Wieso kostet ein Amateurfußballer Ablöse?

Nicht nur bei den Profis sondern gerade bei den Amateuren geht es in der Wechselphase im Fußball oftmals hoch her. Jeder Verein versucht sich so gut wie möglich zu positionieren, sein Team und die Mannschaft zu verstärken und gute Spieler zu ködern.  Dieses Prozedere gibt es von der Bundesliga bis hinunter zur Regionalliga, der Landesliga oder auch die untersten Klasse der Kreisliga.


Würde es im Amateurbereich keine Ablösen geben, würden die Spielerwechsel in der vorgeschriebenen Wechselphasen sicher noch viel mehr zunehmen. Deshalb gibt es in der Transferperiode im Sommer vom jeweiligen Verband feste oder den Verbänden vorgegebene Ablösesummen. Diese beziehen sich jeweils auf die Liga in der der Spieler zuletzt gespielt hat und in die der Spieler wechseln möchte. Die goldene Ausnahme sind die sogenannten Amateurverträge. Schließt der Verein einen Amateurvertrag mit einem Spieler, ist dieser ablösefrei. Doch dann ist der Verein zu Abgaben an die Berufsgenossenschaft verpflichtet.


In der Transferphase im Winter sieht die Sache wieder ganz anders aus: Wer während der Winterpause den Verein im Amateurbereich wechseln möchte, ist auf die Einigung des abgebenden und des neuen Vereins angewiesen. Die Ablösesummen im Winter sind frei verhandelbar. Dadurch soll eine Wechselflut eingedämmt werden.


Durch die Ablösen im Amateurfußball sollen die Vereine mit einer guten Jugendarbeit geschützt werden. Deshalb sind junge Spieler auch oft teurer. Damit soll dem Verein eine sogenannte Ausbildungsentschädigung ermöglicht werden. Amateurvereine konzipieren auch bis zu einem gewissen Alter an weiteren Transfers der Spieler, wenn diese in den Profibereich wechseln. Da gab es für den ein oder anderen unterklassigen Verein schon einmal eine ordentliche Nachzahlung, wenn der Spieler für viel Geld den Verein im Profibereich noch einmal wechselte. Dadurch sollen auch kleinere Clubs für ihre Zeit aus Ausbildungsverein belohnt werden.  Darauf legt auch der DFB sehr großen wert. So bleibt die gute Ausbildung des Nachwuchses in den verschiedenen Vereinen gewährleistet. Trainingshilfen, Trainingspläne oder Trainerbedarf sind somit also nicht umsonst. Und wenn ein Spieler den Sprung nach ganz oben schafft, ist das für kleine Vereine eine große Bestätigung.


Die jeweiligen Ablösemodalitäten für Spieler gibt es bei den Landesverbänden jeweils online nachzulesen. Das ist für jeden Club einsehbar oder abrufbar. Man sollte nur nicht offline sein. Ansonsten sind die Beträge im Sommer festgelegt. Verhandeln können die Vereine im Amateurfußball während der Transferperiode natürlich trotzdem. Wichtig ist, dass sie innerhalb der vorgegebenen Zeit eine Einigung erzielen und diese schriftlich vom abgebenden Verein fixiert und somit bestätigt ist.

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