Wie ist Handball national und international organisiert?

Organisation von Handball in Deutschland



Das Ligasystem des Deutschen Handballbundes (DHB) in der Konkurrenz der Männer ist wie folgt gegliedert:
Die höchste deutsche Spielklasse stellt die „DKB Handball-Bundesliga" (HBL) dar. Sie wurde 1966 gegründet und in der aktuellen Saison 2014/15 nehmen 19 Mannschaften auf Bundesebene in der HBL teil. Die Termine zu den Ligaspielen sind beinahe über das ganze Jahr hinweg von August bis Mai des darauffolgenden Jahres verteilt. Amtierender Meister und gleichzeitig Rekordmeister ist die norddeutsche Mannschaft THW Kiel, die im vergangenen Jahr zum 19. Mal deutscher Meister wurde. In den vergangenen zehn Saisons konnte sich der THW Kiel neun Meistertitel sichern. Lediglich in der Saison 2010/11 war es der Hamburger SV, der deutscher Handballmeister wurde. Mit der SG Flensburg Handewitt spielt ein dritter norddeutscher Verein in den letzten Jahren mit um die oberen Plätze der Handball-Bundesliga mit.
Weitere, auch international auf sich aufmerksam machende Klubs sind die „Füchse Berlin" und die „Rhein-Neckar Löwen".

Der Spieler mit den meisten Einsätzen ist Jan Holpert, der das Handballtor hütete. Der Koreaner Yoon Kyung-shin ist der Spieler, der in der HBL am häufigsten das Handballtor treffen konnte.
Für einen reibungslosen Ablauf in der höchsten deutschen Spielklasse sorgen viele erfahrene Schiedsrichter. Matthias Brauer und Kay Holm sind mit 724 DHB-Einsätzen die erfahrensten Schiedsrichter.
Nach Abschluss einer Saison steht fest, welche vier Mannschaften mit den wenigsten Punkten in die 2. Handball-Bundesliga absteigen müssen und welche Klubs in der nächsten Saison im internationalen Wettbewerb vertreten sind. Nach aktueller EHF-Rangliste, die die DKB Handball-Bundesliga als beste Liga Europas vorsieht, dürfen die vier besten Mannschaften in der Champions League und der Fünft- und Sechstplatzierte am EHF-Cup teilnehmen.


Eine auch auf Bundesebene ausgetragene Liga ist die zweithöchste deutsche Spielklasse im Handball, die 2. Handball-Bundesliga der Männer (2. HBL). Sie wurde zur Saison 2011/12 gegründet und besteht aktuell aus 20 Mannschaften. Am Ende der Saison steigen die drei Mannschaften mit den meisten Punkten in die DKB Handball-Bundesliga auf. Die vier am schlechtesten platzierten Mannschaften nehmen als Absteiger in der darauffolgenden Saison an der dritten Liga teil. Die Termine der Spieltage ähneln denen der Handball-Bundesliga.

Die 3. Liga ist im Deutschen Handballbund (DHB) die erste Liga, die nicht bundesweit ausgetragen wird, sondern in Staffeln gegliedert ist. Hierbei wird nach Nord, West, Ost und Süd unterteilt.

Ähnlich wie in der 3. Liga bei den Herren ist die Jugend Bundesliga organisiert. Hier werden bereits in der höchsten Spielklasse Staffeln nach jeweiligem Gebiet eingeteilt. Auch in der Jugend Bundesliga gibt es die Einteilung Nord, West, Ost und Süd. Pro Staffel nehmen jeweils 12 Mannschaften am Spielbetrieb teil.Diejenigen Spieler, die bereits im jungen Alter beim Handballtraining auf sich aufmerksam gemacht haben, spielen hier. Kindern, die bereits mit 8 Jahren oder jünger mit dem Handballtraining beginnen wollen, ist der sogenannte „Mini-Handball" zu empfehlen. Der Ball ist hier kleiner und passt besser in die noch kleinen Hände. Mit diesem kleineren Ball kann die Jugend schon früh gefördert werden.



Organisation von Handball international



Bei der internationalen Organisation von Handball ist vor allem die EHF-Rangliste von großer Bedeutung. Sie stellt dar, wie viele Mannschaften des jeweiligen europäischen Landes an internationalen Wettbewerben teilnehmen dürfen und ist vergleichbar mit der beim Fußball geltenden UEFA-Fünfjahreswertung. Gleichzeitig wird daraus die Stärke der jeweiligen Liga ersichtlich. Je mehr internationale Erfolge also die Mannschaft eines Landes zu verzeichnen haben, desto besser steht ihre Nation in der EHF-Rangliste und desto mehr Startplätze für die internationalen Wettbewerbe werden vergeben.

Derzeit gibt es die drei Wettbewerbe „EHF Champions League" als höchster Europapokal-Wettbewerb, „EHF Europa Pokal" für Mannschaften, die den Einzug in die „EHF Champions League" verpasst haben, und schließlich „EHF Challenge Cup", der vor allem den im EHF-Ranking schwächeren Nationen zugute kommt.

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