Was sind die Aufgaben eines Physiotherapeuten?

Ein Physiotherapeut gehört heute fast zu jeder Mannschaft – egal ob bei den Profis oder im Amateurbereich. Pflege und Erstdiagnosen gehören zu seinem Repertoire. Zudem kümmert sich der Physio um Rekonvaleszenten

Die Ausbildung zum Physiotherapeuten beträgt in Deutschland drei Jahre. Sie wird in privaten oder auch in staatlichen Schulen durchgeführt. Zum Abschluss wird eine staatlich anerkannte Prüfung abgelegt. Wird diese bestanden, ist der Schüler ein staatlich anerkannter Physiotherapeut. Wenn man danach Diplom-Physiotherapeut werden möchte, muss ein weiteres Ausbildungsjahr angehängt werden.

Nach der Ausbildung bestehen die verschiedensten Möglichkeiten, wo man als Physiotherapeut arbeiten kann. In Krankenhäusern, Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen, Kureinrichtungen, Fitnessstudios, Physiotherapeutischen Lehreinrichtungen, sowie in sozialen Einrichtungen wie Altersheimen oder Pflegeheimen ist immer Bedarf. Auch Sportvereine suchen stets Mitarbeiter im medizinischen Bereich, um die Spieler professionell und therapeutisch behandeln zu lassen. Es besteht nach dem Ende der Ausbildung auch die Möglichkeit, sich mit einer Praxis für Physiotherapie selbstständig zu machen und sich dann um ihre eigenen Patienten zu kümmern. Viele Physios arbeiten auch oft direkt mit der Medizin, also eng mit Ärzten, zusammen.
Interessant ist aber vor allem die Zusammenarbeit mit Sportvereinen. Physiotherapeuten sind dabei nicht nur einfach diejenigen, die mit der Eisbox, Eisspray oder dem Sanitätskoffer am Wochenende auf den Sportplatz laufen, wenn einem Spieler etwas passiert ist und das Kühlgel auf das Bein zu halten. Natürlich gehört auch das zu ihrer Arbeit. Sie haben aber auch viele andere Aufgaben. Aus ihrer Erfahrung können sie sofort erkennen, ob ein Spieler weiter spielen kann oder ob der Trainer auswechseln muss. Gekonnte Griffe und Tastvermögen machen das möglich. Zudem kennt ein Physiotherapeut nach einer Zeit seine Spieler ganz genau.

Doch vor allem ist die Physiotherapie unter der Woche im Einsatz. Am Wochenende, wenn es um Punkte geht, kann er nur kurzfristige Entscheidungen treffen. Doch unter der Woche ist er umso mehr gefragt. Sei es, dass er sich um frisch verletzte Spieler direkt kümmern kann. Er kann dabei direkt Ratschläge zur Erstversorgung geben und auch Tipps aussprechen, zu welchem Arzt oder in welches Krankenhaus der Spieler am nächsten Tag gehen soll. Hinzu kommt die direkte Behandlung und Reha angeschlagener oder noch verletzter Akteure. Durch gezielte und professionelle Behandlung kann die Verletzungszeit der Kicker erheblich reduziert werden. Gerade bei Muskelverletzungen kann der Physiotherapeut gezielt und wirkungsvoll arbeiten. Das erfreut jeden Trainer, der ohnehin ständig im direkten Austausch mit dem Physiotherapeuten steht.

Fakt ist: Ein Physio gehört heute schon zu jeder guten Amateurmannschaft. Er ist fester Bestandteil des Teams und spielt eine eminent wichtige Rolle. Die Spieler sind ständig in besten Händen, werden gepflegt und schneller wieder fit. Davon profitieren letztlich alle.

Andere Fragen, die Dich interessieren könnten:

Müssen Ex-Fußballprofis auch alle Trainerscheine machen, um in der Bundesliga trainieren zu dürfen?

Wie lange ist man bei einem Kreuzbandriss verletzt?

Wie behandelt man einen Kreuzbandriss?

Wie kann man Verletzungen prophylaktisch entgegenwirken?

Nach oben
;