Was ist eine Bananenflanke?

Eine Bananenflanke ist zunächst einmal eine ganz normale Flanke von der Außenposition. Doch ganz so normal ist sie dann doch nicht, was alleine schon der Name verdeutlicht.

Als Bananenflanke wird eine Hereingabe in den Strafraum bezeichnet, die stark gekrümmt und somit nur schwer berechenbar vor das Tor geschlagen wird. Der Ball wird mit reichlich Effet geflankt.  Physikalisch ist das kaum richtig zu umschreiben, denn es treffen dabei mehrere verschiedene Wirkungen aufeinander.

Mit dem Innenspann wird die Flanke zur Bananenflanke. Der Fuß „wischt“ quasi über den Ball, um ihm das nötige Effet zu verleihen. Der Fußball erfährt dadurch die gewünschte Rotation, wodurch sich auch die krumme – wie eine Banane aussehende – Flugbahn erklären lässt. Das ist keine Frage von Talent oder einer sonstigen fußballerischen Gabe. Vielmehr ist auch dieser technische Aspekt des Fußballs eine reine Übungssache. Wer also fleißig die Bananenflanke übt, der wird sie früher oder später mit weitere Übung und Einzeltraining verinnerlichen und auch im Spiel umsetzen können. Die Bananenflanke kann aus dem vollen Lauf, aber auch als Ecke oder Freistoß geschossen werden.

Bei der Bananenflanke wird der Ball etwa mit dem Großzehenknochen getroffen. Der Fuß schwingt nach und führt den Ball dadurch in die gewollte Flugbahn und in die Rotation. In der Flanke dreht sich der Ball durch das Effet weiter und nimmt die gekrümmte Linie ein.

Bananenflanken sind heute eher selten. Flanken werden heute in der Regel sehr druckvoll und zielgerichtet in die Strafräume der deutschen Fußballstadien geschlagen. Bei einer bananenförmigen Hereingabe dreht sich der Ball mit etwa 100 km/h knapp achtmal pro Sekunde. Turbulenz spielt bei der Krümmung eine zusätzliche Rolle.

Bekannt wurde die Bananenflanke erstmals in Brasilien, als ein Spieler namens Didi damit begeisterte. In Europa konnte man das 1958 bei der WM in Schweden bewundern. Der Name, der in Deutschland für die Bananenflanken steht, ist Manfred Kaltz. Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre verblüffte Außenverteidiger Kaltz mit gekonnten und zuvor nie gesehenen Hereingaben. Kaltz spielte einst beim Hamburger SV und trug auch mit seinen kuriosen Flanken zum Erfolg des Vereins bei. Mit Horst Hrubesch hatte er aber auch einen Abnehmer, der die Flanken in Regelmäßigkeit einnickte. Hrubesch beschrieb seinen Torerfolg einst treffen mit den Worten: Manni Banane, ich Kopf, Tor.

Es war ein erfolgreiches Duo, das eine Erfolgsstory wurde. Die Flanken und die daraus resultierenden Tore hatten einen Effekt, mit dem damals niemand so recht gerechnet hat.

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