Passübungen fürs Handballtraining? (Training, Aufwärmen, Technik)

Anfangs muss die Frage gestellt werden: Um was geht es beim Handballtraining eigentlich hauptsächlich beim Passen, beziehungsweise beim Zuwerfen der Bälle, in einem Handball-Spiel? Wichtig sind die Genauigkeit der Zuspiele, die Geschwindigkeit sowie Art und Weise des Passspiels, also ob der Ball beim Abspiel direkt geworfen wird oder zwischenzeitlich ein oder gar zwei Mal auf dem Boden aufprallt und damit als Aufsetzer gespielt wird. Dabei muss beachtet werden, dass die Spieler unterschiedliche technische Fertigkeiten und Talente haben, die sich eben nicht auf einem gleichen Niveau befinden. Darauf muss jeder Trainer achten, egal ob in der Jugend oder bei den Senioren, und je nach Position in Abwehr oder Angriff. Dies bedeutet, dass manche Spieler die Übungen für das Passspiel - auf die Häufigkeit der jeweiligen Trainingseinheiten bezogen - öfter üben müssen.

Vor Beginn der Übungen müssen die Schulter-, Arm- und Handmuskulatur ebenso aufgewärmt werden wie die Beinmuskulatur. Dies wird am schnellstens und effektivsten dadurch praktiziert, indem im normalen Lauftempo die Halle in beide Richtungen durchlaufen wird. Dabei werden die Arme ab dem Schultergelenk abwechselnd kreiselnd bewegt: und zwar einmal pro Laufbahn (gemeint ist damit die Länge eines normalen Handballspielfeldes) vorwärts und einmal pro Laufbahn rückwärts. Das gleiche Aufwärmprogramm ist für die Handgelenke vorzusehen. Beide Aufwärm-Einheiten sollten jeweils rund 5 oder acht Minuten dauern und intensiv durchgeführt werden. Das Aufwärmen sollte circa 20 Minuten nicht überschreiten, aber mindestens 10 Minuten dauern. Das Aufwärmen dient vor allem dazu, die Muskulatur vor Zerrungen zu schützen und die Gelenke auf die mechanische Beanspruchung des Pass-Spiels vorzubereiten.
Nach dem Aufwärm-Programm beginnt dann das eigentliche Pass-Spiel-Training. Die Übungsleiter müssen dabei auf eine korrekte Technik bei den Spielern achten. Es sind verschiedene Stationen möglich, die unterschiedliche Spielsituationen simulieren sollen.
So passt ein Spieler diagonal über das Spielfeld zu einem Mitspieler, der jedoch eine feste Position einnimmt. Zudem wird bei einer weiteren Einheit nur ein sogenannter gerader Pass gespielt. Das heißt, die beiden Spieler stehen sich statisch gegenüber und versuchen abwechselnd, auf die Wurfhand des Gegenübers zu werfen.
Als nächstes sollte das Zupassen per Aufsetzer trainiert werden, der Ball darf dabei nur einmal den Boden berühren. Dies kann in der Form trainiert werden, dass der Ball gerade auf die jeweilige Wurfhand des gegenüber postierten Mitspielers geworfen wird. Ebenso sollte versucht werden, den Ball mit einem Aufsetzer diagonal in den Lauf des Mitspielers zu passen.
Um die Koordination sowie die Technik zu verbessern, sollte bei einer weiteren Übung einmal mit dem rechten und abwechselnd einmal mit dem linken Arm gepasst werden. Abschließend sollten dann der Schwierigkeitsgrad erhöht werden. Dies geschieht, indem drei Bälle zwischen zwei Spielern ständig hin- und hergeworfen werden. Schwierigkeit dabei ist klar: Die Bälle müssen mit beiden Händen gefangen werden, allerdings wieder einhändig zugeworfen werden. Dies geht aber nur, wenn die Bälle ständig in einem richtigen Rhythmus zum jeweiligen Übungspartner geworfen werden.

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