Was ist im Fußball eine Schwalbe?

Beim Fußball werden Spieler – nicht nur in der Bundesliga - gerne mal zu echten Schauspielern und täuschen vor, gefoult worden zu sein. Letztlich ist so eine Schwalbe natürlich unsportlich. Vor allen Dingen sollte man sich aber nicht dabei erwischen lassen, denn wenn der Schiedsrichter etwas merkt, ist der Ärger vorprogrammiert. Je nachdem, wie der Unparteiische drauf ist, flattern gleich gelbe Karten ins Haus. Auch bei den Junioren darf ein Schiedsrichter solche Aktionen nicht einfach durchgehen lassen. Im Training wird den Jungs und Mädels trotz alledem am Rande beigebracht, wie man seine Schwalbe filmreif durchführt. Denn wie heißt es so schön? Im Falle eines Falles, ist richtig Fallen alles. Wer mit dem Trick durchkommt, der sichert seinem Team je nach Distanz zum Tor einen Elfmeter oder zumindest einen Freistoß.

Ein vorgetäuschtes Foul
Wenn von einer Schwalbe beim Fußball die Rede ist, dann ist natürlich nicht der Vogel gemeint. Dass die Falltaktik nach ihm benannt hat, liegt vermutlich an dem eleganten Flug, der auf dem Rasen vorgetäuscht wird. Der Sport bringt es manchmal mit sich, ein paar solcher Trick anzuwenden, um sich Vorteile zu verschaffen. Die Schwalbe selbst kann jedoch nur funktionieren, wenn ein Spieler gerade vom Gegner angegriffen wird und sich dieser nah genug herantraut. Unter den Junioren kommt das Vortäuschen des Fouls wahrscheinlich nicht so oft vor wie im Profisport. Letztlich kann es aber nur von Vorteil sein, sich im Training möglichst früh mit der Thematik zu beschäftigen. Umso eleganter lässt sich die Schwalbe später ausführen – und zwar idealerweise so, dass der Schiedsrichter tatsächlich von einem gemeinen Foul ausgeht.

Keine Vogelfreiheit im Fußball
Am begehrtesten für Schwalben ist der Strafraum des gegnerischen Teams. Hier führt ein Foul – auch wenn es kein wirkliches ist – zu einem Elfmeter. Diese Situation kann eine Mannschaft auch und gerade in der Bundesliga gut für sich nutzen, denn umso leichter ist es, den Ball zu versenken. Zwar ist der "Freiflug" nach dem besagten Vogel benannt worden, doch das bedeutet noch lange nicht, dass Spieler beim Fußball die absolute Vogelfreiheit genießen. Sollte auffliegen, wer wirklich für den freien Fall und das dramatisch schmerzverzerrte Gesicht verantwortlich ist, kann eine gelbe Karte schneller gezogen wird als der „Aushilfs-Schwalbe“ lieb ist. Man muss als Spieler wirklich gut abwägen, wann sich der Trick lohnt und ob es das Risiko wert ist, erwischt zu werden.

Schwalben bei den Junioren
Ein guter Trainer sollte seit der Legende Andi Möller davon absehen, seine Junioren auf Schwalben vorzubereiten. Wenn sie nämlich erst einmal ihre Karriere in der Bundesliga starten, ist der gute Ruf durchs „Vielfliegen“ schnell dahin. Schon seit etlichen Jahren wird die Methode stark diskutiert, und Experten empfehlen Spielern generell, Abstand von dem faulen Zauber zu nehmen. Letztlich darf man nicht vergessen, dass jeder Schiedsrichter während seiner umfangreichen Ausbildung darauf geschult wird, Schwalben und andere gemeine Tricks zu erkennen, um entsprechend darauf zu reagieren. Sollte er etwas übersehen, gibt es immer noch die Linienrichter, die ebenfalls genau wissen, wann ein Foul echt ist und wann nicht.

Undankbare Situation für Schiedsrichter
Dass Schiedsrichter inzwischen sehr geschulte Augen haben, liegt nicht zuletzt an der modernen Technologie der Medien. Kameras sehen jeden noch so kleinen Winkel auf dem Platz, und am Ende einer Partie kommen Schieds- und Linienrichter zu einer ausführlichen Analyse des Spiels zusammen. So wird ganz schnell herausgefiltert, welche Fouls wirkliche waren, und wann sich jemand als Vogel versucht hat. Der Freiflug kann übrigens auch noch im Nachgang Konsequenzen mit sich bringen.

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