein, dass Sie die Regeln und Anforderungen Ihren Spielern innerhalb von 30 Sekunden problemlos vermitteln können. Das ist auch bei komplizierten Spielformen machbar, wenn Sie nicht dazu gezwungen sind aufgrund mangelnder Vorbereitung zu improvisieren. Auch bei Spielformen, die Sie schon öfter durchgeführt haben, sollten Sie vor dem Training die Inhalte noch einmal rekapitulieren.

Viele Übungen als Wettbewerb organisieren

Laufübungen können Sie sehr leicht als Wettbewerb durchführen, indem Sie einen zweiten Parcours aufbauen. Das funktioniert beispielsweise hervorragend bei Sprintübungen. Dazu müssen Sie nur ein paar Pylonen und Markierhauben platzieren. Bei einem komplexeren Parcours sollten Sie eine Skizze mit Abständen vorbereiten. Dann ist der Aufbau der parallelen Parcours leichter. Auch beim Schusstraining oder beim Koordinationstraining können Sie die Leistung Ihrer Spieler optimieren, indem Sie immer in irgendeiner Form einen kleinen Wettbewerb einbauen. Das entspricht nicht zuletzt dem Wesen des Fußballspiels.

Torwarttraining mit Wettbewerbscharakter

Die Torhüter haben untereinander ohnehin einen Wettbewerb. Der Stammtorhüter möchte seinen Platz verteidigen und die Herausforderer wollen alles unternehmen, um den Platz im Tor zu bekommen. Sie können diesen Wettbewerb befeuern, indem Sie das Schusstraining als Wettbewerb zwischen den Torhütern proklamieren. Dabei ist es auch sinnvoll, den Gewinner zu belohnen oder die Verlierer in unterhaltsamer Weise zu bestrafen. Beispielsweise können Sie einen Torhüter, der als Verlierer vom Platz geht, dazu verurteilen, die Schuhe des siegreichen Torhüters zu putzen. Das ist objektiv keine schlimme Strafe, aber auf die Motivation des Torhüters, der das Spiel verloren hat, wirkt sich diese kleine Aufgabe mit Sicherheit sehr positiv aus.

 


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