Was verdient ein Schiedsrichter im Baseball?

Beim Baseball geht nichts ohne den Schiedsrichter. Er leitet ein Spiel, das nicht selten mehrere Stunden andauert. Mit Adleraugen überwacht er die Details einer Aktion – und muss somit Entscheidungen fällen, die selbst für eine hochauflösende Fernsehkamera nicht immer zu beurteilen sind. Durch das hohe Maß an Verantwortung steigt natürlich auch das Gehalt.

Ein Beruf mit hohen Anforderungen

Gerade auf dem amerikanischen Kontinent gilt Baseball als eine der beliebtesten Sportarten. Die Spiele locken ein tausendfaches Publikum in die Stadien. Die Stars verdienen dank ihrer millionenschweren Kontrakte im Regelfall Summen, die nur schwer begreifbar sind. Kurzum, auch finanziell lohnt sich das Geschäft – und das sogar für die Schiedsrichter. Sie werden hier allerdings als Umpire bezeichnet – der Unparteiische. Der Job an sich ist jedoch mit Strapazen verbunden. Rund 100 bis 150 Mal steht der Referee während der Saison in der MLB, der höchsten Liga der Welt, auf dem Platz. Er durchläuft dafür eine dreijährige Ausbildung. Lediglich ein Viertel aller Anwärter schafft den Sprung in den Profibereich. Wer übrig bleibt, muss sich mit einem Engagement in einer kleineren Spielklasse begnügen. Der Druck ist für die Unparteiischen also deutlich höher als in den meisten anderen Sportarten. Denn auch durch die häufigen Leistungsnachweise außerhalb der Saison ist der einmal erlangte Posten nicht dauerhaft gesichert.

Das Gehalt des Referees

Wer tatsächlich Spiele in der MLB entscheiden darf, unterwirft sich einem präzisen Regelwerk. Dazu gehört neben der erforderlichen Qualifikation auch das Gehalt. Dieses ist allerdings in mehrere Stufen unterteilt und soll dem Umpire die Möglichkeit geben, einen Lohn zu beziehen, der seinen Erfahrungswerten angepasst ist. Heißt also, Neueinsteiger und solche, die etwa zwei bis drei Jahre ihr Amt ausüben, können mit einem Verdienst von rund 120.000 Dollar für jede Spielzeit rechnen. Wer es in dem körperlich und mental anspruchsvollen Sport länger aushält, steigt auch auf der Gehaltsleiter nach oben: Bis zu 350.000 Dollar pro Saison sind möglich – sie werden aber lediglich den absoluten Profis ihrer Branche zugestanden. Dennoch ist meist nicht eindeutig erkennbar, welcher Schiedsrichter einen höheren oder einen geringen Lohn bezieht. Die Verantwortlichen der Liga machen daraus ein großes Geheimnis, die entsprechenden Verträge und deren Inhalte werden nicht veröffentlicht. 

Kleinere Liga, kleineres Salär

Demgegenüber stehen nun aber solche Umpire, die es nicht bis in die MLB – der Major League Baseball – geschafft haben. Sie werden meist in einer unteren Spielklasse wie der Minor League eingeteilt und kommen auch dort noch immer auf 100 bis 120 Einsätze. Und das wohlgemerkt in einer Saison, die lediglich vom April bis in den August hinein reicht. Die Anforderung, nahezu an jedem einzelnen Tag in diesem Zeitraum eine Partie zu leiten, ist unvorstellbar hoch. Der Verdienst liest sich dagegen überraschend niedrig. Etwa 3.000 bis 3.5000 Dollar im Monat werden ausbezahlt. Ein Wert, der den Strapazen keinesfalls fair gegenübersteht. Referees, die in den Jugend- und Stadtligen tätig sind, können dagegen nicht einmal auf ein solches Gehalt hoffen. Sie werden mit lediglich 2.000 Dollar vergütet, dafür wiederum ist natürlich der Aufwand nicht ganz so hoch. Auch die Reisen für die anstehenden Begegnungen können innerorts absolviert werden.

Kein Vergleich zu Deutschland

Die vorgenannten Werte, ob man sie nun als gerecht oder überzogen ansieht, sind nur deshalb möglich, weil die MLB jährlich auf ein milliardenschweres Einkommen blickt. Stars, Schiedsrichter und Verantwortliche können somit ein relativ hohes Salär kassieren. In Deutschland, wo die Bundesliga wenig beachtet wird, sieht es beim Verdienst dagegen viel bescheidener aus. Selbst in der höchsten Klasse darf lediglich mit einem Lohn von etwa 50 bis 100 Euro pro Spiel gerechnet werden. Und da sind sämtliche Aufwandsentschädigungen bereits enthalten. Hier kann die Tätigkeit des Unparteiischen also nur mit einem hohen Maß an Idealismus ausgeübt werden. Allerdings sind in den letzten Jahren diverse Diskussionen und Verhandlungen begonnen worden, die auch die Erhöhung des Ansehens der Bundesliga zum Ziel haben sollen. Mehr Zuschauer und größere Sponsoren könnten künftig erhebliche Gelder in den Sport fließen lassen – auch, wenn hierzulande natürlic weder die Spieler noch die Referees jemals solche Summen verdienen werden, wie sie in Amerika üblich sind.

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