Was bringt Kühlgel für Sportler?

Kühlgels werden oft auch als Sportlersalben bezeichnet. Denn ihr Haupteinsatzgebiet liegt in der Behandlung typischer Sportverletzungen wie Zerrungen, Verstauchungen oder starken Prellungen. Dabei können sie sowohl direkt nach Auftreten der Verletzung wie auch in der langfristigen Therapie genutzt werden. Ihre Kühlwirkung basiert zumeist auf natürlichen Inhaltsstoffen und ätherischen Ölen wie Minzöl oder Menthol, die einen spürbaren Kühleffekt auf der Haut haben. Auch Glycerin, Panthenol und Ethanol sind als Wirkstoffe in den Gels sehr verbreitet. Besonders wirkungsvoll sind die Kühlgels, wenn sie im Kühlschrank gelagert werden.

Ein solches Gel zum Auftragen auf die Haut ist in Apotheken und Drogerien frei verkäuflich zu haben. Es sorgt dafür, dass Schwellungen schneller zurück gehen, Schmerzen gelindert werden und der Heilungsprozess bei Prellungen, Zerrungen und ähnlichen Traumata beschleunigt wird.

Verschiedene Arten von Kühlgel

Für Sportler gibt es unterschiedliche Arten kühlender Gels, die alle ihre Berechtigung haben. Neben Gel oder Salben zum Auftragen auf die Haut sind vor allem Gelpacks sehr verbreitet. Diese bestehen aus einem Gel, das in der Regel in einer flexiblen, transparenten Kunststoffhülle verpackt ist, und werden im Kühlschrank oder Gefrierschrank gelagert. Sie speichern die Kälte aus dem Kühlschrank und werden bei Prellungen, Zerrungen und ähnlichen Verletzungen im Rahmen der Erstbehandlung oder längerfristigen Therapie aufgelegt. Ihre Wirkungsdauer liegt bei ca. 30 Minuten bis eine Stunde, dann haben sie sich der Raumtemperatur angepasst und müssen erneut in den Kühlschrank. Deshalb ist es sinnvoll, mehrere Gelpacks vorrätig zu haben, um im Notfall wechseln zu können.

Ein Kühlgel zum Auftragen hingegen ist nicht unbedingt auf den Kühlschrank angewiesen. Viele Sportler haben die in Tuben oder Dosen verpackten Gels routinemäßig in ihrer Ausrüstung dabei, um Hämatome und ähnliche typische Sportverletzungen sofort kühl halten zu können.

Einsatzbereiche für Kühlgel

Neben Sportverletzungen, bei denen ein kühlendes Gel die Beschwerden lindern kann, sind die Kühlgels auch zur Behandlung von Sonnenbrand oder stark juckenden Insektenstichen geeignet. Denn durch den kühlenden Effekt wird auch Juckreiz gemindert und die Schmerzen durch Verbrennungen gelindert.

Sportler nutzen ein solches Gel auch häufig im Rahmen einer Massage. Durch die massierenden Bewegungen werden die Wirkstoffe der Sportlersalben tief in die Haut eingebracht. Die Hautoberfläche fühlt sich dadurch dann leicht kühl an. Das hat kurzfristig einen erfrischenden Effekt und sorgt dafür, dass die Wirkstoffe in den tieferen Hautschichten besonders lange einwirken können. Vor allem bei Schmerzen in Muskeln und Gelenken ist die Massage mit einem Kühlgel empfehlenswert, um die Beschwerden zu lindern. Viele Sportler nutzen derartige Gels über mehrere Tage – bei chronischen Beschwerden sogar über Wochen hinweg, um die Muskulatur zu entspannen und Schmerzen abzumildern. Auch für die Regeneration nach starken sportlichen Beanspruchungen wird Kühlgel häufig eingesetzt – in diesem Zusammenhang wirkt es ebenfalls am besten, wenn es durch eine Massage ins Gewebe einmassiert wird.

Alternative Kühlmittel für Sportverletzungen

Während die Kühlgels vor allem in der langfristigen Behandlung von Zerrungen und Co. zum Einsatz kommen, sind andere Kühlmittel nur für die Akutversorgung einer Prellung oder Verstauchung geeignet. Das betrifft zum Beispiel Eisspray, das nur direkt nach Auftreten der Verletzung sinnvoll ist. Es wird dann auf die betroffene Stelle aufgesprüht und sorgt dafür, dass Schwellungen und Entzündungen sich nicht sehr weit ausbreiten können. Kältespray hat auch eine schmerzlindernde Wirkung, weil es die Nervenleitgeschwindigkeit herabgesetzt. Es kühlt die verletzte Region deutlich weiter herunter, als ein Gel dies vermag: Kältespray kann Temperaturen bis zu -55 Grad Celsius erreichen.

Wer kein Eisspray zur Hand hat, kann Sportverletzungen in der Akutphase auch mit sogenannten Instant-Kältepacks kühlen. Deren Kühleffekt beruht auf einer chemischen Reaktion, die durch das Zusammendrücken des Eispacks ausgelöst wird. Dadurch wird eine enthaltene Flüssigkeit mit einer Trockensubstanz vermischt, bei der Reaktion entsteht die Kälte. Diese Packs können sich in ihrer Abkühlungswirkung bei Verletzungen mit dem Effekt von Kältespray messen, sind jedoch nur einmalig verwendbar und müssen danach entsorgt werden. Empfehlenswert ist es, in der Sporttasche sowohl ein Akutmittel – also Eisspray oder Instant-Eispack – dabei zu haben, als auch ein Sportgel, um eine verletzte Stelle länger kühl halten zu können.

Sportler, die gar kein spezielles Kühlmittel zur Hand haben, können auch kaltes Wasser aus dem Hahn zum Kühlen von Zerrungen, Prellungen oder Verstauchungen verwenden.

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