Torwarttraining

Torwarttraining

Der Torwart besitzt im Fußballspiel eine wichtige, zentrale Rolle. Er hat die ganze Mannschaft im Blick und erkennt vor allen anderen Abstimmungsschwierigkeiten. Er dirigiert seine Hintermannschaft und kann schnelle Konter einleiten. Ein gut geschulter, leistungsstarker Torhüter kann spielentscheidend sein. Der erwünschte Erfolg stellt sich aber selbst beim größten Talent nicht von selbst ein. Voraussetzung dafür bietet vielmehr ein intensives, umfassendes und spezielles Torwarttraining. Dabei sind viele Faktoren von Bedeutung. Ein effizientes Torwarttraining soll zum einen die physischen Bedingungen gezielt optimieren. Dazu zählen Aufwärmtraining, Basistraining, spezielle Kräftigung der Muskulatur, vor allem im Beinbereich und Schnellkraft. Entscheidend ist aber auch das Erlernen der speziellen Torwarttechniken im defensiven und offensiven Spielverhalten durch besondere Übungsmethoden. Grundlage zur Umsetzung des Erlernten im Spielverlauf ist auch eine belastbare psychische Verfassung. Die Schulung einer speziellen Taktik ist für ein erfolgreiches Torwarttraining ebenso notwendig. Dazu gehören auch die Tipps erfahrener Trainer. Die Trainings- und Schulungsmaßnahmen dürfen insofern keine unkoordinierten Einzelübungen darstellen, sondern müssen vielmehr durch ein abgestimmtes Ausbildungskonzept getragen werden. Hierzu bietet der DFB eine Vielzahl von Hilfestellungen, Unterstützungsmaßnahmen und Beschulungen an.

Allgemeines und spezielles Aufwärmtraining

Um Verletzungen zu vermeiden, ist ein leichtes Lauftraining zum Beginn vorteilhaft. In der Folge können Hopserlauf, Kniehebeläufe, Seitgalopp und Rückwärtslaufen mit Drehung stattfinden. Anschließend sind Dehnübungen mit einem Partner zur Verbesserung der Elastizität hilfreich. Sinnvoll sind auch verschiedene Übungen mit der Koordinationsleiter, die beispielsweise online über Teamsportbedarf.de preiswert erhältlich ist. Das torwartspezifische Aufwärmen bindet bereits Grundtechniken als Elemente des Torwarttrainings mit ein. Das Aufwärmen soll insofern bereits mit Ballgefühl und Konzentration erfolgen. Das Fangen halbhoher und hoher Bälle, Drehen und Fangen, seitliches Abrollen und einhändiges Fausten trainiert bereits in der Aufwärmphase die Reaktions- Koordinations- und Fangsicherheit. Eine Ganzkörperkräftigung mit Liegestütz und Übungen zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur gehören ebenfalls dazu.

Das spezielle Torwarttraining

Für einige Übungen bieten sich ebenfalls unterstützende Hilfsmittel wie Slalomstangen, Kegel- und Minihürden an. Aufgrund der speziellen Materialbeschaffenheit wirken diese speziellen Hilfsmittel Verletzungsgefahren entgegen. Die Trainingsmaterialien können als Set preiswert bei Teamsportbedarf.de erworben werden. Hierbei werden auch viele Tipps für ein erfolgreiches Torwarttraining mitgeliefert.

Fangen:

Hierbei müssen bestimmte Handhaltungen im Torwarttraining erlernt und geübt werden. Dazu erfolgen Einschussübungen aus unterschiedlichen Entfernungen, in unterschiedlichen Höhen mit Variationen nach links und rechts. Dabei wird auch die Schussstärke verändert. Anschließend werden auch Aufsetzer eingebracht und durch sehr hohe Bälle in den Strafraum sollen diese auf dem höchstmöglichen Punkt abfangen werden. Zum Schluss schießt der Trainer oder ein Mitspieler aus ungefähr fünf Metern Entfernung in schneller Reihenfolge Bälle auf den Torwart. Dieser soll zur Verbesserung der Konzentration möglichst viele davon sicher fangen und danach gezielt wegrollen. Zur Fangübung zählen auch Schüsse, die auf den Torwart abgegeben werden, während er auf den Ball zugelaufen kommt. Der Torhüter soll den Ball dann möglichst sicher flach unter sich begraben.

Fausten:

Zunächst werden beim Torwarttraining hohe Bälle zugeworfen, die nach links oder rechts einhändig weggefaustet werden sollen. Dies soll möglichst kontrolliert erfolgen, damit der Ball nicht zum Gegner gelangt. In der Folge werden Flanken serviert, die so weit wie möglich wegfaustet werden sollen. Trotzdem soll dem Ball dabei noch eine bestimmte Richtung geben werden. Der Torwart soll auch versuchen, gezielte Heber noch durch Faustabwehr zu erreichen. Es werden auch Situationen trainiert, bei denen ein Wegfausten im Wettkampf mit einem hochspringenden Kopfballspieler erfolgen muss.

