Was machen Eishockeyspieler im Sommer?

Im April neigt sich die Eishockeysaison dem Höhepunkt entgegen. Nun stehen die Entscheidungsspiele um die Meisterschaft an. Danach folgt eine lange Pause. Doch während der Fan die spielfreie Zeit irgendwie rumkriegen muss, können die Spieler nur selten einmal abschalten. Sie müssen sich für die anstehenden Monate vorbereiten.

Das Training für die kommende Saison

Grundsätzlich halten sich die Spieler mit einem speziellen Sommertraining fit. Sie sichern damit ihre Leistungsbereitschaft für die nächste Saison. Meist werden dabei die Grundlagen für Kraft, Schnelligkeit und Technik gelegt – die entsprechenden Übungen müssen somit auch nicht auf dem Eis stattfinden, sondern können in jedem beliebigen Fitnessstudio abgehalten werden. Die meisten Profivereine, die im Eishockey aktiv sind, stellen dafür eine eigene Abteilung aus Trainern und Physiotherapeuten zur Verfügung. Hier können die Akteure ganz individuell trainieren sowie an ihren Stärken und Schwächen arbeiten. Und das nicht immer freiwillig. Ambitionierte Klubs geben ihren Spielern für das Sommertraining einen speziellen Plan mit, nach dem sich bemisst, welche Übungen vorgenommen werden müssen. Zum Start der neuen Spielzeit erfolgen sodann die entsprechenden Tests – wer war in den warmen Monaten fleißig und wer hat sich eher in die Sonne gelegt? Das Profigeschäft kann in dieser Hinsicht knallhart und unerbittlich sein.

Zeit zur Regeneration

Aber selbst für die Eishockeyprofis spielt sich das Geschehen im Sommer nicht nur im Kraftraum ab. Nach einer langen Saison kommt es immer wieder zu Verletzungen. Auch während der heißen Phase einer Spielzeit können Blessuren auftreten, die nicht sofort behandelt werden. In diesen Fällen wird ein medizinischer Eingriff auf die freien Monate verschoben. Nun wird operiert und eingerenkt, gerichtet und gelöst, was Muskeln und Knochen eben erfordern. Daran wiederum kann sich eine Zeit der Rehabilitation anschließen, in der manche Übung dem Spieler zu schnelleren Genesung verhilft. Daneben ist es aber ebenso wichtig, nicht alleine die körperlichen Wunden heilen zu lassen, sondern auch seelisch ein wenig auf Abstand zu gehen. Der stressige Spielplan, die volle Leistungsbereitschaft im Training und der Erfolgsdruck können den Akteuren auch mental zusetzen. Alle diese Strapazen werden nun auskuriert – meist mit professioneller Hilfe aus dem Umfeld des Vereins. Und dann geht es auch direkt weiter. Denn der Sommer ist kurz.

Vertragsverhandlungen und Medientermine

Außerhalb der Saison ist der Eishockeyspieler aber ein gefragter Mann. Er sitzt nun häufiger am Verhandlungstisch, um etwa mit anderen Vereinen über ein Engagement zu reden. Doch nicht alleine die Frage, wo er künftig spielt, wird dabei erörtert. Auch die Zeit für Interviews und Stellungnahmen ist nun gekommen. Gerade die jüngeren Akteure mag diese Situation verunsichern – die älteren besitzen darin aber schon einige Übung und können professionell mit den nicht immer angenehmen Gesprächen umgehen. Einen hohen Wert besitzt der Spieler zudem für die Werbung. Speziell im Sommer lässt sich daher manch lukrativer Vertrag an Land ziehen, der vielleicht den Unterhalt sichert. Wer es dagegen nicht zum Topstar geschafft hat, wird hier aber nur die Krümel des großen Kuchens aufpicken dürfen. Nur wenigen Profis im Eishockey ist es vorbehalten, die ganz großen Deals abzuschließen – und mit einer Unterschrift für das gesamte Leben ausgesorgt zu haben.

Alternativen für den Sommer
Allerdings ist nicht jeder Eishockeyspieler in der Lage, für die Zukunft einige Planungssicherheit zu besitzen. In diesem Sport werden nicht eben wenige Verträge auf gerade einmal neun Monate begrenzt. Ist die Saison dann beendet, müssen sich die Profis einerseits fit halten und individuell trainieren. Andererseits melden sich viele von ihnen arbeitslos. Gerade die Geringverdiener gehen in den warmen Wochen einer bezahlten Tätigkeit nach. Wer von diesem Schicksal verschont bleibt, genießt hingegen den Sommer – ein ausgedehnter Urlaub bringt Körper und Geist wieder in Schwung. Allerdings setzen die Vereine auch dafür nur wenig Zeit an. Denn schon bald geht es in die Vorbereitung für die neue Saison. Trainingslager, Testspiele, Vorbereitungsturniere – ab dem Juli stehen die meisten Spieler wieder auf dem Eis und müssen sich auf ihr tägliches Geschäft konzentrieren. Aber das kann ja auch ganz angenehm sein: Während draußen die Sonne brennt, ist es in der Halle doch angenehm kühl.

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