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Leichtathletik

Die Leichtathletik ist seit jeher eine der olympischen Sportarten mit einer Vielzahl an Disziplinen. Die gliedern sich in Laufen, Springen, Werfen sowie in den Mehrkampf. Der Marathon für Frauen und Männer ist eine der Disziplinen, die auf der Straße, also außerhalb des Stadions als der eigentlichen Austragungsstätte für die Leichtathletik, ausgetragen werden. Der Marathon gehört, zusammen mit anderen Laufdisziplinen, zu denjenigen, die seit den Olympischen Spielen der Neuzeit im Jahre 1896 dem Wettkampfprogramm angehören. Kaum eine Sportart ist so vielfältig und vielseitig wie die Leichtathletik. Zum persönlichen Leichtathletikbedarf gehört lediglich, oder besser gesagt ausschließlich, die Bekleidung. Dabei sind die Leichtathletikschuhe ausschlaggebend bis hin zu entscheidend. Sie sind als ein ganz individueller Leichtathletikbedarf für jede Disziplin ganz unterschiedlich. Das gilt teilweise auch, aber nicht in dieser ausgeprägten Bedeutung, für die Bekleidung in den Laufdisziplinen. Die sogenannte Rennbekleidung ist hier auch eine modische Entscheidung. Sie wird oftmals von den Herstellerfirmen vorgegeben, die ihrerseits Werbe- und Vertragspartner der einzelnen Leichtathletinnen und Leichtathleten sind.
 

Vereins- und Schulsport Leichtathletik

Rennen, Springen und Werfen kann jeder von Haus aus. Wer Spaß und Gefallen daran, also an den Grundzügen der Leichtathletik findet, der wird Mitglied in einem Sportverein. In der Regel ist das der örtliche Mehrspartenverein, in dem die Abteilung für Leichtathletik, sprich die Leichtathletik, eine von mehreren oder vielen ist. Das Training findet fast ausnahmslos im Freien statt. Mädchen und Jungen erkennen sehr bald, wo ihre Stärken und Schwächen in der Leichtathletik liegen. Wer in keiner der Disziplinen besondere Schwachpunkte hat, der entscheidet sich zum Mehrkampf. Bei den Frauen ist das der Siebenkampf, bei den Männern der Zehnkampf. Die Leichtathletik bietet eine solche Vielfalt an Wettbewerben, dass jeder interessierte Sportler eine passende Disziplin finden kann. Grundvoraussetzung dafür ist seine ganz allgemeine Sportbegeisterung. In der Schule ist die Leichtathletik seit jeher ein fester Bestandteil des Sportprogramms. Hier sind als Leichtathletikbedarf die Turnschuhe sowie eine passende Sportbekleidung völlig ausreichend. Im Gegensatz zur freiwilligen Mitgliedschaft im Verein muss bei der Leichtathletik als Schulsport buchstäblich jeder mitmachen. Dadurch entsteht automatisch ein sehr starkes Leistungsgefälle zwischen denen, die Leichtathletik als ihren Sport lieben und denjenigen, die lieber Kochen oder Musizieren als Sport zu treiben. Wenn der Schulsportlehrer gleichzeitig ein Trainer oder Übungsleiter im örtlichen Sportverein ist, dann kann er die in der Schule entdeckten Talente im Verein fördern und disziplinmäßig schulen.
 

Leichtathletik national und international

Obwohl die Leichtathletik ein Amateursport ist, verdienen weltweit viele Spitzensportler ihren Lebensunterhalt mit dem Sport. Sie gehören allesamt ihrem jeweiligen nationalen Verband an. In Deutschland ist dieser Verband der DLV, der Deutsche Leichtathletik-Verband mit Sitz in der hessischen Großstadt Darmstadt. Im DOSB, dem Deutschen Olympischen Sportbund in Frankfurt am Main, ist der Verband ebenso Mitglied wie international in der EAA, der European Athletic Association in Lausanne sowie in der International Association of Athletic Federations, der IAAF mit dem Verbandssitz in Monaco. Föderalistisch gliedert sich der deutsche Verband in Landesverbände, die weitgehend mit den Bundesländern übereinstimmen. Dort sind die Sportvereine mit ihrer jeweiligen Leichtathletikabteilung ein ordentliches Mitglied. Die einzelnen Leichtathleten gehören über ihren Sportverein indirekt dem Verband auf Landesebene an. Sie betreiben ihren Sport unter der Anleitung von geprüften und zertifizierten Trainern sowie Übungsleitern. Aufgrund der vielfältigen Disziplinen und Wettbewerbe wird fachlich von den Disziplintrainern gesprochen. Ein Trainer in der Disziplin Laufen wird kaum ein qualifiziertes Training in der Disziplin Springen oder Werfen anbieten können; umgekehrt ist es ebenso.
 

