Zubehör, mit dem moderne Trainer arbeiten

16.06.2017 08:16 von Teamsportbedarf.de

Das Trainer-Dasein wird niemals langweilig, egal ob Spieler, Verein oder Trainerkollegen – stetig warten neue Anforderungen und Herausforderungen auf den ambitionierten und lernbereiten Übungsleiter. Die Industrie und viele Hersteller unterstützen hierbei und liefern vielfältiges Trainingsmaterial für jeden Bedarf und Anlass, so dass wir Trainer stets neue Impulse setzen können und unsere Mannschaft abwechslungsreich und kreativ auf die Wettkämpfe vorbereiten können.

 Alt = schlecht?

Doch Vorsicht: Bloß weil die Medizinbälle à la Felix Magath einen altmodischen Ruf innehaben, gehören sie noch lange nicht zum alten Eisen. Es gibt viele Trainingsgeräte, die sich bereits über einen langen Zeitraum immer wieder bewährt haben – der intelligente Trainer wirft diese nicht einfach aus seinem Übungskatalog, nur weil sie bereits einige Jahre auf dem Rücken haben. Gleichzeitig gilt es, auch ein Auge auf sinnvolle Neuentwicklungen in jedem Bereich zu werfen. Denn auch hier gibt es einige interessante und kreative Ideen zu Gerätschaften, die jeder Sportler auch in seinen Trainingsablauf integrieren kann.

 Exemplarischen sollen im Folgenden einige neue Trainingsutensilien vorgestellt werden, mit denen der moderne Trainer von heute arbeitet.

Rebounder

Ein Rebounder ist eine Rückprallwand, die mit straff gespanntem Netz eine Rückkehr und Verarbeitung des abprallenden Balls ermöglicht. Das hier vorgestellte Modell hat eine Größe von etwa 1,10 x 1,10 Metern und kann in verschiedenen Winkeln aufgestellt werden, so dass beispielsweise im Fußball ein gespielter Pass auf das Trainingsgerät hoch oder tief zurückkommt und eine entsprechende Ballmitnahme des Trainierenden erfordert. Da der Rebounder zusammenklappbar und leicht gestaltet ist, kann er jederzeit überall mit hin transportiert werden und so z. B. als Ergänzung im Einzeltraining oder im Zirkelbetrieb am Übungsort eingesetzt werden.

Selbstverständlich kann dieses Gerät nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern auch in der Halle benutzt werden – ähnlich wie ein Tchoukball-Netz. Dafür sind Befestigungshaken ebenso im Lieferumfang enthalten wie eine Fixierstange am unteren Gestell und ein Antirutsch-System durch Gumminoppen am Rand.

Der Rahmen besteht aus Metall und erweckt ebenso wie das Netz einen hochwertigen Eindruck. Sollte dennoch einmal das Netz reißen, so gibt es ein Ersatznetz zum Nachbestellen.

Returnhürde

Die T-PRO-Returnhürde sieht auf den ersten Blick aus wie eine gewöhnliche Hürde, wie sie seit jeher im Leichtathletik-Bereich verwendet wird. Hürden stellen seit vielen Jahren interessante Abwechslungen zum Trainingsalltag dar und können nicht nur im läuferischen Bereich, sondern durchaus auch zielorientiert im sportartspezifischen Training eingesetzt werden. Moderne Konstruktionen benötigen kaum Platz, sind durch ein geringes Gewicht sehr mobil und können daher in sehr vielen Sportarten Ihre Verwendung finden.

Ein besonders modernes Gerät hierbei ist die T-PRO-Returnhürde, die aus Aluminium gefertigt wird und in den Ausführungen Mini, Midi oder Maxi zu bestellen ist. Jedes Modell kann jeweils siebenstufig verstellt werden und ist so leicht, dass es problemlos überall aufgebaut werden kann.

Besonders beeindruckend bei diesen Modellen ist jedoch, wie leicht sich die Hürden selbstständig nach einem Umkippen wieder aufstellen. Stößt der Trainierende beim Parcours gegen das Gestell, so klappt dieses um und richtet sich durch die intelligente Gewichtverteilung des Gerätes selbst wieder auf – deshalb ein wunderbares Instrument, um Übungszeit und Nerven zu sparen.

