Was sollte man bei einem Pferdekuss tun?

Sofort die geprellte Stelle mit einem Eisspray besprühen, das ist die einfache und effektive Antwort auf die  Frage. Es kann bei besonders starken Blutergüssen sogar dazu kommen, dass eine operative Entfernung dieses Ergusses erforderlich ist. Doch als Erstmaßnahmen ist der Einsatz von Eisspray und/oder Kühlgel unumgänglich, um eine weitere Schwellung zu verhindern. . Durch die Kühlung wird eine Ausdehnung des Blutgerinnsels verhindert. Das Kältemittel verursacht auf der Haut einen Reiz, der an die verletzte Stelle zudem Selbstheilungskräfte freisetzt und die Blutgefäße durch den Kältereiz sich zusammenziehen lässt.

An den durch die Prellung verletzten Stellen kommt es zur Bildung einer Flüssigkeit - der Pferdekuss, die in dem  verletzten Gewebe ausfließt. Prellungen – im lateinischen auch Kontusion genannt -  beispielsweise im Oberschenkel verursachen zumeist heftige Schmerzen und werden durch direkte, mehr oder minder meistens stumpfe Gewalteinwirkung im Bein erzeugt. Dabei wird aber die Oberfläche der Haut nicht -  wie es bei einer Platzwunde üblich ist – durchtrennt. Vielmehr  bleibt die Hautoberfläche  intakt. Je nachdem, wo die Prellung stattgefunden hat, wird das weiche Gewebe direkt gegen härtere Gewebestrukturen, wie zum Beispiel einen Knochen oder gegen die Gelenkkapseln, gedrückt und gequetscht. Doch es ist auch möglich, dass es  aber auch durch seitwärts einwirkende Kräfte zu Verschiebungen der weichen Gewebeteile gegenüber den  Knochen kommen. In beiden Fällen löst dies das Zerstören und Zerreißen von kleinsten (in manchen Extremfällen bei sehr heftigen Gewalteinwirkungen auch von mittelgroßen) Blutgefäßen aus. Sogar Lymphgefäße können davon betroffen sein. Weil die Haut wie oben beschrieben bei einer Prellung intakt bleibt, bluten die Gefäßrisse nach innen in die sogenannten Zellzwischenräume. Es bildet sich ein Bluterguss, das in der Medizinersprache als Hämatom definiert wird.

Die Haut wird auf jeden Fall blau und schwillt stark an der geprellten Stelle sowie am Rand des Bereichs an, der geprellt wurde.  Je nach dem Bereich der Gewalteinwirkung auf einen menschlichen Körper werden folgende Formen der Prellung unterschieden:  Hautprellung, Muskelprellung, Gelenkprellung, Knochenprellung, Nervenprellung sowie Prellung der inneren Organe.

Bei Hautprellungen bilden sich in der Unterhaut deutlich zu sehende kleine, gelegentlich aber auch großflächige Blutergüsse. Die Haut wird blau und schwillt an.
Muskelprellungen sind nicht nur sehr schmerzhaft. Die Muskelprellung ist auch eine der typischsten   Sportverletzungen, die es gibt. So bildet sich der Bluterguss zwischen den einzelnen Muskelfasern oder aber direkt unterhalb dieser Faser. Es kann dann sogar für eine Zeit lang ein Lähmungsgefühl auftreten. Die Beweglichkeit der betroffenen Stelle ist eingeschränkt.
Langwierig bei der Behandlung sind Gelenkprellungen, bei denen sich oft ein Gelenkerguss bildet. So kommt es an den  Armen sowie  Beinen vor allen an den Sprung-,  Knie-, oder  Schultergelenken bei Sportarten wie Fußball, Handball oder Basketball  besonders häufig zu Prellungen.

 

 

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