Super-Sprinter Bolt unter Doping-Verdacht

12.12.2012 11:48 von Teamsportbedarf.de

Vor kurzem erschütterte der Doping-Fall von Lance Armstrong die komplette Sport-Welt. Dem weltbekannten Radfahrer wurden wegen der Einnahme leistungsfördernder Substanzen alle seine 7 Tour de France Titel aberkannt.

Jetzt kommen von Sportmedizin-Professor Perikles Simon aus Mainz die nächsten schweren Vorwürfe. Angeblich soll bei den Olympischen Spielen 2012 in höherem Maße gedoped worden sein. „Ich befürchte, dass bei Olympia in London, über alle Sportarten verteilt, im Schnitt 60 Prozent der Athleten gedopt waren. An den sauberen Sport glaube ich auf diesem Niveau nicht mehr”, so der 39-Jährige.

Vor allem hat der Sportmediziner den Leichtathletik-Star und dreifachen Olympiasieger Usain Bolt aus Jamaika im Verdacht. „Das ist wahrscheinlich so, wie bei allen, die auf diesem Niveau antreten. Es wäre doch verrückt zu glauben, im Sprint hätte es sich zum Guten gewendet. Ich glaube, vier Zehntelsekunden der derzeitigen Spitzenleistungen über 100 Meter basieren auf Doping”, so die schweren Vorwürfe.

Unter anderem soll das Kontrollsystem, dass die unerlaubten Trainingshilfen aufdecken soll, nicht richtig funktionieren. So waren in Deutschland im letzten Jahr nur 4 der 8000 Proben positiv ausgefallen. Ein weiterer negativer Aspekt ist, dass sich die Athleten natürlich auf die Trainingskontrollen einstellen können, daher werden sie wohl kaum ihr Doping in der Trainingstasche dabei haben. Aktuell kann man Bolt noch nichts nachweisen, jedoch hat es Armstrong auch erst nach einigen Jahren erwischt. Die Proben sind jedenfalls konserviert, sodass man dem Jamaikaner eventuell mit zukünftigen Verfahren eine Doping-Einnahme nachweisen kann. „Die Proben von den großen Wettkämpfen werden eingefroren und dann flächendeckend nachgetestet. Der Sportler weiß nicht, welche Testverfahren wir in Zukunft entwickeln”, so Simon.


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