In welchen Sportarten benötigt man einen Medizinball?

Da in den meisten Sportarten Kraft, ein gutes Koordinationsvermögen, ein ausgeprägter Gleichgewichtssinn, hohe Schnellkraft und gute Körperbeherrschung wichtig sind, können Medizinbälle in jedem Training eingesetzt werden. Ob Fußball, Tennis, Rugby, Handball, Krafttraining oder Lauftraining: Die Gewichte in Ballform sind in jedem Bereich hilfreiche Trainingsgeräte. Auch für das regelmäßige Workout zur Steigerung der allgemeinen Fitness eignen sie sich sehr gut. Denn sie sind nicht nur als zusätzliche Gewichte für das Krafttraining einsetzbar, sondern helfen auch beim Balance- und Koordinationstraining.

Medizinbälle bei Fußball und ähnlichen Ballsportarten

Im Training für Mannschaftssportarten wie Fußball und Co. werden Medizinbälle sowohl für die Kräftigung wichtiger Muskelgruppen als auch für die gezielte Stärkung des gesamten Bewegungsapparates und die Förderung koordinatorischer Fähigkeiten eingesetzt. So lässt sich mit einem Medizinball beispielsweise der Bewegungsparcours auf einer Koordinationsleiter um eine weitere Herausforderung für die Sportler ergänzen - indem sie während des Absolvierens einer bestimmten Schrittfolge zusätzlich den Ball ständig mit den Händen um ihren Körper herum kreisen lassen müssen. Auch Slalomläufe werden durch das einfache Mitnehmen eines Medizinballs zu einer noch effizienteren Übung. So ist beispielsweise Profi-Fußballtrainer Felix Magath für sein hartes Medizinballtraining berühmt-berüchtigt.

Doch die schweren Bälle eignen sich nicht nur für den Einsatz als Zusatzgewichte bei Lauf- und Koordinationsübungen. Vor allem in Sportarten, in denen Bälle geworfen werden müssen, sind auch Übungen mit Medizinbällen sinnvoll, die Werfen und Fangen beinhalten. Dazu gehören vor allem Basketball, Volleyball, Wasserball und Handball. Eine typische Übung in diesem Bereich sind beispielsweise sogenannte Druckpässe, bei denen der Ball mit beiden Händen vor der Brust gehalten und mit hohem Druck gegen eine Wand oder zu einem Trainingspartner gespielt wird. Auch Überkopfwürfe mit Medizinbällen gegen eine Wand oder auf den Boden sind sehr effektive Übungen, mit denen Kraft und Präzision gleichermaßen trainiert werden. Allerdings darf sich der Sportler bei diesem Wurf nicht zu weit ins Kreuz lehnen, da sonst durch das Zusatzgewicht des Balles Verletzungen drohen. Eine weitere Möglichkeit ist das seitliche Aufstellen zu einer Wand und das Werfen des Medizinballs aus der Oberkörper-Rotation heraus. Auch beliebt ist der sogenannte Backward Toss, bei dem der Spieler mit dem Rücken zur Wand oder seinem Partner steht und den Wurf rückwärts über den Kopf ausführt. Dabei sollten die Arme ausgestreckt sein und der Schwung aus den Knien und dem Oberkörper kommen.

Neben diesen gezielten Ballsport-Übungen sind natürlich auch für das Training in Mannschaftssportarten Medizinball-Einsätze empfehlenswert, wie sie im klassischen Workout zur Verbesserung der körperlichen Fitness genutzt werden.

Medizinbälle beim klassischen Workout

Ein Medizinball kann im Workout unter anderem eingesetzt werden, um klassische Fitnessübungen wie Kniebeuge, Crunches oder Liegestütze etwas anspruchsvoller zu gestalten. Liegestütze, bei denen eine Hand auf dem Ball ruht, sind nicht nur effizient als Krafttraining, sondern es wird auch die Rückenmuskulatur besonders gut trainiert, weil sie ständig für das Ausbalancieren der Ballbewegungen sorgen muss. Sehr hilfreich ist das Medizinballtraining auch bei Übungen im Schwebesitz: Der Sportler hebt, auf dem Boden sitzend, die Beine leicht an – und hält dabei den Ball in den Händen. Diesen führt er nun beispielsweise in Form einer „8“ in einer ständigen Bewegung durch die Beine – oder mittels Rotation des Oberkörpers von seiner linken auf die rechte Seite und wieder zurück. Die Anstrengung dieser Übungen macht sich schnell bemerkbar, denn durch das Zusatzgewicht werden vor allem die seitlichen und geraden Bauchmuskeln stark beansprucht. Ebenfalls gut geeignet für das Workout daheim, in der Halle oder im Studio sind Ausfallschritte bei denen der Medizinball in den ausgestreckten Armen und mit geradem Oberkörper gehalten und mit einer Oberkörperrotation in Richtung des vorne stehenden Beines gedreht wird.

Auch eine gute Übung für Kraft und Balance: die klassische Standwage, bei der ein Medizinball mit ausgestreckten Armen gehalten wird.

Ein Tipp zum Abschluss: Wichtig ist, dass jeder Sportler mit individuell passenden Gewichten und Bällen trainiert. Dazu sind viele verschiedene Medizinball-Modelle erhältlich. Die Bandbreite reicht von 1 kg-Bällen bis hin zu Bällen mit 10 kg Gewicht. Generell gilt: Der Sportler sollte den Ball sicher fassen und halten können – und rund zehn Wiederholungen einer Übung in schneller Abfolge damit umsetzen können.

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