Was ist der Unterschied zwischen Rugby und American Football?

Nicht nur die Spielregeln sind völlig unterschiedlich, sondern auch schon die Äußerlichkeiten wie beispielsweise die Kleidung der Spieler. Beim Rugby ist diese wesentlich schlichter gehalten als beim American Football, bei denen die Spieler zusätzlich mit Helmen sowie Plastik- Protektoren an Schultern, Beinen und Rücken ausgestattet werden, um Verletzungen vorzubeugen.

Auf einen „normalen“ Europäer wirken Rugby und American Football beide wild, chaotisch und von der Spielstrategie beim ersten Betrachten auch recht unübersichtlich.  Dutzende ausgewachsene Männer, meist große oder gedrungene  Muskelprotze, prügeln sich teilweise im Höchsttempo um einen Ball, besser gesagt um ein eiförmiges Ding. Ganz im Gegensatz  zu einem Fuß- oder Handball sind die Bälle beim Rugby und American Football also nicht einfach gleichförmig rund. Das eiförmige Objekt versuchen bei beiden Sportarten die jeweiligen Spieler hinter die gegnerische Torlinie zu bringen. Egal wie.

Zwischen dem Rugby sowie dem American Football, dem Nationalsport der USA, gibt es eigentlich riesengroße Unterschiede. „Rugby Football“ ist an der Schule des englischen Städtchens Rugby entstanden. Einer Legende nach, die nicht mehr komplett überprüfbar ist,  soll William Webb Ellis im Jahr 1823 während eines Fußballspiels kurz entschlossen den Ball gepackt und ins Tor gelegt haben. Das war quasi gleichzeitig die Geburtsstunde des Rugby.

Doch es gibt eine Gemeinsamkeit von Rugby und American Football. Das Spielfeld  ist bei den beiden Mannschaftssportarten rund 50 mal 100 Meter groß. Doch dann sind die Unterschiede beträchtlich: Beim Rugby stehen sich zwei Mannschaften mit jeweils 15 Spielern in den beiden Mannschaften gegenüber. Die Spielzeit beträgt zwei Mal 40 Minuten, der ovale Ball darf in alle Richtungen getreten werden. Das Werfen ist jedoch nur nach hinten erlaubt. Derjenige Spieler, der den Ball trägt, darf von den Gegenspielern umklammert, festgehalten und zu Fall gebracht werden.

Die Sportart American Football hat sich ab dem Jahr 1869 an den Universitäten der US-Ostküste aus dem Rugby entwickelt. Die Mannschaften bestehen aus jeweils elf Spielern. Die Spielzeit ist im Gegensatz zum Rugby mehr „gestückelt“ und  beträgt insgesamt vier Mal 15 Minuten. Das Spiel wird nach jedem Spielzug unterbrochen, sobald der Ballträger zu Fall gebracht wird. Beim American Football sind – im Unterschied zum Ruby - auch Würfe nach vorne erlaubt. Außerdem hat der Ball deutlich spitzere Enden. Beide Bälle sind völlig anders konzipiert als Fußbälle.

In den Anfangsjahren war American Football mangels Schutzkleidung sowie aufgrund der großzügigeren Regeln tatsächlich lebensgefährlich. Dies hatte fatale Auswirkungen. So starben im Jahr 1905 insgesamt 18 Spieler. Daraufhin wurde das Spiel reformiert. Seitdem sind Schulterpolster und Helm bei den Spielern obligatorisch – im Gegensatz zu den Rugby-Spielern, die ohne diesen Schutz auskommen und manches Mal lediglich einen Mundschutz benutzen.

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