Welches Land hat am meisten WM-Titel gewonnen?


Geht es um die Weltmeisterschaften im Fußball, so sind die Kicker aus Brasilien immer noch führend. Brasilien hat insgesamt fünf Weltmeisterschaftstitel gewonnen. In den Jahren 1958, 1962, 1970, 1994 und 2002 standen die Fußballer vom Zuckerhut jeweils auf den Siegertreppchen.  Unvergessen ist in diesem Zusammenhang, dass die deutsche Nationalelf bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien die Gastgeber im Halbfinale in einem unvergessenen Spiel mit 7:1 förmlich vom Platz fegte. Damit war auch gleich der Traum vom erneuten Titelgewinn bei den Brasilianern beendet. Doch die deutsche Nationalelf setzte ihren Siegeskurs fort und konnte nach einem 1:0-Sieg im Endspiel gegen Argentinien ihren vierten Titel bei einer Fußball-Weltmeisterschaft erringen. Zuvor hatte Deutschland die Weltmeisterschaften 1954, 1974 sowie 1990 gewonnen. Ebenfalls vier Mal Titelträger ist Italien. Die Italiener konnten 1934, 1938, 1982 und 2006 den Pokal gewinnen.

Übrigens haben die Brasilianer bislang die meisten Teilnahmen an Fußball-Weltmeisterschaften zu verzeichnen. 20 Mal war ihre Mannschaft qualifiziert, die deutsche Nationalelf insgesamt 18 Mal.
Zwei Weltmeisterschaften werden als legendäre Ereignisse für lange Zeit im Gedächtnis der deutschen Zuschauer bleiben. Zum einen ist das der Sieg bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien, wo die deutschen Kicker den schönsten Angriffs- und Tempo-Fußball präsentierten und sich den FIFA WM-Titel völlig verdient sicherten. Die spezielle Vorbereitung mit Fußballtrainingsübungen hatte sich ausgezahlt.

Zum anderen ist die Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz schon längst zur Legende geworden. Im Endspiel konnte die deutsche Mannschaft einen historischen Sieg gegen Ungarn erzielen. Als  „Wunder von Bern“ wurde es später fast schon romantisch  bezeichnet. Das  Viertelfinale gewannen die Deutschen noch „normal“ mit 2:0 gegen Jugoslawien. Dies war ein ziemlich ungewöhnliches Ergebnis für dieses Turnier – ungewöhnlich wenige Tore fielen nämlich. Viele Resultate der Weltmeisterschaft 1954 lassen eher eine Verbindung mit  Eishockey-Ergebnissen zu: Ungarn – Korea 9:0, Uruguay – Schottland 7:0, England – Belgien 4:4, Österreich – Schweiz 7:5. Mit durchschnittlich mehr als 5,3 Treffern pro Spiel war das Turnier in der Schweiz bis einschließlich der im Sommer 2014 ausgetragenen WM das torreichste Weltmeisterschaftsturnier. Das Halbfinale der deutschen Mannschaft gegen den Nachbarn aus Österreich war ebenso ein Torfestival. Mit 6:1 wurden die Österreicher besiegt, die sich später gegen Uruguay den dritten Platz erspielten. Im Endspiel warteten am 4. Juli 1954 die Ungarn, die Übermannschaft der damaligen Zeit, auf die Deutschen. Die Zahlen waren beeindruckend: Bis zum WM-Finale im Berner Wankdorfstadion hatte das Team um Trainer Gusztáv Sebes insgesamt 32 Mal nicht verloren. Im Jahr 1952 waren die Ungarn Olympiasieger geworden, ein Jahr später hatten sie die Engländer mit 6:3 klar besiegt und als erste Mannschaft vom Festland im berüchtigten  Wembley-Stadion in London gewonnen. Die Ungarn waren glasklarer Favorit und wurden dieser Rolle sehr schnell gerecht. So lagen die Deutschen mit 2:0  bereits nach acht Minuten hinten, kamen aber schnell wieder zurück: Nach 18 Minuten hieß es 2:2. Dabei blieb es bis zur 84. Minute, bis dann Helmut Rahn das ebenfalls legendär gewordene 3:2 erzielte. Die Weltmeister-Legende war geboren.

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