Sind Sporttapes bei Oberschenkelverletzungen sinnvoll?

Verletzungen am Oberschenkel sind bei sportlichen Aktivitäten nicht selten. Dabei handelt es sich vor allem um Muskelverletzungen wie beispielsweise Zerrungen oder Muskelfaserrisse, die neben sofortiger Ruhigstellung auch mit Sporttapes wie zum Beispiel Kinesio Tape behandelt werden können. Die Ursache der Beschwerden liegt in den meisten Fällen in plötzlichen, starken Belastungen, die beispielsweise bei schnellen Antritten, Sprüngen oder extremen Richtungswechseln entstehen. Besonders gefährdet sind Sportler, die vor dem eigentlichen Training keine umfassende Aufwärmphase absolvieren, in der die Muskeln warm gemacht werden.

Eine Muskelverletzung im Oberschenkel macht sich sofort schmerzhaft bemerkbar – dies ist das Zeichen dafür, dass sich einzelne Muskelfasern verkrampfen und dadurch zusammenziehen. Im Extremfall reißen die Fasern sogar – dann wird aus einer Zerrung ein Muskelfaserriss, der wesentlich langwieriger in der Behandlung ist. Deshalb sollten Sportler bei Schmerzen im Oberschenkel schnell reagieren, das Training abbrechen und das betroffene Körperteil sofort kühlen und leicht dehnen. Zur längerfristigen Therapie lässt sich Sporttape gut einsetzen, um durch gezielte Stimulation der schmerzenden Region schnell wieder fit zu werden.

Die Wirkung von Kinesiologie Tape am Oberschenkel 

Während ein klassisches Sporttape für den Schutz und die weitgehende Ruhigstellung des abgeklebten Körperteils sorgt, hat Kinesiologie Tape eine andere Wirkungsweise: Das spezielle, elastische Klebeband auf Baumwollbasis stimuliert die Rezeptoren in der Haut und sorgt durch das Entstehen von leichten Wellen in der Hautoberfläche aufgrund der Zugwirkung des Klebebands für eine bessere Durchblutung des Bindegewebes. Außerdem trägt das Tape Erfahrungsberichten zufolge zur Lockerung der Muskeln bei – aber auch dazu, die Muskelfasern zusammen zu schieben. Da es beispielsweise bei Muskelzerrungen auf gezielte Lockerung, bei einem Muskelfaserriss jedoch auf das Verheilen angerissener Fasern ankommt, gilt die Tape-Methode bei den typischen Oberschenkelverletzungen im Sport als besonders wirksam. Die Empfehlung zur Verwendung von Kinesiologie Pflastern ergibt sich bislang allerdings nicht aus wissenschaftlichen Studien, sondern lediglich aus den Erfahrungsberichten von Sportlern und Therapeuten.

Damit die gewünschte Wirkung überhaupt erreicht werden kann, muss das Kinesiologie Tape fachgerecht aufgeklebt werden. Prinzipiell können sich auch Laien am Oberschenkel zwar selbst tapen, es wird jedoch empfohlen, die Tapes von einer zweiten Person anbringen zu lassen, während man selbst möglichst entspannt sitzt. Mit einer entsprechenden Anleitung lässt sich das Tapen auch daheim gut umsetzen.

Anleitung zum Tapen des Oberschenkels mit Kinesiologie Tapes

Wichtig ist, dass das Kinesiologie Sporttape exakt am Verlauf der betroffenen Muskeln entlang über die schmerzende Stelle geklebt wird. Das Verfahren des Tapens selbst sieht wie folgt aus: Die Haut über der verletzten Region muss sauber und fettfrei sein – es dürfen also weder Öle noch Lotions oder Cremes auf der Hautoberfläche sein. Das Bein sollte locker ausgestreckt liegen, am besten, während der Sportler selbst sitzt und sich mit den Händen nach hinten abstützt. Es werden zum Tapen einer Muskelverletzung am Oberschenkel in der Regel mehrere Tape-Streifen benötigt, die jeweils ca. 15 cm lang sind und an den Ecken abgerundet werden sollten. Diese Streifen werden zuerst quer und danach längs aufgeklebt – und zwar je nach Oberschenkelumfang jeweils zwei bis drei Streifen in jeder Richtung. Zuerst werden dabei die Quer-Streifen geklebt – beginnend von der Mitte jedes Streifens. Diese Mitte sollte mit starkem Zug geklebt werden, die Streifen sollten also vor dem Aufkleben auseinandergezogen werden. So entsteht die gewünschte Wellenbildung. Die Enden jedes Tape-Streifens müssen allerdings ohne Zug angeklebt werden, damit sie sich nicht ablösen. Nach dem Aufbringen der Quer-Streifen werden darüber die Längs-Streifen des Kinesiologie Tapes geklebt. Zum Schluss muss das Ganze noch gut festgestrichen werden – dadurch wird der Kleber an den Tapes optimal aktiviert. Eine solche Tape-Versorgung kann über mehrere Tage oder auch Wochen getragen werden. Es sollten sich jedoch schon nach 2-4 Tagen deutliche Anzeichen von Besserung einstellen.

Weitere Einsatzfelder von Kinesiologie Tape

Neben Oberschenkelverletzungen werden Tapes übrigens auch häufig eingesetzt, um Sportverletzungen an der Schulter sowie Rückenbeschwerden und Sehnenverletzungen zu behandeln und Sportler speziell nach der Zerrung einzelner Muskeln wieder fit zu machen. Vor allem Schmerzen im Deltamuskel, der vom Schlüsselbein über die Schulter bis zum Schulterblatt verläuft, lassen sich mit dem richtigen Tape-Verfahren effektiv behandeln.

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