Hechten:

Durch flache, halbhoch gespielte Bälle soll dieses Torwarttraining bewirken, den Ball durch einen seitlichen Sprung zu erlangen. Anschließend muss der Ball noch aus der liegenden Position zurückgeworfen werden. In kürzester Zeit muss danach wieder auf den nächsten Schuss mit dem zurückgegebenen Ball reagieren werden können. Gelegentlich wird bei diesem schnellen Ablauf auch einmal ein Ball gegen die Lauf- oder Sprungrichtung geschossen. Letztlich wird der Torhüter auch durch Schüsse gezwungen, nach links und rechts zu Boden zu gehen. Bei der nächsten Übung startet er in einem verkleinerten Tor, das mit Hütchen markiert worden ist und läuft rückwärts um eine ungefähr fünf Meter entfernte Slalomstange. Nach der Wende dreht er sich um und sprintet nach vorne in das Hütchentor hinein. Dabei schießt der Trainer einen Ball auf das Tor zu, den der Torwart parieren muss. Damit die ganze Konzentration auf die Laufkoordination und den richtigen Absprungzeitpunkt gerichtet werden kann, wird die Schussrichtung kurzfristig vorher zugerufen.

Abwurf und Zurollen:

Bei diesem Torwarttraining muss erlernt werden, den Ball zum richtigen Zeitpunkt zu dem richtigen Mitspieler sicher abzuwerfen oder zuzurollen. Dazu müssen sichere Roll- und Wurftechniken eingeübt werden. Zum kontrollierten Abrollen muss der Ball nach einem Ausfallschritt in Rollrichtung und einer Ausholbewegung nach hinten flach über den Boden gerollt werden. Dabei muss bei vorgeneigtem Oberkörper die Hand möglichst lange stabilisierend am Ball gelassen werden. Beim Schleuderwurf muss bei gebeugtem Ellbogen die Hand unten hinter dem Ball sein. Bei Drehung des Oberkörpers folgt der Wurfarm dieser Bewegung. Dabei muss die Hand möglichst lange hinter dem Ball gehalten werden, der seitlich oder über dem Kopf abgeworfen wird. Bei einer Übung zur Schulung der Wurftechnik und des Ballgefühls erhält der auf dem Boden sitzende Torwart fortlaufend Bälle zugeworfen. Diese links und rechts von ihm ankommenden Bälle müssen bei diesem Torwarttraining zunächst gesichert werden. Direkt danach muss der Ball vom Boden aus kontrolliert abgeworfen werden. Bei anderen Übungen steht der Torwart beispielsweise im Strafraum und soll den Ball auf markierte Zielräume abrollen und abwerfen. Er muss anschließend jeweils nach einem Zuspiel den Ball aufnehmen und schnell wieder kontrolliert und möglichst zielgenau abrollen oder abwerfen. Danach müssen zunächst Torschüsse pariert werden, bevor der aufgenommene Ball schnell wieder abgeworfen oder abgerollt wird. Im abschließenden Trainingsspiel soll das Angriffsspiel der eigenen Mannschaft mit präzisem Abwerfen oder Abrollen schnellstmöglich nach dem Ballbesitz wieder aufbaut werden.

Boden- und Handabschlag:

Das Lernziel beim Torwarttraining ist der kontrollierte Spannstoß vom Boden aus und den Ball volley aus der Hand im Zentrum zu treffen. Dabei soll der Ball gezielt und ohne Drall gespielt werden. Auch die seitliche Abschlagtechnik muss erlernt und geübt werden. Beim Torwarttraining muss der Ball, in weiter Entfernung zum Tor stehend, volley aus der Hand ins Tor befördert werden. Im Rahmen einer anderen Übung muss der Torhüter mit unterschiedlicher Schussstärke mit dem Fußspann Abschläge vom Boden in verschiedene Spielfeldbereiche durchführen. Dabei achtet der Trainer auf die korrekte Technik: Beim Schuss muss das Standbein neben dem Ball stehen und das Schussbein und der Fuß durchgehend gestreckt sein. Der Oberkörper ist dabei seitlich neben dem Ball leicht nach vorne gebeugt. Wichtig sind häufige Wiederholungen, um eine möglichst große Sicherheit in der Ausführung zu erzielen und einen nahezu automatischen Bewegungsablauf zu gewährleisten.

Taktik und Psyche des Torwarts finden auch ihren Platz im Torwarttraining

Neben den erforderlichen technischen Fähigkeiten und physischen Voraussetzungen muss auch die psychische Stabilität im Spielverlauf vorhanden sein. Die psychische Verfassung wirkt sich auf die Konzentrations- und Beobachtungsfähigkeit sowie die Ausstrahlung und Entscheidungsschnelligkeit aus. Der Chef im Tor muss organisieren und dirigieren können und dazu die nötige Ruhe und taktische Einstellung besitzen. Die Simulation von Stresssituationen im Torwarttraining, ein gesunder Lebenswandel, viele Tipps und letztlich auch die Erfahrung sind in dieser Hinsicht von Bedeutung. Die mentale Verfassung des Verantwortlichen im Tor und der Einfluss auf die Mannschaft durch die richtigen Zurufe sind manchmal als entscheidend in einem Spielverlauf feststellbar. Wesentlich ist das Beobachten und Trainieren des Stellungsspiels bei Torschüssen, Flanken, Pässen und Standardsituationen. Die Spieleröffnung in den unterschiedlichsten Variationsmöglichkeiten gilt es, in Trainingsspielen ebenfalls ständig zu kontrollieren und zu verbessern. In jedem Fall sollten auch „eins gegen eins Situationen“ Bestandteil eines effizienten Torwarttrainings sein. Ein Torwarttraining sollte bewirken, dass der Mut zum Handeln nie verloren geht. Das Torwarttraining hat insofern vor allem beim DFB einen sehr hohen Stellenwert.

 

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