Sollte ich trainieren, wenn ich Muskelkater habe?

Wer Muskelaufbau oder Ausdauersport betreibt, kennt das Gefühl schmerzender Arme und Beine nur zu gut. Muskelkater gehört zum Sport und bedeutet nicht zwingend eine Trainingspause. Allerdings sollte man es langsamer angehen lassen.

Fitness trotz Schmerzen – geht das?

Werden die Muskelpartien während einer Trainingseinheit übermäßig belastet, kommt es zu Muskelkater. Es ist also prinzipiell etwas Positives, wenn man nach dem Workout das typische Ziehen verspürt. Ob es sinnvoll ist, direkt weiter zu trainieren, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen spielt es eine Rolle, wie stark die Schmerzen sind und wo sie auftreten. Beschränken sie sich etwa auf die Beine, können die Muskelpartien in den Armen natürlich weiterhin trainiert werden. Die schmerzenden Partien sollten dagegen ein bis zwei Tage geschont werden, da es sonst zu einer erneuten Schädigung kommt, was zum einen die Regeneration verzögert und zum anderen das Verletzungsrisiko erhöht. Schließlich ist der jeweilige Muskel geschwächt und benötigt etwas Zeit zur Erholung.
Wenn der Muskel schmerzt, muss das Training nicht komplett ausfallen. Wer es sanft angehen lässt, kann die betroffene Region leicht belasten und fördert damit schon die Regeneration. Gemeint sind etwa langsame Ausdauerläufe oder Ergometer-Training. Auch Schwimmen schont die Muskelgruppen und hilft bei der Regeneration. In gewissem Maße ist es also sogar sinnvoll, auch nach intensiven Belastungen weiter zu trainieren. Man sollte allerdings vorher testen, ob die Bewegungsabläufe reibungslos funktionieren.

Bewegungsabläufe testen hilft

In manchen Fällen ist es sinnvoll, mit ziehenden Armen oder Beinen zu trainieren, in anderen Fällen ist das Risiko für Verletzungen zu groß. Deshalb empfiehlt es sich, die Bewegungsabläufe zu testen, bevor man loslegt. Kommt es hier bereits zu Schmerzen oder bemerkt man, dass die Übungen nicht ordnungsgemäß und sauber ausgeführt werden können, sollte man noch einen Tag Pause einlegen, um Fit zu bleiben. Mit etwas Erfahrung lässt sich auch abschätzen, wie weit man schon gehen kann. Als Anfänger ist es dagegen schwierig, die kleinen Warnsignale des Körpers wahrzunehmen. Aus diesem Grund ist es auch anzuraten, mit einem Trainingspartner zu arbeiten und auf dessen Rat zu vertrauen.

Ziehende Muskeln vermeiden und Fit bleiben

Wie erwähnt können ziehende Muskelpartien etwas Gutes sein. Im Normalfall bedeuten sie jedoch, dass man seinem Körper in Sachen Fitness etwas zu viel zugemutet hat. Steigert man das Gewicht beim Muskelaufbau zu schnell, riskiert man nicht nur Verletzungen der Muskeln, sondern auch Schädigungen der Bänder und Gelenke. Diese benötigen ebenfalls ihre Zeit, um sich auf steigende Belastungen einzustellen. Deshalb empfiehlt es sich, Muskelschmerzen direkt von vornherein zu vermeiden, um keine Kompromisse eingehen zu müssen. Am besten funktioniert das mit einem langfristig aufgebauten Trainingsplan und einer langsamen Steigerung der Belastung.
Auch Dehnen soll helfen, Muskelkater vorzubeugen. Wissenschaftlich gesehen ist das bislang allerdings nicht bewiesen. Ganz im Gegenteil: Wer sich nach dem Sport zu ausgiebig dehnt, verstärkt das Risiko eines Muskelkaters. Anders sieht es mit Massagen aus. Wer sich regelmäßig die Muskeln lockern lässt, kann Problemen vorbeugen und tut seinem Körper etwas Gutes. Das liegt daran, dass eine Massage die Durchblutung fördert und somit auch den Heilungsprozess der verletzten Muskelfasern.
Abschließend kann man also sagen, dass trotz eines Muskelkaters trainiert werden kann. Allerdings sollte man nach Möglichkeit andere Muskelpartien belasten und das Training nicht direkt mit voller Intensität starten.

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