Was kann man mit einem Balance Board trainieren?

Das Balance Board ist grundsätzlich ein recht vielseitiges Sportgerät, das sowohl für therapeutische Zwecke als auch in der Fitness und zum gezielten Training für bestimmte Sportarten eingesetzt werden kann. Die Nutzung des Bretts hängt von den Trainingszielen ab, aber auch von der Ausführung - es gibt ganz unterschiedliche Versionen, die jeweils spezifische Übungen nahelegen.

Für Anfänger, im Bereich Freizeit, Spaß und Fitness

Die einfachste Ausführung des Balance Board ist ein rundes Brett mit Riffelung für einen festen Stand auf der Oberseite und einer mehr oder weniger großen Halbkugel auf der Unterseite. Wer sich mit dem Balancebrett fit halten will, stellt sich das Gerät am besten ins Wohnzimmer und lümmelt abends während des abendlichen Fernsehrituals nicht im Sessel, sondern kippelt auf dem Board herum. Irgendwann hat man den Dreh heraus und ist im Gleichgewicht - das Brett berührt rundherum nicht mehr den Boden, sondern befindet sich in der Horizontalen.Wer das kann, geht einen Schritt weiter: In die Knie gehen ist gar nicht so einfach, wenn man nicht auf dem Po landen will. Sanftes Kreisen des Brettes mit und gegen den Uhrzeigersinn, rotierende Armbewegungen oder Hanteltraining bei gleichzeitigem Balancieren können weitere Übungen sein. Detaillierte Anleitungen für die Übung mit dem Balancebrett finden sich im Internet, und jeder Hersteller packt dem Brett auch eine paar Anregungen bei.

Therapie: Gleichgewicht, Muskelaufbau, Rehabilitation.

Das oben beschriebene Balance Board in seiner sehr einfachen Ausführung findet man auch in der Ergotherapie, in der Krankengymnastik und in Rehabilitationszentren. Unter fachärztlicher Anleitung ausgeführte Übungen mit dem Brett können nach Unfällen und Krankheit ganz gezielt den Gleichgewichtssinn trainieren, Muskulatur in Beinen, Füßen und Rumpf aufbauen, gezielt das Knie oder andere Körperteile trainieren. Das Training mit dem Balancebrett ist nicht auf den Bereich von Beinen und Rumpf beschränkt, fähige Therapeuten wissen durchaus auch die ein oder andere Übung für Arme, Rücken oder andere Muskelgruppen des Körpers. Denkbar sind Übungen im Liegestütz, im Kniestand oder in anderen Positionen. Man muss auf dem Balancebrett nicht zwangsläufig stehen, und das Training muss nicht auf den Gleichgewichtssinn ausgerichtet sein. Nett ist beim Training mit dem sogenannten Therapiekreisel, dass nicht nur die oberflächliche Muskulatur trainiert wird, sondern das Training bis in die Tiefenmuskulatur geht, also auf die skelettstützende Muskulatur zielt. Die ist vor allem bei Haltungsschäden und nach Unfällen in Mitleidenschaft gezogen und mit einfacher Gymnastik nicht so leicht zu stärken.

Andere Formen für gezieltes Training der Koordination

Die Form des Balancebretts ist ausschlaggebend dafür, was genau trainiert wird. Mit dem runden Brett, das durch die auf der Unterseite befestigte Halbkugel aus dem Gleichgewicht gebracht ist, lassen sich eher einfache und allgemeine Übungen machen, die der Fitness und dem Gleichgewichtssinn dienen. Es gibt aber auch andere Formen des Balance Boards, unter anderem als Wackelbrett oder Indo Board bezeichnet. Die unterscheiden sich frappant vom sogenannten Therapiekreisel, dem oben beschriebenen Brett. Die meisten dieser Trainingsgeräte sind für Surfer, Kitesurfer, Snowboarder, Skateboarder, Wakeboarder und andere Brettreiter/-innen interessant. Es sind längliche Bretter, die schmaler oder breiter, länger oder kürzer sein können, Fish Tail oder Bat Tail haben, an den Enden spitz oder abgerundet zulaufen. Sie werden entweder auf einer frei beweglichen Kugel balanciert, die dank einer an der Brettunterseite angebrachten Führung auch wirklich immer unter dem Brett bleibt, oder sie werden auf einer Rolle bewegt und ausbalanciert. Aus dieser Bauweise ergeben sich die verschiedenen Möglichkeiten, ganz speziell auf die jeweilige Sportart hin zu trainieren. Im Mittelpunkt steht die Koordination, denn es werden gezielt Moves geübt, die auf dem Brett auf Schnee oder Wasser eben nicht so funktionieren, wie sie sollen. Effizient ist das deshalb, weil das Balance Board auf der Rolle sich in etwa so verhält wie das Wakeboard auf dem Wasser, das Snowboard auf dem Schnee. Die "Trockenübungen" stimulieren also ganz genau die Muskulatur, die bei der tatsächlichen Ausübung des Sports auch gefordert wird. Das Gleichgewicht spielt auf dem wackeligen Brett eine Rolle, und natürlich macht die jeweilige Übung so viel mehr Spaß als ohne Brett. Anleitungen zu den Übungen gibt es im Internet. Wer selbst Wakeboarder, Kitesurfer oder Snowboarder ist, kann sich von anderen Sportlern und von Trainern Anregungen holen.

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