Reaktionsball

Reaktion, Reflexe und Schnelligkeit – diese drei Trainingsziele schreibt sich der pyramidenförmig aufgebaute Reaktionsball auf die Fahne. Dieser Trainings- und Freizeitball kann in Vereinen, therapeutische Einrichtungen oder auch für zu Hause für das Training eingesetzt werden. Durch seine Form ist das Sprungverhalten des Balls schwer vorhersehbar, setzt dadurch neue Trainingsreize für die Sportler und sorgt somit für eine Verbesserung der Augen-Ballkoordination insbesondere im Fußballsport. Früher wurden für solche Trainingsziele Rugby- oder Football-Bälle eingesetzt, diese spezielle Form ist jedoch ideal auf schwer zu berechnende und überraschend abspringende Bälle ausgelegt.

Medizinball

Aus dem eigenen Sportunterricht oder Trainingserfahrungen kennt vielleicht der Eine oder Andere Medizinbälle und denkt mit Grauen zurück an die alten braunfarbigen Gewichtsbälle, die zu allem Ungemacht auch noch „Medizin“ im Namen enthalten.

Während ich von Laufübungen mit einem auf der Hand gehaltenen Medizinball weiterhin deutlich abraten möchte, so können die heutigen Varianten doch vielfältig in modernes Training eingebaut werden und einen deutlichen Mehrwert bieten. Insbesondere die Varianten mit Doppelgriffen aus hochwertigem Gummi bieten im Bereich des Kraft- oder Koordinationstrainings hervorragende Gestaltungsmöglichkeiten. Dabei kann der Ball als Ersatz für eine Hantel, die prellbare Variante auch für Übungsformen wie im Handball oder mit den Doppelgriffen sogar für Drehbewegungen oder beidhändige Übungsformen verwendet werden.

Sprinttraining

Moderne Sprint- und Schnellkrafttraining kommt ohne die gurtgebundenen Hilfsmittel kaum aus. Egal, ob Sprintgurt mit einem haltenden Partner, oder Sprintschlitten oder Sprintsack – effektiver Widerstand ermöglicht einen optimalen Trainingseffekt. Aufgrund der enormen Auswahl empfiehlt es sich, zuerst einen einfach Sprintgurt auszuprobieren und bei Gefallen die Variationsmöglichkeiten zu versuchen. Die Schnellöffnungsfunktion beispielsweise stellt eine interessante Neuerung dar, die jedem Sprint noch einmal das gewisse „Extra“ mitgeben kann. Wenn das Training alleine bewerkstellig wird, so können Sprintschirm, Sprintschlitten oder ein Bungeegurt hervorragende Resultate bringen.

Fazit

Der moderne Trainer hat deutlich mehr Möglichkeiten und Trainingsmaterialen zur Verfügung, als ein vergleichbarer Kollege vor zehn Jahren. Nichtsdestotrotz sind der moderne Trainer und seine Übungen nicht unbedingt besser als die des Kollegen vor einiger Zeit. Die enorme Bandbreite an Gerätschaften bietet ungeheure Vorteile und Variationsmöglichkeiten, aber man muss sich auch ausführlich damit beschäftigen und bei allen Neuerungen stetig am sprichwörtlichen Ball bleiben, da die Neuentwicklung von Utensilien ständig weiter geht. Genauso darf altes Sportgerät nicht abgeschrieben werden, denn hier liegen die Grundlagen der modernen Ideen und auch diese haben ihre Berechtigung.

Der moderne Trainer muss also sinnvoll abwägen und überlegen, für welches Trainingsziel er welches Material als Hilfsmittel einsetzt und muss dieses so in das Training integrieren, dass es ein Mittel zum Zweck darstellt und nicht nur zum Selbstzweck Anwendung findet.

 

Von Dominik Langenegger

www.dominik-langenegger.de

 


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