Warum sollte man Koordinationsspiele ins Basketballtraining einbauen?

Im Basketball, wie in jeder anderen Sportart, sind koordinative Fähigkeiten enorm wichtig. Sie gehören neben Kraft, Ausdauer und Technik zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren. Dabei geht es nicht nur darum, wie gut ein Spieler sich über das Spielfeld bewegen kann. Zur Koordination beim Basketball zählen auch Sicherheit im Umgang mit dem Ball und bei typischen Bewegungsabläufen, Reaktionsschnelligkeit im Spiel – und das Bewegen im Bezug auf gegnerische Spieler und eigene Teamkameraden. Schulen lässt sich dieses Koordinationsvermögen durch spezielle Übungen und Bewegungsspiele im Training.

Koordinative Fähigkeiten von Basketballspielern

Basketballer müssen verschiedene Fähigkeiten haben, die alle mit dem Faktor Koordination zusammenhängen und durch gezieltes Koordinationstraining verbessert werden können. Dies umfasst beispielsweise die Fähigkeit zur räumlichen Orientierung, eine gewisse Rhythmusfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Gleichgewichtsfähigkeit und die Fähigkeit zum präzisen Umsetzen spezifischer Bewegungsabläufe. Durch diese Fähigkeiten wird der Spieler unter anderem in die Lage versetzt, verschiedene Bewegungsarten sicher durchzuführen, er ermüdet nicht so schnell, weil seine Bewegungen sehr ökonomisch sind, er hat durch zeitlich genauen Einsatz eine hohe Schnellkraft – und kann schnell zwischen verschiedenen Techniken wechseln, um den Gegner auszuspielen. Außerdem kann er auch komplexe Spielsituationen gut überschauen und mit der für die eigene Mannschaft sinnvollsten Taktik reagieren. All dies sind Fähigkeiten, die sich aus einem guten Koordinationsvermögen begründen – und deshalb gehört das Training der Koordination in jede Basketball-Trainingseinheit.

Ansätze für das Koordinationstraining im Basketball

Motorik und Balance lassen sich durch verschiedene Trainingsmethoden fördern. Dazu gehören neben neutralen Bewegungs- und Balanceübungen auch basketballspezifische Übungsabläufe und Bewegungssspiele. Vor allem letztere erfreuen sich großer Beliebtheit, weil sich dabei spielerisch die Koordination verbessern lässt. Koordinationsübungen und Koordinationsspiele lassen sich am besten am Anfang eines Trainings einbinden, denn dann sind die Spieler ausgeruht und ihre Konzentrationsfähigkeit für spezielle Bewegungsabläufe ist am höchsten. Viele Trainer setzen Koordinationsspiele auch als Aufwärmspiele vor dem eigentlichen Training ein. Dafür empfiehlt sich beispielsweise das Spiel „Dribbelfänger“, bei dem ca. ein Drittel der Spieler dribbelnd durch die Halle läuft. Alle anderen Spieler haben keinen Ball und müssen vor den dribbelnden Teamkameraden, den Fängern, weglaufen. Gelingt es einem der Fänger, einen Spieler ohne Ball mit der Hand abzuschlagen, so erhält dieser ebenfalls einen Ball und ist nun ebenfalls ein Fänger. Ende des Spieles ist, wenn nur zwei ballfreie Spieler übrig geblieben sind, die sich allen „Attacken“ der Fänger entziehen konnten und als Sieger gelten. Durch dieses Spiel werden neben der Fähigkeit zum sicheren Ball-Handling auch Motorik und Reaktionsschnelligkeit gefördert – sowie das räumliche Orientierungsvermögen der Spieler.

Auch sportartfremde Bewegungsspiele wie Völkerball oder Fußballtennis eignen sich als Koordinationsspiele für das Basketballtraining. Sehr unterhaltsam ist auch eine Spielvariante, bei der sich fünf Spieler in einer Reihe aufstellen, während in ihrem Rücken ein sechster Spieler mit dem Ball steht. Er prellt den Ball kraftvoll auf den Boden und ruft im selben Moment den Namen eines der fünf Spieler. Dieser muss sich umdrehen und den Ball fangen, bevor er ein zweites Mal auf den Boden aufkommt.

Klassisches Koordinationstraining für Basketballspieler

Doch nicht nur Bewegungsspiele helfen, die Koordination im Basketball zu verbessern. Auch klassische Übungen können ein wichtiger Teil des Trainings in dieser Sportart sein. Dazu gehören beispielsweise die Kombination verschiedener Sprung- oder Schrittfolgen mittels einer Koordinationsleiter oder einfach auf eine Verbesserung der Balance und Motorik ausgerichtete Übungen wie einbeiniges Stehen, Kniebeugen oder gegenläufiges Armkreisen. Auf einem Bein stehend, kann zum Beispiel das andere Bein mit den Armen an den Oberkörper gezogen werden, Armkreisen vollführt werden oder ein (kleiner) Ball von der linken in die rechte Hand geworfen werden – und umgekehrt. Eine Koordinationsleiter ist im Grunde ein kurzer Parcours, der durch vorgegebene Bewegungen springend oder laufend absolviert werden muss.

Zur Schulung der Balance dienen auch Zirkelübungen, bei denen die Spieler über verschiedene im Kreis aufgestellte Sportgeräte balancieren beziehungsweise vorgegebene Übungen ausführen müssen. Dazu können beispielsweise Bänke, Kästen, Matten oder einfache Markierungen auf dem Boden genutzt werden, auf denen entlanggegangen, gesprungen, eine Rolle geschlagen oder Drehsprünge vollführt werden müssen. Für Fortgeschrittene können im Training auch Slacklines gespannt werden, auf denen in wenigen Zentimetern Höhe balanciert wird.

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