Wann sind die Wechselfristen im Amateurfußball?

Die Wechselfristen im Amateurfußball sind klar festgelegt. Hierbei wird zwischen Wechselperiode 1 und Wechselperiode 2 unterschieden – also zwischen den Wechselphasen im Sommer und im Winter.

Nach einer Saison – also im Sommer-Transferfenster – müssen sich die Spieler bis zum 30 Juni abgemeldet haben. Vertragsspieler müssen sich bis zum 31. August abgemeldet haben. Der Eingang der vollständigen Unterlagen beim Verband muss bis zum 31. August erfolgt sein. Dies gilt auch für nachträgliche Freigaben und Verträge.
Abmeldungen können per Postkarte oder per Brief getätigt werden. Wichtig ist diese „per Einschreiben“ abzuwickeln, um einen beleg in der Hand zu haben. Die Abmeldung wird vom Verein auf dem Spielerpass bestätigt – inklusive Angabe des letzten Pflichtspiels für den Verein.

Nach Erhalt der Abmeldung des Spielers muss der Verein innerhalb von 14 Tagen den Pass an den Spieler, den neuen Verein oder die Passstelle schicken – ebenfalls per Einschreiben. Das besagt die Spielordnung.

Der Nachweis des neuen Vereins über die Freigabe muss dann ebenfalls bis 31. August beim Verband eingehen. Entweder wird eine schriftliche Freigabe des abgebenden Clubs oder eine Bestätigung der der finanziellen Entschädigung eingereicht. Diese sollten wenn möglich per Fax an die Passstelle und dann als Original per Brief an die gleiche Stelle.
Im Sommer, der Wechselperiode 1, sind die Ablösen für Spieler je nach Klassenzugehörigkeit der neuen und ehemaligen Clubs festgelegt. Natürlich können die Vereine auch eine finanzielle Einigung erzielen, doch sollte es nicht dazu kommen, können Vereine auf Gewisse Summen bestehen. Sollte keine Einigung erzielt werden und der neue Club den vorgegebenen Betrag nicht bezahlen, wird der Spieler gesperrt. Ist der Spieler „freigeholt“ kann das Fußballtraining im neuen Club beginnen.

Es gibt auch eine Ausnahme: Ein Spieler kann sofort und ablösefrei für einen neuen Verein spielen, wenn er über sechs Monate kein Pflichtspiel mehr für ein anderes Team absolviert hat.

Kommen wir zur Wechselperiode 2:
Diese findet zwischen dem 1. Und 31. Januar statt. In diesem Zeitraum müssen sich Spieler ab- und wieder anmelden. Anders als in der Wechselphase 1 gelten hierbei jedoch keine festen Ablösesummen. Die Transferentschädigungen sind also „frei verhandelbar“. Sollte keine Einigung erfolgen, wird der betreffende Spieler gesperrt. Die Abmeldung muss erneut per Einschreiben erfolgen. In allen wichtigen Briefwechseln sollte darauf geachtet werden, um die Existenz des Schriftverkehrs belegen zu können.
Ein wichtiger Hinweis zum Abschluss: Kündigt ein Spieler die Mitgliedschaft im Verein, so endet automatisch auch seine Spielberechtigung. Der Pass ist innerhalb von 14 Tagen an die Passstelle zu schicken. Sollte das nicht der sein, darf der Spieler ablösefrei wechseln.

Das gilt natürlich nicht nur für Senioren, sondern auch Junioren oder Juniorinnen. Im Fußball gibt es klare Regeln für einen Vereinswechsel. Das ist vom DFB bewusst so gesteuert.

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