Basketball: Was ist ein Fastbreak?

Wie in vielen anderen Sportarten auch kommt es im Basketball darauf an, mehr Punkte als der Gegner zu erzielen. Dies ist auf mehreren Wegen möglich - ohne Ballbesitz geht allerdings herzlich wenig. Natürlich ist jede Mannschaft darauf bedacht, so viele eigene Angriffe wie möglich zu fahren. Dies bringt den Vorteil, dass das eigene Punktekonto erhöht und das gegnerische Team daran gehindert werden kann, selbst Punkte zu erzielen. Allerdings existiert noch eine weitere Taktik, einen Angriff zu starten. Im Fußball fällt oftmals der Begriff Konter. Er bezeichnet einen schnellen Gegenstoß, der sich in der Folge eines Ballgewinns (des eigenen Teams) beziehungsweise eines Ballverlustes (des vorher ballführenden Teams) ergibt. Im Basketball nutzen Experten, Fans und Aktive gerne den Begriff Fastbreak, um einen Tempogegenstoß zu bezeichnen.

Das sind die Kennzeichen eines Fastbreak

Der Ballverlust des angreifenden Teams ist der Ausgangspunkt eines schnellen Gegenstoßes. Dieser kann erzwungen werden - zum Beispiel durch intensives Pressing - oder unnötig durch fehlende Konzentration vonstattengehen. Meistens kommt ein Pass nicht dort an, wo er eigentlich landen sollte - nämlich beim Mitspieler. Wird der Pass abgefangen, kann der Tempogegenstoß gestartet werden. Dabei kommt es immer darauf an, so schnell wie möglich zum gegnerischen Korb zu gelangen, schließlich befindet sich der Gegner in Gedanken noch beim eigenen Angriff. Gedanklich so schnell umzuschalten ist beim Basketball genauso schwer, wie auf dem kleinen Spielfeld - im Vergleich zum Fußball - ausreichend Spieler in die Defensive zurückzubekommen. Daher ist es auch so wichtig, nach dem Gewinn des Spielgerätes den Konter so schnell wie möglich zu realisieren, um den Ball mit großer Wahrscheinlichkeit im Korb zu versenken.

Fastbreak ohne Pass? Möglich!

Erhält ein Team den Ball durch ein Turnover, einen Steal oder einen Rebound und lässt es die Spielsituation auf dem Feld zu, muss nicht unbedingt ein Pass gespielt werden. So ist es denkbar, dass ein Spieler keinen weiteren Gegenspieler vor sich hat und als Folge dessen frei auf den Korb zuläuft. Dann ergibt sich natürlich die Chance, besonders schnell und einfach Punkte zu erzielen. Der Verzicht auf einen im Training einstudierten Spielzug kann daher als weiteres Merkmal des temporeichen Gegenstoßes im Basketball gelten.

Fastbreaks als wichtiger Bestandteil der Statistik

Im Basketball werden mittlerweile unheimlich viele Aktionen des Spiels statistisch erfasst. Zum einen ist dies sehr interessant für die Fans zu Hause und Kommentatoren eines Games, da Letztere auf diese Weise viel zu erzählen haben. Trainer erkennen allerdings aus diesen Werten Ansatzpunkte, wie sie ihr Team noch besser machen können. Wie viele Tempogegenstöße einer Mannschaft gelingen oder wie viele sie selbst über sich ergehen lassen muss, kann sehr aussagekräftig sein. Gerade Letzteres zeigt die Anfälligkeit im Pass- oder Umkehrspiel. So werden zum Beispiel in der NBA diejenigen Punkte separat erfasst, die durch ein Fastbreak erzielt worden sind.

Ein Beispiel, das beeindruckt

Im Jahr 2014 erzielten beispielsweise bis zur ersten Dezember-Woche die Golden State Warriors im Schnitt 19,4 Punkte nach einem schnellen Gegenstoß. Der Letzte in dieser Liste - Charlotte - konnte sein Punktekonto lediglich um 7,2 Punkte im Schnitt erhöhen. Dies zeigt, dass die Treffsicherheit beziehungsweise das Beherrschen eines schnellen Umkehrspiels nach einem Ballgewinn über Sieg oder Niederlage entscheiden kann. Denn: Am 7. Dezember 2014 waren die Golden State Warriors in ihrer Division Tabellenerster, die Jungs aus Charlotte in ihrer Division hingegen Letzter. Dies sagt bereits vieles aus über die Bedeutung eines Fastbreak. Und damit haben mehrere Bereiche des Basketballs zu tun: So kommt ein Pass nur dann an, wenn zum einen die Technik des Ballführenden und zum anderen das Spielverständnis des gesamten Teams stimmt. Auch hier kann das Training eine Menge Gutes bewirken.

Hier die wichtigsten Fakten zu Fastbreaks auf einen Blick:
•    schneller Gegenstoß
•    eine in jedem Spiel existierende Angriffstaktik
•    können in einem Spielzug oder ohne jegliche Pässe per Sololauf ausgespielt werden
•    im Training trainierbar

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