Aus welchem Material besteht ein Handballtor?

Wenn Kinder spielen, kann alles zum Tor werden: Zwei Bäume, aufgestellte Wasserflaschen, die Bank im Park oder ein öffentlicher Mülleimer sind ausreichend. Im professionellen Sport sieht das anders aus. In Deutschland ist es in erster Linie beim Fußball so - alles wird von Regeln festgelegt. Das fängt bei der Spielfeldgröße an und ist bei der genauen Form der Torpfosten noch lange nicht zu Ende. Handball ist nicht so bekannt wie Fußball, aber auch da gibt es feste Regeln, die nicht nur den Spielverlauf betreffen. Unter anderem ist das Material der Tore festgelegt.


Netz plus Rahmen gleich Tor?

Im Prinzip stimmt diese Rechnung schon. Handballtore sind als rechteckige Toröffnungen definiert, deren Höhe in einem bestimmten Verhältnis zur Breite stehen muss. Dahinter sollte ein wie auch immer geartetes Netz befestigt sein, um das Verbleiben des Balls im Tor zu gewährleisten. Bei Bedarf darf außerhalb des klar definierten Torraums ein zweites Netz zur Unterstützung angebracht sein oder ein zweites Tor aufgebaut werden. Wichtig ist hierbei, dass das Netz oder die Netze den Ball wirklich im Tor halten und nicht wieder herausspringen lassen. Die Querbalken und Pfosten des Tors müssen aus Aluminium oder Holz sein. Die drei Elemente müssen aus Bauteilen mit einem quadratischen Profil von genau 8 cm Kantenlänge bestehen. Dabei ist das Material nicht so wichtig, wichtiger ist, dass alle festen Bauteile aus dem gleichen Material bestehen. Pfosten aus Holz und eine Latte aus Aluminium dürfen also nicht kombiniert werden. Das Material des Netzes ist dagegen nicht festgelegt: Solange es nur ausreichend befestigt und haltbar ist, genügt das den Regeln. Da Netze beim Handball stark leiden, müssen sie öfter mal ausgetauscht werden. Schadhafte Pfosten und Latten müssen ebenfalls ersetzt werden. Rahmen und Netz (also das, was ein Tor ausmacht) sollten also einzeln ersetzbar sein, was voraussetzt, dass beides nur mobil und nicht dauerhaft verbunden ist. Befestigungsclips sorgen dafür, dass man Netze abnehmen kann.


Sogar die Farbgebung ist beim Handballtor festgelegt

Spieler der unterschiedlichen Mannschaften tragen Trikots in unterschiedlichen Farben. Aber die Tore müssen die gleiche Färbung haben, die Netze dürfen nicht verschieden sein. Und natürlich müssen die beiden Tore, die in einem Handballspiel verwendet werden, auch aus den gleichen Materialien sein, um zu garantieren, dass keine Mannschaft und kein Verein gegenüber dem gegnerischen Verein oder der gegnerischen Mannschaft einen Vor- oder Nachteil hat. Das ist eigentlich ganz logisch: An Aluminium prallt ein Ball ganz anders ab als an Holz, und da Handball ein schneller Sport ist, der viel Körpereinsatz erfordert, gilt das auch für die Spieler. Ein Aluminiumtor ruft bei Kollision eine andere Verletzung hervor als ein Holztor. Damit es gar nicht erst zu Kollisionen kommt, sind die Handballtore in einem abwechselnden Muster von schwarzen und weißen Streifen gehalten. Das betrifft beide Handballtore im Spiel. Allerdings sind das die offiziellen Wettkampfbestimmungen. Für den Schulsport und das Trainieren sind Handballtore mit unterschiedlicher Färbung erhältlich (blau-weiß gestreift oder rot-weiß gestreift).


Verschiedene Arten von Handball und verschiedene Vereine

Wenn man in Deutschland von Handball spricht, geht es normalerweise um den sogenannten Hallenhandball, und genau für den gibt es recht viele Vereine. Aber es gibt noch drei weitere Sportarten, die grob unter diese Bezeichnung fallen: Beim Großfeldhandball, dem Vorläufer des Hallenhandballs, hat das Handballtor Aussehen und Maße eines Fußballtors, und die Spielregeln unterscheiden sich in einigen Punkten von denen des Hallenhandballs. Die Regeln des Kleinfeldhandballs entsprechen denen des Hallenhandballs, auch bei der Torfrage. Beachhandball wird barfuß auf Sand gespielt, und das allein bedingt schon ein anderes Regelwerk. Die Handballtore sehen in diesem Fall aus wie beim Hallenhandball, allerdings können sie aufblasbar aus weichem Kunststoff sein, aus Raftingplane oder anderem Material, und die Farbgebung ist nicht festgelegt, solange es nur auffällig genug ist. Beim American Handball schließlich handelt es sich um eine gänzlich andere Sportart, die in Deutschland gar nicht populär ist und bezüglich der Regeln an das englische Fives erinnert. Tore gibt es bei diesem Sport nicht, der Ball wird gegen Wände und gegen den Boden gespielt.

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