Handball

Handball

Mit dem Handball als Sport ist ganz unausgesprochen das Hallenhandballspiel gemeint. Der Vorgänger vom Hallenhandball ist das Feldhandball, das im Freien auf dem großen Handballfeld gespielt wurde. Dementsprechend wird in Großfeldhandball sowie in Kleinfeldhandball unterschieden. Eine dritte Variante bei dem Sport Handballspiel ist das neuere Beachhandball. Es wird, ebenso wie die anderen Beachsporten Soccer, Volleyball oder Beachminton, als Strandsport im Freien gespielt. Der Handballsport als solcher ist ein ganz typischer Mannschaftssport und gehört zum festen Programm der Olympischen Spiele. Das olympische Handballprogramm bezieht sich auf Frauen und Männer. Feldhandball der Männer wurde bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin ausgetragen. Hallenhandball, also Handball der Männer, gehört seit den 1972er Olympischen Spielen in München zum Sportprogramm, und das der Frauen folgte bei den anschließenden Spielen 1976 im kanadischen Montreal. Obwohl Handball auch international so genannt wird, beispielsweise in der englischen Sprache, ist das American Handball eine ganz eigene Sportart, die mit dem hiesigen Handballsport buchstäblich nichts zu tun hat.
 

Handball – Vereinssport im Team

Der Handballbedarf ist mit dem Ball als Spielgerät denkbar gering. Jede Mannschaft besteht aus sechs Feldspielern zuzüglich des Torwarts. Die Spielzeit bei den Aktiven, so auch in der Bundesliga, beträgt zwei Halbzeiten zu je dreißig Minuten reine Spielzeit. Das Zeitnehmen ist während des gesamten Handballspiels eine der besonders wichtigen Aufgaben der Offiziellen. Besonders zum Ende des Spiels hin können Sekunden, manchmal Sekundenbruchteile spielentscheidend sein. Das Handballspiel ist ein Mannschaftssport, bei dem sich jeder auf jeden verlassen muss; das Handballteam kann sich nicht einen Spielerausfall erlauben. Dementsprechend spielentscheidend wirken sich die vom Schiedsrichter wegen Foulspiels verhängten Strafminuten aus. Der vorübergehend ausgeschlossene Spieler muss das Spielfeld verlassen und darf nicht ersetzt werden.
Das Handballspiel ist ein reiner Vereinssport, von der Bundesliga, der Handball Bundesliga als oberster Spielklasse, bis hinunter in die Kreis-, Jugend- und Schülerklassen. Die Handball Bundesliga ist bundesweit einteilig. In Hin- und Rückspielen wird alljährlich der Deutsche Meister ermittelt. Der vertritt den DHB, den Deutschen Handballbund international. In Deutschland selbst wird Handball ausschließlich in Sportvereinen gespielt. In den Mehrspartenvereinen ist die Abteilung Handball eine von mehreren, vielfach die sportlich erfolgreichste.
 

Training im Handball – keiner darf fehlen

Im Handball ist die Mannschaft, so wie beim Fußball, beim Basketball oder beim Volleyball auch, ein einziges Ganzes. Wenn sie nicht vollständig ist, dann kann nicht als Mannschaft trainiert werden. Beim Badminton oder Tennis ist das ganz anders. Hier gibt es auch eine Mannschaftswertung; gespielt wird jedoch einzeln oder zu zweit als Doppel beziehungsweise als Mixed. Wenn einer fehlt, können die anderen dennoch trainieren und auch als Mannschaft antreten; das Fehlen wirkt sich erst bei der Mannschaftswertung aus. Vor diesem Hintergrund wird beim Sport Handball nicht nur vom Mannschaftsgeist gesprochen, sondern er wird auch gelebt. Jeder ist für den anderen da, einer rennt für den anderen mit. Der Handballtrainer kann vielerlei Übungen trainieren lassen; ohne das gesamte Team ist es letztendlich kein echtes Handballtraining. Die Mannschaft muss sich einspielen und eingespielt sein. Sie muss vollzählig antreten und insofern auch vollzählig trainieren.
 

