Wie benutzt man ein Kopfballpendel richtig?

Das Kopfballspiel hat im Fußball immer mehr an Bedeutung hinzugewonnen.
Viele Tore werden inzwischen mit dem Kopf erzielt. Doch auch bei Standards sind kopfballstarke Spieler eine Bereicherung für das Team, da sie oftmals gefährliche Situationen entschärfen können.
Es gibt vielfältige Möglichkeiten das Kopfballtraining zu gestalten, eine davon ist auch die Nutzung des Kopfballpendels, welches jedoch als Methode bisher eher selten genutzt wird.
Dabei handelt es sich bei dem Kopfballpendel um ein sehr nützliches Trainingshilfsgerät.

Die Vorteile des Kopfballpendels

Gerade für Anfänger ist das Kopfballpendel sehr hilfreich. Es schult das Kopfballspiel und hilft Stoßarten zu erlernen oder zu verbessern. Auch die Ballkontrolle kann durch das Pendel verbessert werden.
Der große Vorteil des Geräts besteht darin, dass der Pendelball stets in seine Ausgangsposition zurückkehrt und somit gerade Anfängern das Training erleichtert.

Die Rolle des Standorts

Je nachdem wo das Pendel aufgebaut wird, ist eine andere Art der Anwendung sinnvoll.
Befindet sich das Gerät nicht am Trainingsplatz, sondern abgelegen und mit weniger Platz im Umkreis, ist ein Einzeltraining die geeignetere Trainingsform. Ist jedoch genügend Raum vorhanden, wie es auf dem Trainingsplatz normalerweise der Fall ist, kann das Training ebenfalls in einer Kleingruppe organisiert werden. Auch eine Kombination mit Anschlussaktionen stellt eine attraktive Übung dar. 

Die richtige Anwendung

Die Einstellung des Pendelballs erfolgt individuell nach Können und nach Größe des Spielers.
Werden diese Faktoren nicht berücksichtigt, kann die Effektivität des Trainings nicht garantiert werden. 

Für das Trainieren mit dem Kopfballpendel werden sechs verschiedene Könnensstufen unterschieden, nach denen sich auch die Einstellung der Höhe richtet.

Könnensstufe 1: Der Ball hängt in Kopfhöhe. Das Köpfen erfolgt aus dem Stand.
Könnensstufe 2: Alles wie in Könnensstufe 1 nur mit eingebauten Richtungswechseln.
Könnensstufe 3: Der Ball hängt so über Kopfhöhe, dass es möglich ist, ihn mit gebeugten Armen zu halten. Hier werden gerade Kopfstöße in Folge eines beidbeinigen Absprungs trainiert. Der Absprung erfolgt ohne vorherigen Anlauf.
Könnensstufe 4: Alles wie in Könnensstufe 3 nur mit eingebauten Richtungswechseln.
Könnensstufe 5: Der Ball hängt so über Kopfhöhe, dass es möglich ist, ihn mit gestreckten Armen zu halten. Gerader Kopfstoß nach einem kurzen Anlauf und einbeinigem Absprung.
Könnensstufe 6: Alles wie in Könnensstufe 5 nur mit eingebauten Richtungswechseln.

Andere Möglichkeiten für das Kopfballtraining

Jeder Trainer einer Profi-Mannschaft nutzt einen Rebounder für das Training der eigenen Mannschaft.
Bei einem Rebounder handelt es sich um ein Trainingshilfsgerät, welches als Rückprallwand bezeichnet werden kann und ein elastisches, straff aufgespanntes Netz enthält, welches es ermöglicht verschiedene Übungen auszuführen, ohne dafür einen zweiten Spieler zu benötigen. Neuere Rebounder haben außerdem die Option verschiedene Winkel einzustellen, wodurch eine enorme Übungsvielfalt entsteht. 

Nicht nur das Kopfballtraining ist durch dieses Hilfsgerät möglich, der Trainer kann während des Trainings der Feldspieler seinen Torhüter mit dem Rebounder üben lassen.
Den Fußball aus jedem möglichen Flugwinkel fangen zu können, ist eine Fähigkeit die einen guten Torwart ausmacht. Durch den Rebounder kann der Torhüter diese Fähigkeit eigenständig verbessern. Stellt der Torwart sich beispielsweise zehn Meter vor dem Trainingsgerät auf und wirft den Fußball kraftvoll auf das gespannte Netz, prallt der Ball ab und er kann versuchen ihn zu fangen. Da die Reaktion so schnell nach dem Abwurf erfolgen muss, wird auch die Konzentration sowie die Handlungsschnelligkeit trainiert. 

Wenn es hingegen darum geht den Kopfball zu trainieren, ist Präzision gefragt. Der Fußball prallt so zurück wie er auf das Netz prallt. Daher sind Übungsabfolgen auch nur durchführbar, wenn der Kopfball präzise ausgeführt wurde. Somit ist diese Form des Trainings eine gute Möglichkeit die Kopfballtechnik zu verfeinern und die eigene Genauigkeit zu verbessern.

 

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