Darf ein bereits ausgewechselter Spieler wieder eingesetzt werden?

Im Profibereich: Nein. Bei den Amateuren gibt es in dieser Hinsicht seit einigen Jahren Ausnahmen. Kreisintern dürfen Mannschaften Spieler ein- und wieder auswechseln.

Im Profifußball gibt es eine derartige Regelung nicht. Vereine spielen mit elf Spielern und dürfen drei Mal wechseln. Da will es wohl überlegt sein, wann und welche Auswechselung die Trainer vornehmen.

Gerade bei großen, internationalen Turnieren wurde bereits des Öfteren spekuliert, ob nicht eine weitere Auswechselung erlaubt sein sollte, wenn es beispielsweise in die Verlängerung geht. Doch entschieden wurde in dieser Hinsicht noch nichts.
Ganz anders sieht es bei den unteren Amateurspielen aus. Kreisintern gibt es seit einigen Jahren eine neue Änderung, was die Spielerwechsel während eines Spiels betreffen. Bei Spielen auf Kreisebene dürfen Spieler, die ausgewechselt wurden, auch wieder eingewechselt werden. Diese Regel hat zwei Hintergründe: Zum einen können Trainer auf Spieler reagieren, die vielleicht gerade disziplinarisch aufgefallen sind. Anstatt den Akteur auszuwechseln und auf der Bank schmoren zu lassen, kann man ihnen mit einer Auswechslung quasi eine „Denkpause“, geben, sie kurz durchschnaufen und zu den Trinkflaschen greifen lassen oder abreagieren und abkühlen lassen, um sie später wieder zu bringen. Dadurch geht weniger an Qualität verloren in spielerischer Hinsicht, denn der Spieler verhindert eventuell einen Platzverweis und kann sich sportlich danach wieder einbringen.

Andererseits wissen die Verbände, dass viele Vereine auch personell oft am Stock gehen. Um dieses Manko zu beheben, wurde die Auswechsel-Regel geändert. Spieler können ein- und wieder ausgewechselt werden, um das Niveau auf eine gewisse Art zu halten. Nicht so gut trainierte Akteure können dadurch Verschnaufpausen einlegen, um später wieder eingreifen zu können.

Die Vereine im Amateurbereich im Fußball haben das gerne angenommen und nutzen diese Möglichkeiten der Wechsel während Spielen gerne.  Dort ist man teilweise froh über jeden Auswechselspieler, den man wieder zurück auf das Spielfeld bringen und somit die Mannschaft wieder verstärken kann.

Im Profibereich wäre eine solche Maßnahme eher undenkbar. Mit drei Auswechselspielern wird gegen Ende eines Spiels schon des Öfteren Zeit geschunden. Was würde dann passieren, wenn die Trainer ausgewechselte Spieler wieder reinbringen dürften? Es würde zu einem Zeitspiel-Festival kommen, das in der Presse und bei Regelkritikern ein böses Echo im Bezug auf Auswechslungen auslösen würde. Bei den Amateuren schreiten die Schiedsrichter ein, wenn es mit der Wechselei übertrieben wird. Doch auf der großen Fußballbühne würde das in diesem Spiel nicht so einfach funktionieren. Es würde den Profifußball auch nicht gerecht werden und durcheinander bringen.

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