Wie kann ich mich selbst zusätzlich trainieren? (Handballtraining)

Athletik, Sprungkraft, Technik, Fitness, Ausdauer und Reaktionsvermögen sind die Tugenden und Stärken, die ein Handballer haben sollte. Wer mit dem üblichen Handballtraining unterfordert ist oder/und  sein Leistungsvermögen steigern möchte, dem stehen verschiedene Möglichkeiten offen, seine Fähigkeiten zu verbessern und die für das Handballspiel wichtigen Grundlagen zu optimieren. Egal ob Kreisläufer, Torwart, Rückraum oder Außenspieler: Allesamt sind diese Handball-Spieler gezwungen, schnell umzuschalten. Das heißt: Schnellkraft ist gefragt, um auf den ersten Metern mit unwiderstehlichem Antritt davon zu eilen. Vor allem natürlich dem Gegner soll mit hoher Geschwindigkeit entwischt werden. Oder umgekehrt, soll mit entsprechender Geschwindigkeit beim Abwehrverhalten der Gegner frühzeitig gestoppt werden, bevor dieser „ins Rollen kommt“. Die dazu notwendige explosive Power kann nicht nur mit Spurts über 20, 30 oder 40 Meter trainiert werden.  Bei Fragen - egal ob beim Training der Erwachsenen oder in der Jugend, sollten sich die Akteure aber schon an ausgebildete Trainer wenden. 

Ebenso effektiv sind Übungseinheiten mit Hanteln. Zur Stärkung der Ober- und Unterschenkelmuskulatur sowie der Hüft- sowie Rücken-Muskulatur und des Oberkörpers können Übungen durchgeführt werden, die sowohl in der Bewegung wie auch im Stillstand erfolgen. Die Belastungen durch die Gewichte sollten dabei dem jeweiligen Körperbau angepasst werden. Zudem darf die Betonung beim Krafttraining nicht auf eine maximale Leistung ausgelegt sein, sondern eben auf Schnellkraft. Und diese wird nicht nur maximal hohe Gewichte, sondern durch das stetige und schnelle wiederholte Stoßen, beziehungsweise Stemmen, der Gewichte erzielt.  Torhüter trainieren dies individuell.

Eine weitere Übungseinheit sollte mit Laufgewichten absolviert werden. So zum Beispiel mit einer Gewichtsweste, die ja nach Kraft- und Konditionsstand des jeweiligen Sportlers mit verschiedenen Kilo-Gewichten bestückt werden können. Dabei ist zu beachten, dass es sich bei dieser Trainingsart nicht um Ausdauerübungen handelt. Vielmehr sind Sprints, die am besten auf kleinen Bergauf-Steigungen geleistet werden, die effektivsten Übungseinheiten, um diese Facette eines Handballers zu steigern. Auch Übungen mit einem Sprintschlitten sind ratsam.

Ebenso wichtig ist es aber, bei zusätzlichen Trainingsarten die Kraft in den Handgelenken sowie die Kraft im jeweiligen Wurf-Arm kontinuierlich auszubauen. Bei Werfern, die hauptsächlich von ihrer großen Hebelkraft Gebrauch machen, ohne dass dies eine außergewöhnliche Kraftanstrengung wäre,  muss in diesem Bereich mit kleineren Gewichtseinheiten von drei bis fünf Kilogramm gearbeitet werden. Auch hier gilt: Schnelligkeit geht vor Maximalgewicht. 

Nicht zuletzt sollte die Technikschulung nicht vergessen werden. Ein Handball ist dabei in und mit allen Variationen möglichst so zu beherrschen, dass die Handhabung dieses Sportgerätes wie im Schlaf erfolgt. Das heißt unter anderem, dass das  Fangen, Werfen sowie Passen des Balls von den biomechanischen Abläufen automatisch erfolgt. Ein Zusatztraining widmet sich sowohl der Prell-Technik wie den Trickwürfen, die vor allem von Außen- und Kreispositionen angewandt werden.

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