Eine Stunde vor dem Spiel: So gestalten Sie die heiße Phase vor einer Partie

27.03.2013 06:00 von Teamsportbedarf.de
Tags: Aufwärmtraining Mannschaftssitzung Spielvorbereitung

Wenn noch eine Stunde Zeit bleibt, bis das Spiel endlich angepfiffen wird, können Sie nicht mehr viel richtig machen, aber sehr viel falsch. Die Hauptarbeit liegt bereits hinter ihnen, denn in der Trainingswoche und der gesamten Saison haben Sie die Grundlagen für das folgende Spiel gelegt. Nun kommt bald der Zeitpunkt, an dem Sie sich auf Ihre Spieler verlassen müssen, weil Sie ab dem Anpfiff nur noch geringe Möglichkeiten haben, das Spielgeschehen zu beeinflussen. Während der Platzwart die Eckfahnen aufstellt und den Platz markiert, müssen Sie für die passende Atmosphäre in der Kabine sorgen.

Alle anderen Themen ausblenden: Nur noch Fußball zählt

Wenn Sie 1 Stunde vor dem Spiel Ihre Spieler zusammenrufen, muss jedem Spieler klar sein, dass nun die Fokussierung auf das nahende Spiel absolute Priorität. Alle anderen Themen sind von nun an uninteressant. Sie müssen dazu gar keine Ansprache halten, sondern es sollte selbstverständlich sein, dass sich ihre Mannschaft professionell vor dem Spielfeld verhält. Wenn Sie ganz neu als Trainer eine Mannschaft übernehmen, müssen Sie eventuell daran arbeiten, dass die Mannschaft das Ritual vor dem Spiel erst einmal verinnerlicht. Allerdings ist der Zeitpunkt für eine Rede dann eher das Abschlusstraining.

Einen klaren Ablauf vorgegeben

Ihre Spieler müssen genau wissen, wann sie in die Kabine kommen müssen, wann sie mit dem Umziehen anfangen und wann Sie auf den Platz gehen dürfen. Zudem sollten Sie die Spieler rechtzeitig vor dem Anpfiff noch einmal in die Kabine beordern, damit Sie letzte Anweisungen geben können und eine kurze Ansprache halten können. Wenn die Spieler ganz genau wissen, wie der Ablauf vor dem Spiel ist, können Sie sich optimal auf das Spiel vorbereiten. Die Aufwärmzeit muss mindestens 20 Minuten betragen, besser ist aber eine halbe Stunde.

Individuell oder gemeinsam aufwärmen?

Normalerweise sollte ein gestandener Fußballer dazu in der Lage sein, sich selbst auf zu wärmen vor dem Spiel. Wenn Sie aber in dieser Hinsicht Bedenken haben oder sehr viele junge Spieler im Team sind, ist es vielleicht besser, wenn Sie das Aufwärmtraining leiten. Dann können Sie sicher sein, dass alle Spieler beim Anpfiff in einer guten Verfassung sind. Die Erfahrung zeigt leider, dass auch erfahrene Spieler gelegentlich dazu neigen, das Aufwärmtraining vor dem Spiel zu vernachlässigen. Eventuell können Sie aber auch einem erfahrenen Spieler das Aufwärmtraining übertragen.

Die Ausstrahlung des Trainers vor dem Spiel

Ihre Spieler merken sofort, wenn Sie vor dem Spiel sehr nervös oder hektisch sind. Wenn Sie die ganze Zeit den Spielball mit der Ballpumpe bearbeiten und abwechselnd Luft hineinpumpen und entweichen lassen, ist das ganz sicher kein gutes Zeichen für Ihre Spieler. Sie müssen der Fels in der Brandung sein und Ruhe und Optimismus ausstrahlen, selbst wenn Sie innerlich nicht davon überzeugt sein sollten, dass Ihre Mannschaft das Spiel gewinnen kann. Wenn Ihre Spieler merken, dass Sie nicht an den Erfolg glauben, wie sollen dann die Spieler, die viel weniger Erfahrung haben als Sie, optimistisch in die Partie gehen?

 


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