Wann nutzt man Pferdesalbe im Basketball?

Basketball ist eine hochdynamische Sportart. Deshalb sollte sich immer ein Erste Hilfe Koffer mit Sporttape und Pferdesalbe am Spielfeldrand befinden – bei Punktspielen und beim Training. Laufen, Springen und Werfen bringen beim Basketball eine Menge von Verletzungsrisiken mit sich. Die häufigsten Formen an Verletzungen sind: Muskelkater, also eine Ansammlung von kleinen und kleinsten Muskelrissen in stark beanspruchtem Gewebe; Prellungen mit nachfolgenden Blutergüssen, die sich nach dem Zusammenprall von Spielern ereignet haben oder durch Stürze zustande kommen; Verrenkungen aller Art. Besonders gefährdet sind hierbei die Knöchel der Basketballer. Indem sie hoch unter dem Korb springen, besteht das Risiko, dass sie bei der Landung falsch aufkommen. Besonders häufig tritt der Fall ein, dass sich im Kampfgetümmel ein fremder Fuß dort befindet, wo ein anderer gerade wieder den Boden berühren möchte. Die Folge solcher unglücklichen Umstände sind nicht selten Knöchelbrüche, Bänderabrisse und in den meisten Fällen schwere Bänderdehnungen. Die hohen Schäfte der Basketballschuhe versuchen den Knöchelbereich zu schützen und zu stützen. Aber auch die Finger von Basketballern sind unfallgefährdet. Da der Ball recht schwer ist und man mit hohem Tempo spielt, kann es immer einmal passieren, dass er sich nicht korrekt fangen lässt. Prallt der Ball frontal auf einen Finger, kommt es dort häufig zu Kapselverletzungen, gelegentlich auch zu Sehnenabrissen. All diese Verletzungen lassen sich auch vom Laien mit Pferdesalbe behandeln. Vorteilhaft dabei ist, dass eine Erstversorgung damit etwaigen späteren Maßnahmen, die gegebenenfalls ein Arzt einleitet, nicht in die Quere kommt. Die Salbe ist preiswert. Man kann sie dick auftragen. Sie lässt sich problemlos auch mit kaltem Wasser aus Kleidung wieder entfernen. Mit der Salbe kann man also fast nichts falsch machen. Vermeiden muss man jedoch den Kontakt mit Schleimhäuten. Da die therapeutische Wirkung der Salbe sich durch die darin enthaltenen ätherischen Öle entfaltet, brennt sie auf Schleimhäuten und verursacht Reizungen. Sie sollte deshalb nicht im Gesicht angewendet werden. Ähnlich gereizt wie die Augen beispielsweise reagieren offene Wunden auf Pferdesalbe: Bei Hautabschürfungen, Schnitten oder blutenden Wunden darf sie deshalb auf keinen Fall aufgetragen werden.
 

Die Salbe enthält eine Mischung aus ätherischen Ölen und einen gewissen Anteil an Alkohol. Sie kann Eisspray im Erste Hilfe Koffer ersetzen. Beim Auftragen der Salbe verdampft der Alkohol. Dadurch entsteht Verdunstungskälte. Der Anteil an Minzöl (Menthol) in der Salbe sorgt dafür, dass sich die behandelte Hautpartie zusätzlich kalt anfühlt. Das betäubt den akuten Schmerz. Zusätzlich wirkt der Anteil an Arnika in der Salbe schmerzstillend. Das hilft schon bei Muskelkater, aber erst recht bei den oben genannten Zerrungen, Prellungen, Bänder-, Sehnen- oder Kapselverletzungen, die allesamt gemeinsam haben, dass sie wirklich schmerzhaft sind. Arnika ist außerdem ein guter Entzündungshemmer. Geschwollenes Gewebe ist immer eine Gefahr für den Körper: Gestaute Flüssigkeit kann sich im Körperinneren wie eine Müllhalde verhalten und Schadstoffe sammeln. Wenn die körpereigene Immunabwehr aktiv gegen solche Schadstoffe vorgeht, kommt es zu einem Entzündungsvorgang. Das Rosmarinöl aus der Pferdesalbe wirkt solchen Staus entgegen und bringt sie zum Abklingen, lässt also abschwellen. Der Anteil an Eukalyptusöl bekämpft aktiv Viren, Bakterien, ja sogar Pilze. Es ist entzündungshemmend. (Wer sich in der Umkleide einen Fußpilz eingefangen hat, kann durchaus versuchen, den mit Eukalyptusöl zu bekämpfen.) Pferdesalbe kann sogar vor dem Training prophylaktisch aufgetragen werden. Die Inhaltsstoffe wirken nämlich durchblutungsfördernd. So kann die Salbe dazu beitragen, dass ein Aufwärmtraining ausgesprochen gut wirkt. Eine gute Durchblutung sorgt immer dafür, dass das Verletzungsrisiko sinkt: Behandelte Gewebe sind infolge einer hohen Durchblutungsrate optimal mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Das macht Muskel, Sehnen und Bänder weich, geschmeidig und lässt sie im Ernstfall schnell reagieren. Wer seine „Problemzonen“ beim Basketball kennt, wer schon mehrere Bänderdehnungen hinter sich hat, ist gut beraten, vor dem Training die betroffenen Körperbereiche mit Pferdesalbe zu behandeln. Wer lieber Sporttape zur Stabilisierung verwenden möchte, sollte zuvor keine Salbe auftragen. Die Tapes haften nicht darauf.

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