Wieso wird der Schiedsrichter "schwarze Sau" genannt?

Der Schiedsrichter ist oftmals der Buhmann. Gerade für die Mannschaft, die in Rückstand liegt, oder die Fans des Teams, die hinten liegt, ist der Unparteiische oftmals der Schuldige. Die Bezeichnung schwarze Sau hat dabei in keinem Fall einen rassistischen Hintergrund oder ähnliches. Vielmehr wird der Referee oftmals etwas ordinär als „schwarze Sau“ bezeichnet, weil er in den meisten Fällen schwarze Kleidung trägt. 
Die Kleidung der Männer mit der Schiedsrichterpfeife hat sich in den vergangenen Jahren aber sehr verändert. Früher war es das klassische Schwarz, heute sind die Referees doch sehr farbenfreudig geworden. Sie haben gelbe, blaue, grüne oder Graue Trikots und auch die Stutzen sind oftmals farblich. Im Amateurbereich sind die Schiedsrichter zumeist in schwarzer Hose, Trikot und Strümpfen mit von der Partie.

Das schwarze Outfit ist aber schlichtweg der Klassiker bei den Männern in Schwarz. So entstand schließlich auch der negative und sehr abwertende Ausdruck „schwarze Sau“. Viele Fans entladen ihren Frust mit dieser unqualifizierten Wortwahl. Diese Menschen sollten sich deshalb aber einmal hinterfragen. Denn ohne die Referees wäre ein ordentlicher Spielbetrieb nicht möglich. Fehler sind menschlich und ohne Schiris könnte die beliebteste Sportart der Deutschen gar nicht stattfinden. Als Schiedsrichter muss man heutzutage ein dickes Fell haben. Im Fußball spielen Emotionen nun einmal eine große und gewichtige Rolle. Auch das gehört zu diesem emotionalen Spiel dazu – genau wie der Ball, die Tore, die Eckfahne oder die Spieler und Trainer. Und auch der Schiedsrichter ist ein Teil des Ganzen. Beschimpfungen gehören deshalb nicht dazu. Dafür gibt es dann entsprechende Sanktionen, gesteuert vom DFB, die nur weitere Diskussionen nach sich ziehen.

Die Schiris sollten deshalb schon noch mehr geschützt und definitiv weniger beschimpft werden. In vielen verbänden sind die Unparteiischen echte Mangelware. In unteren Klassen im Amateurbereich ist es oft schwer, alle Spiele zu besetzen. Viele junge Schiedsrichter hören einfach auf, weil sie keine Lust mehr haben, jedes Wochenende beschimpft zu werden. Das kann nicht sein und fügt dem Fußball einen immensen Schaden zu.

Emotionen gehören zum Fußball im Stadion oder dem Dorf-Fußballplatz genau so wie Fehlentscheidungen des Schiedsrichters. In den großen Stadien sitzen tausende von Bundestrainern, die alles besser wissen und den Schiri dann lautstark beschimpfen. Noch gravierender wird es in den Amateurklassen, wenn weniger Zuschauer, aber umso lautstärkere Nörgler anwesend sind. Vor diesen Leuten sollten die Schiedsrichter deshalb geschützt werden.

Andere Fragen, die Dich interessieren könnten:

Was ist die Aufgabe eines Linienrichters beim Fußball?

Warum gibt es statistisch mehr Heimsiege als Auswärtssiege?

Was ist anstrengender: Fußball, Handball oder Basketball?

Nach oben
;