Mehr Sicherheit? Das ändert sich tatsächlich für den Fan

17.12.2012 10:53 von Teamsportbedarf.de
Tags: Sicherheitskonzept DFL Fan Bundesliga Spiele Einlasskontrollen Maßnahmen Risikospiele Derby Fangruppen Ticketkontingente Gäste Minitore Fans Vereine Videoüberwachung Pyrotechnik Pl

Das neue Sicherheitskonzept der DFL ist seit gestern beschlossene Sache. Doch ist damit endgültig das letzte Wort gesprochen? Diverse Fan-Vertreter kündigten bereits an, dass gegen diese Entscheidung protestiert werden wird. Folglich ist es gut möglich, dass in der Bundesliga nicht wie bisher nur die ersten 12 Minuten Stille in den Stadien herrschen wird, sondern dass komplette Spiele boykottiert werden könnten. Doch welche Neuerungen bringen die Fans dermaßen auf die Palme?

-Die Einlasskontrollen vor den Arenen werden deutlich verschärft werden. Unter anderem befürchten die Fans, dass sie sich vor den Ordnern gar nackt ausziehen müssen. Laut der DFL wird es zu solch drastischen Maßnahmen allerdings nicht kommen.

-Des Weiteren wird es so genannte Risikospiele geben. So werden zum Beispiel bei Derbys zwischen verfeindeten Fangruppen die Ticketkontingente der Gäste deutlich reduziert werden. Bislang mussten mindestens 10% der Karten für die Gäste reserviert werden. Die Fan-Vertreter fürchten nun, dass die Vereine willkürliche Regeln aufstellen werden, um möglichst viele fremde Fans aus den Stadion raus zu halten. In der zweiten Liga gibt es Stadien, bei denen man von einem Baum aus noch die Minitore erkennen würde, in der Bundesliga könnte dies aber zum Problem werden.

-Die Videoüberwachung wird weiter ausgebaut, um mögliche Täter besser identifizieren zu können. Oft wird beispielsweise die Pyrotechnik hinter Plakaten oder Sonstigem versteckt.

-bei risikoreichen Spielen muss der Sicherheitsdienst der Gastmannschaft mitreisen, um die eigenen Fans unter Kontrolle zu behalten. Genaue Regelungen wurden allerdings bislang nicht formuliert. Bis es dazu kommt, werden die Verantwortlichen noch einiges an Kondition und Ausdauer aufbringen müssen. „Das Ergebnis ist sehr unschön. Aber es ist noch nichts in trockenen Tüchern. Wenn die DFL sagt, nach uns die Sintflut, wäre das das komplett falsche Zeichen”,  so Philipp Markhardt, Sprecher einer bekannten Protestaktion.


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