Seit wann und warum gibt es Trikotnamen?

Die Zeit, dass eine Fußballmannschaft in Trikots von Nummer 1 bis 11 aufgelaufen ist, die ist schon lange vorbei. Damals kamen die Trikotsets ins den Trikotkoffer, wurden nach den Spielen gewaschen und vor dem nächsten Spiel neu verteilt. Das hat sich alles geändert: Durch die Namen mit den festen Rückennummern auf den Trikots ist die Identifikation der Fans im Fußball mit ihren Vereinen und dadurch auch ganz bestimmten Spielern noch viel intensiver geworden.

1990 wurde Deutschland in Italien noch ohne Namen auf den Trikots Weltmeister. 1992 war es dann bei der Europameisterschaft in Schweden soweit. Erstmals lief die deutsche Nationalmannschaft mit Namen auf dem Rücken auf. Die Fifa war somit ein Vorreiter für die deutsche Liga.

In der Bundesliga dauerte es nämlich noch ein Weile, bis sich der Trend durchsetzte. In der Saison 1993/1994 wurden in der Bundesliga erstmals Nummern fest vergeben. Danach verbreitete sich die Vergabe fester Rückennummern auf den Trikots rasant. Inzwischen ist die Vergabe der festen Rückennummern und der Aufdruck des Namens auf dem Trikot sogar fest in der Spielordnung verankert und somit eine feste Regel im deutschen Fußball. Während der Saison ist ein Tausch oder Wechsel der Rückennummer nicht möglich.  Ein geschickter Schachzug des DFB und ein Meilenstein für das Spiel Fußball. Andere Sportarten wie der Handball zogen bald nach.

Diese Maßnahme ist auch marketingtechnisch voll aufgegangen. Seitdem ist der Trikotverkauf förmlich in die Höhe geschossen. Kinder und Fans können sich somit das Trikot ihres Lieblingsspielers kaufen und dadurch ihre Verbundenheit noch deutlicher ausdrücken. Die Identifikation ist gestiegen und somit auch die Absatzzahlen der Vereine.

Was in England schon lange Mode ist, wird auch in Deutschland immer mehr zum Renner unter den Fußballfans.  Gerade die großen Vereine wie Bayern München oder Borussia Dortmund profitieren heutzutage immens davon. Die Trikots ihrer Nationalspieler sind mit die begehrtesten in der ganzen Liga. Jeder Fan brüstet sich mit einem Trikot seines Lieblings. Als es mit den Namen auf den Trikots begann, war auch der ehemalige Nationaltorwart Jens Lehmann ganz vorne bei den Trikotverkäufen dabei.

 

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