Handball in Deutschland – Vom Verein bis zum Verband

Der Sport Handball hat seinen Ursprung im Sportverein sowie in der Schule. Dementsprechend wird in Schulsporthallen gespielt. Trainiert wird, von der untersten Spielklasse bis hin zur Handball Bundesliga, werktags in den Abendstunden sowie am Wochenende, also außerhalb der Schulsportstunden. Organisiert und gemanagt wird der Handball in Deutschland bundesweit vom DHB, dem Deutschen Handballbund mit Verbandssitz im Willi-Daume-Haus in Dortmund. Der DHB ist als olympischer Sportfachverband Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund, dem DOSB mit Sitz in Frankfurt am Main. Die Vereine mit ihren Handballabteilungen sind Mitglied im jeweiligen Landessportbund und im Landesfachverband Handball, der seinerseits dem DHB angehört. Die Bundesliga wird vom Bundesverband organsiert, die Spielklassen darunter von den Landesverbänden. Die European Handball Federation EHF hat ihren Verbandssitz in Wien, die IHF, International Handball Federation ihren in Basel. Der DHB ist Mitglied in beiden internationalen Verbänden; das ist eine Voraussetzung dafür, an Veranstaltungen wie Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften sowie an den damit verbundenen Qualifikationsturnieren teilnehmen zu können.
 

Handballtraining – Mit und ohne Handball

Jeder Handballtrainer ist bestrebt, das Training für das Frauen- oder Männerteam so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Zwar darf am Handballbedarf nichts fehlen; dennoch muss auch ohne Ball trainiert werden. Lockern, Aufwärmen, Dehnen, Laufen, Springen und Sprinten gehören ebenso zum alltäglichen Sport wie Wurfübungen. Für den Übungsleiter gibt es so vielfältige wie vielseitige Trainingshilfen. Zu denen gehören Hütchen, Leitern, Kegelhürden, Sprintschlitten, sowie Minitore in unterschiedlichen Ausmaßen. Ob in der Bundesliga oder in der Jugend- und Schülerklasse; im Grunde genommen ähneln sich die Übungen hier wie da, und der Handballbedarf ist überall derselbe. Die Spannung für das Training mit Handball wird auch dadurch erhöht und gesteigert, dass vorher mehr oder weniger ausgiebig ohne Handball trainiert, und dass im wahrsten Sinne des Wortes nur geschwitzt wird.
 

Handball – Von der Schule zum Verein

Seit jeher gehört Handball als olympische Kernsportart auch zum Schulsportprogramm. Oftmals ist der Schulsportlehrer ehrenamtlich als Handballtrainer im örtlichen Sportverein aktiv. Er entdeckt die Handballtalente beim Schulsport und schafft die Grundlage für einen Wechsel in die Jugendmannschaft der Handballabteilung im Verein. Hier wie da kann im Team gespielt und gewonnen werden; das gilt für Mädchen und Jungen gleichermaßen. Es ist eine sportlich duale Entwicklung von Schul- und Vereinshandball. Mit der Schulmannschaft besteht die Möglichkeit, sich in der betreffenden Wettkampfklasse für das Bundesfinale Jugend trainiert für Olympia in Berlin zu qualifizieren. Die Schulen ermitteln auch im Handball die Landesmeister, die sich für die Endrunde in der Bundeshauptstadt qualifizieren. So mancher Star oder Nationalspieler in der Handball Bundesliga hat einige Jahre zuvor in der Schulmannschaft klein angefangen.

Handball ist ein besonders telegener Sport. Ein Handballspiel am heimischen TV-Gerät ist von der ersten bis zur letzten Minute spannend. Viele der international bekannten Handballspieler sind sogenannte Halb- beziehungsweise Vollprofis. Sie verdienen ihren Lebensunterhalt ganz oder teilweise mit dem Handball und den damit verbundenen Werbeverträgen. Im Handball der Männer ist der DHB dreimaliger Weltmeister [1938, 1978, 2007]; die Frauen haben die WM 1993 gewonnen. Der DHB wurde im Oktober 1949 in Mülheim an der Ruhr gegründet; damaliger Gründungspräsident war Willi Daume, der spätere Präsident von Deutschem Sportbund sowie dem Nationalen Olympischen Komitee für Deutschland.

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