Wie trainiere ich mit einem Kopfballpendel?

Spieler wie Miroslav Klose, Horst Hrubesch oder Uwe Seeler sind, beziehungsweise waren, für ihre Stärke im Kopfballspiel besonders bekannt. Diese Fähigkeit wurde ihnen allerdings nicht in die Wiege gelegt. Vielmehr haben sie sich immer wieder im Training besonders engagiert und Extraschichten mit einigen Trainingshilfen eingelegt. Oftmals kam dabei das so genannte Kopfballpendel zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen Balken, an dem eine Schnur hängt. Sie ist in ihrer Länge, und damit also in der Höhe, verstellbar. Das Wichtigste: An ihr hängt ein Ball. Je nach Größe des Spielers und absolvierter Übung kann das runde Leder demnach an verschiedenen Positionen als Startpunkt fixiert werden.

Fußball ist zwar ein Teamsport. Nichtsdestotrotz kann jeder einzelne Akteur im Training mit dem Kopfballpendel viel dafür tun, sein Kopfballspiel sowie andere Bereiche zu verbessern. Damit hilft er nicht nur sich selbst, sondern dem gesamten Team. Welche Übungen bieten sich nun aber an, um in der Zukunft einen Kopfball sowie Schüsse besser platzieren zu können?

Das Kopfballspiel verbessern

Eine Kopfballart, die sich mit dem Pendel trainieren lässt, ist der Hechtkopfball. Dazu befindet sich der Ball in etwa auf Höhe des Bauches. Der Spieler hechtet nun in Richtung des runden Leders und setzt den Kopfball. Trifft er ihn ideal, kommt das Spielgerät von ganz allein wieder in die Ausgangsposition zurück. Andernfalls kann es passieren, dass er seitlich wegdriftet. Dies gilt für alle Übungen am Pendel.

Doch auch die Sprungkraft kann an diesem Gerät geübt werden. Dazu wird der Ball in einer Höhe fixiert, die größer als der Spieler ist. Um nun einen Kopfball setzen zu können, muss er hochspringen. Um das Spielgerät danach wieder mit dem Kopf spielen zu können, bedarf es zweier kurzer Zwischensprünge, um Schwung zu holen. Danach folgt dann wieder der große, um den Kopfball zu treffen.
Mit Trainingshilfen wie dem Pendel sind allerdings auch Partnerübungen möglich. Dazu befindet sich das runde Leder - wie immer an der Schnur - direkt auf Höhe der Stirn zwischen zwei Spielern. Es wird kein großer Abstand gelassen. Nun spielen sich die Akteure den Spielball mit dem Kopf zu. Immer und immer wieder.

Mit einem Kopfballpendel Schüsse üben

Der Teamsport Fußball besteht hauptsächlich aus dem Spiel mit dem Ball am Fuß. Auch um dieses zu trainieren, kann das Kopfballpendel effektiv genutzt werden. So lassen sich vor allem Direktschüsse und -pässe gut üben. Ein Hüftdrehstoß beispielsweise kann trainiert werden, indem das runde Leder in etwa in Höhe des Knies fixiert wird. Mit der entsprechenden Schusshaltung kann nun der Hüftdrehstoß angesetzt werden. Ähnliches trifft auf das Üben eines Volleyschusses zu. Hier kann sogar der Vollspannstoß geübt werden. Mit voller Kraft wird gegen das Spielgerät getreten. Geschieht dies technisch perfekt, kommt das runde Leder in der gleichen Position zurück und kann erneut in dieser Weise getreten werden.

Trainingshilfen dieser Art eignen sich zudem, um Gewandtheit sowie Handlungsschnelligkeit zu üben. Dazu kann ein Mitspieler oder Trainer hinzugezogen werden, der das Spielgerät an der Schnur immer wieder in die Ausgangsposition zurückbefördert, bevor der nächste Durchgang beginnt. So kann der Spieler per Flug- beziehungsweise Hechtkopfball den Spielball am Pendel köpfen, worauf er sich in eine andere Richtung dreht, einen Pass spielt und wieder in seine Ausgangsposition zurückkehrt. Daraufhin setzt er erneut einen Hechtkopfball und spielt den Pass erneut.
Selbstverständlich existieren viele weitere Übungen, mit denen sich im Teamsport Fußball eine Menge erreichen lässt.

 

Fleiß zahlt sich aus

 

Perfektionisten haben mit Trainingshilfen wie diesen eine Menge Spaß - und Arbeit! Schließlich geben sie sich nicht zufrieden, bis sie eine Übung perfekt abgeschlossen haben. Erst wenn das Spielgerät immer wieder in der gleichen Flugkurve zurückkommt - die Schusshaltung demnach die richtige ist -, beenden sie das Training. Leider hat sich das Pendel nicht als unverzichtbares Trainingselement durchsetzen können. Zu oft verzichten Bundesliga-Trainer auf diese nützliche Hilfe. Es ist viel eher Sache eines Spielers, seine Fähigkeiten eigenständig zu verbessern. Ob dies vor oder nach dem Training geschieht, ist zweitrangig: Immer öfter bleibt im regulären Trainingsbetrieb keine Zeit, um das Kopfball-Pendel zu integrieren. Wer im Teamsport Fußball vorankommen möchte, der nutzt das Pendel, um Kopfbälle und Schüsse zu perfektionieren.

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