Was bringt Koordinationstraining?

Koordinationstraining ist ein wichtiger Bestandteil des Trainings in vielen Sportarten. Denn die Schulung und stetige Verbesserung der Koordination spielt im Sport generell eine wichtige Rolle – egal, ob in Mannschaftssportarten wie Fußball, Handball oder Volleyball oder in Einzelsportarten wie Tennis oder Radfahren. Im Mannschaftssport kommt allerdings zum sicher koordinierten Umgang mit dem Sportgerät – zumeist einem Ball, gegebenenfalls noch Schläger – noch das sichere Bewegen auf dem Spielfeld und zwischen mehreren anderen Spielern hinzu. Um beispielsweise im Fußball nicht durch ständige unkoordinierte Zusammenstöße Verletzungen zu provozieren, muss ein Spieler ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und gute Balance und Körpergefühl besitzen. All dies lässt sich mit gezieltem Koordinationstraining schulen. Viele Vereine setzen im Training deshalb spezielle Übungen für die Verbesserung der Koordination sowie Koordinationsspiele ein, die auf spielerische Weise helfen, das Koordinationsvermögen zu trainieren.

Koordinationstraining mit Hilfsmitteln

Für viele Koordinationsspiele werden kaum Hilfsmittel benötigt. Gerade in Ballsportarten ist es sinnvoll, den Ball einzusetzen und Übungen mit diesem Sportgerät durchzuführen. Im Training für Fußballer sollten also bevorzugt Fußbälle, bei Handballern eher Handbälle genutzt werden, so dass das Koordinationstraining auch dazu beiträgt, den Umgang mit dem wichtigsten Spiel-Utensil zu verbessern.

Bei Koordinationsübungen ohne spielerischen Charakter allerdings sind andere Hilfsmittel gefragt. Besonders beliebt dabei ist zum Beispiel der Einsatz einer Koordinationsleiter. Das ist eine in der Regel aus fünf durch Querbalken getrennten Segmenten bestehende Leiter, die auf den Boden oder auf kleinere Hindernisse wie Bänke gelegt wird. Durch Laufen oder Springen über die Koordinationsleiter kann sehr gut die Motorik der Spieler geschult werden. Als Übungen mit der Leiter empfehlen sich folgende Ansätze:

- Vorwärtssprünge mit beiden Beinen
- Rückwärtssprünge mit beiden Beinen
- Vorwärtssprünge auf einem Bein
- Hockstrecksprünge
- Wechselsprünge mit gespreizten und geschlossenen Beinen
- Kniehebelauf über die Koordinationsleiter
- Durchlaufen mit Anfersen
- Überkreuzlauf inner- und außerhalb der Koordinationsleiter an einer Längsseite der Leiter

Erfolge des Koordinationstrainings

Wenn Koordinationsübungen und Koordinationsspiele im Rahmen des Trainings regelmäßig und richtig eingesetzt werden, hat das mehrere positive Auswirkungen. Zum einen wird die Sicherheit der Sportler im Umgang mit ihren Sportgeräten verbessert. Zum anderen werden typische Bewegungsabläufe gefestigt und sind im Wettkampf sicherer abrufbar. Das heißt, dass beispielsweise im Fußball die Spieler nicht nur sicherer im Umgang mit dem Ball werden, sondern auch ruhiger auf hektische Situationen reagieren – einfach, weil sie die entsprechenden Bewegungsabläufe zigmal trainiert haben und praktisch im Schlaf abrufen können. Darüber hinaus ist es gerade in Mannschaftssportarten wichtig, durch Koordinationstraining die eigene Körperwahrnehmung zu optimieren. Denn das ständige Wechseln von Positionen, das Reagieren auf die Bewegungen eigener Teamspieler und gegnerischer Spieler und das sichere Verorten der eigenen Position auf dem Spielfeld sind entscheidende Faktoren für Erfolge bei Teamspielen. Bei Sportarten wie Volleyball, bei denen sich sämtliche Spieler einer Mannschaft in einem Feld befinden, ist es darüber hinaus wichtig, die Koordination der Einzelnen auch deshalb zu trainieren, damit im Spiel keine Zusammenstöße passieren.

Aus all diesen Gründen ist gezieltes Koordinationstraining nicht nur sinnvoll, sondern ein echtes Muss für Sportler aller Sportarten. Damit dies im Training auf Dauer nicht langweilig wird, sollte bei den Übungen für möglichst viel Abwechslung gesorgt werden.

Koordinationsspiele und -übungen

Neben dem Training mit der Koordinationsleiter ist auch das Balltraining durch Zuspiel auf einen oder mehrere Partner eine gute Art, die eigene Koordination zu verbessern. Der Ball kann dafür sowohl am Boden gerollt, auf Brusthöhe zugeworfen oder in einem hohen Bogen gezielt zugespielt werden. Eine besondere Herausforderung für die Spieler ist es, wenn bei zwei oder mehreren Beteiligten mehrere Bälle gleichzeitig eingesetzt werden. So muss jeder Spieler nicht nur auf sauberes Abspiel achten, sondern gleichzeitig auch andere Bälle im Blick behalten, die ihm im selben Moment zugespielt werden.

Apropos Spiel: Als besonders effektiv haben sich auch Koordinationsspiele erwiesen, bei denen der Trainingserfolg vor allem auf Spaß und spielerischem Konkurrenzdenken begründet ist. Als gutes Bewegungsspiel für eine Optimierung des Koordinationsvermögens ist beispielsweise Völkerball sehr beliebt. Das Abwurf-Spiel, bei dem die Mannschaft im gegnerischen Feld durch Abwerfen mit dem Ball „dezimiert“ werden muss, kann sowohl in der Halle wie auch draußen durchgeführt werden – und schult nicht nur den Umgang mit dem Ball, sondern auch das Koordinationsvermögen im Bezug auf ein bestimmtes Spielfeld und andere Spieler.

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