Training in der Leichtathletik – abwechslungs- und facettenreich

Bis es zu einem disziplinspezifischen Training kommt, wird ganz allgemein trainiert. Der erfahrene und routinierte Trainer muss möglichst früh erkennen, welche Disziplin dem einzelnen Sportler am besten liegt. Darüber hinaus wird im Trainingsalltag auch disziplinübergreifend trainiert. Der Übungsleiter hat vielerlei Möglichkeiten, um das Leichtathletiktraining abwechslungsreich zu gestalten. Koordinationsleiter, Leiterhürden oder Kegelhürden sind Trainingshilfen für ganz neue Übungen, die den Trainingsalltag auflockern. Ballspiele wie Fußball, Handball, Basketball und Volleyball sind immer willkommene Trainingsabwechslungen. Für den Übungsleiter ist jeder Trainingsnachmittag eine neue Herausforderung. Im Gegensatz zu anderem Sport kann Leichtathletik auch nachmittags im Freien trainiert werden. Hier gibt es kaum Überschneidungen mit dem Schulsport, so wie das beim Hallensport in den Schulsporthallen der Fall ist. In diesem Stadium des Vereinstrainings beginnt die erste disziplinmäßige Spezialisierung der jungen Sportlerinnen und Sportler. Ein gut geführter und strukturierter Sportverein verfügt auf jeden Fall über Disziplintrainer für die vier Bereiche Laufen, Springen, Werfen und Mehrkampf. Die trainieren zunächst in den Wettbewerben innerhalb ihrer Disziplin, beispielsweise Hoch- und Weitsprung, Diskus-, Hammer- und Speerwurf sowie Kugelstoßen, oder auch die zahlreichen Laufwettbewerbe. Sie gliedern sich in die Kurz-, Mittel- und die Langstrecke, in das Hürden- sowie in das Staffellaufen.
 

Leichtathletik im Fernsehen – die WM als Sporthighlight

In den Jahren mit ungerader Endzahl werden die Weltmeisterschaften von der IAAF veranstaltet. Sie sind eines der weltweiten Sporthighlights mit einer sehr großen Fernsehpräsenz. Die Diamond League ist eine Veranstaltungsserie von vierzehn Leichtathletik-Meetings. Alle Einzelergebnisse werden addiert; die Sieger der insgesamt zweiunddreißig Frauen- und Männerdisziplinen erhalten als Preis einen vierkarätigen Diamanten im Wert von knapp hunderttausend US-Dollar. Ergänzt werden diese Toppveranstaltungen durch eine Vielzahl von Wettbewerben, Meetings sowie Einladungsveranstaltungen. Zusätzlich zur sogenannten Freiluftsaison wird auch eine Hallensaison organisiert. Über all diese Veranstaltungen wird weltweit im Fernsehen sowie im Internet berichtet. Die Sportlerinnen und Sportler verdienen als Halb- oder Vollprofis, vergleichbar mit den Sportarten Golf und Tennis, ihren Lebensunterhalt mit der Leichtathletik.
 

Leichtathletik als Schulsportwettbewerb

Beim Bundeswettbewerb der Schulen „Jugend trainiert für Olympia“ ist die Leichtathletik eine der herausragenden Sportarten. In den Bundesländern ermitteln die Schulen für die jeweilige Wettkampfklasse ihre Landesmeister, die beim jährlichen Bundesfinale in Berlin startberechtigt sind. Dort entscheidet sich in einer Wochenveranstaltung, welche Schule mit ihren Leichtathleten in den einzelnen Disziplinen Bundessieger wird. Viele der heutigen Spitzenathleten haben in ihrer Schulzeit auf diesem Wege erste Erfolge erlaufen und ersprungen. Der weitere sportliche Weg führt dann im Sportverein in den Landeskader, weiter in den Bundeskader bis hin in die Auswahlmannschaft des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Das Besondere an der Leichtathletik ist die Messbarkeit jeder einzelnen Leistung. Besonders deutlich wird das im Mehrkampf, in dem die erreichte Punktzahl über Sieg und Platzierungen entscheidet. Leichtathletik gehört, heute mehr denn je, zu den ganz attraktiven Sportarten innerhalb des olympischen Wettkampfprogramms.

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