Wie lange soll ich Koordinationstraining (Fußball) machen?

Koordinationstraining und Fußball – das gehört irgendwie zusammen. Anfang der 90er Jahre wurden neue Trainingsmethoden entwickelt. Es war die Zeit nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 1990 in Italien. Deutschland war obenauf, doch die Talente nicht wirklich vorhanden. Es musste sich also etwas ändern. Leistungszentren wurden errichtet, die Nachwuchsförderung forciert. Und auch die Trainingsinhalte wurden überdacht. Es wurde fortan enger mit Sportwissenschaftlern zusammen gearbeitet. Das Training wurden nicht mehr nur rein auf den Fußball ausgelegt, sondern auch andere Einflüsse aufgenommen.

Wer 1990 von einer Leiter sprach, der dachte an einen Steigerungslauf über den ganzen Platz. Heutzutage gehört eine Koordinationsleiter aber beispielsweise zum festen Bestandteil einer Trainingsausrüstung.  Koordinatives Training wird heutzutage in der Trainingslehre groß geschrieben. Um ein brauchbares und intensives Koordinationstraining anbieten zu können, benötigt man allerdings einige Utensilien.  Eine Koordinationsleiter, Hürden, Seile, Stangen oder Ringe – alles kann verwendet werden. Je mehr Material da ist, umso intensiver und variantenreicher kann das Koordinationstraining ausfallen. Eine gute Koordination hat noch keinem Fußballer geschadet. Dafür gibt es die verschiedensten Übungen - sogar mit dem Ball.
Auch Koordinationsspiele sind im Fußballtraining eine gelungene Abwechslung. Dabei werden die Spieler mit spielerischen Elementen an das Koordinationstraining herangeführt und merken die Belastung kaum.

Regelmäßiges Koordinationstraining wirkt sich auch präventiv gegen Verletzungen aus. Wichtig dabei ist aber die ständige Wiederholung. Nur wer immer und immer wieder im koordinativen Bereich gezielt arbeitet, der merkt irgendwann auch das positive Ergebnis. Wer also ein bis zwei Mal pro Woche Koordinationstraining macht, der ist in der Regel nicht mehr so anfällig, was Verletzungen betrifft. Gerade der Rupf wird dadurch gestärkt und gezielt trainiert. Dort sind immer wieder die Auslöser für Verletzungen im Leistenbereich  zu finden
Zudem kommt eine gewisse Geschmeidigkeit im Bewegungsablauf. Wer koordinativ gut geschult ist, der kann im Spiel auch schneller schalten und ist für jedes Team eine Bereicherung.

Wichtig: Wer ein Mal Koordinationstraining gemacht hat, der darf nicht glauben, dass es damit getan ist. Auch diese spezielle Art der Trainingsform will gelernt sein. Ergebnisse wird man erst in einigen Monaten sehen, doch der Körper wird gleich positive Signale aussenden. Koordinationstraining sollte also ein bis zwei Mal pro Woche im Rahmen oder nach einem Fußballtraining durchgeführt werden. Der Erfolg kommt – wie so oft im Fußball – durch ständige Wiederholung und intensives Training.

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