Wann nutzt man Pferdesalbe im Eishockey?

Eishockey ist eine schnelle Sportart. Rasant geht es auf Kufen gegen die rivalisierende Mannschaft. Ziel ist es, so oft wie möglich den Puck im Tor des Gegners zu versenken. Da beim Spiel hohe Geschwindigkeiten durch die Spieler erreicht werden und diverse Verletzungsgefahren bestehen, ist eine umfangreiche Schutzausrüstung Vorschrift. Sie besteht aus einem Helm mit Visier, Halskrause und Brustschutz, Genitalschutz, Ellbogen- und Schienbeinschonern und speziellen Handschuhen. Der Torwart, der aufgrund der hohen Geschwindigkeit des Pucks (kann bis zu 160 km/Stunde betragen) besonders gefährdet ist, trägt zusätzlich einen Kehlkopfschutz, einen Brustpanzer und einen Spezialhelm. Das Verletzungsrisiko im Eishockey ist aufgrund der Schnelligkeit des Sports und durch die aggressive Spielweise recht hoch. Zum Glück handelt es sich bei den meisten Verletzungen aber um gut behandelbare Wunden. Kopf-und Armverletzungen sowie Verletzungen an Schultern und Beinen sind jedoch, wenn sie auftreten, trotzt guter Schutzausrüstung komplexer und müssen gegebenenfalls sofort durch den Notarzt behandelt werden. Eine Vielzahl aller Verletzungen im Eishockey resultieren aus Zweikämpfen zwischen den Spielern oder aus durch die hohen Geschwindigkeiten bedingten Stürzen. Ein geringerer Prozentsatz hat Überlastungen als Ursache.

Im Eishockey nutzt man sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung bei Überlastungen und Verletzungen neben vielfältigen Möglichkeiten aus der Schul- und Notfallmedizin regelmäßig auch alternative Verfahren und Mittel. Pferdesalbe gehört dazu.

Was aber ist Pferdesalbe und wie wirkt sie? Pferdesalbe wurde Anfang der 80er Jahre von dem deutschen Apotheker Dr. Jacoby entwickelt. Ursprünglich sollten damit ausschließlich Fesseln und Sehnen von Sportpferden nach Wettkämpfen behandelt werden. Schnell jedoch wurde das Anwendungsgebiet auch auf den Menschen ausgedehnt. Das Medikament erzielt seine gute Wirksamkeit durch schon lange bekannte und geschätzte Inhaltsstoffe. Menthol, Rosmarin, Kampfer und Arnika sind Heilpflanzen, die erwiesenermaßen gut bei Gelenkbeschwerden, Muskelkater und Überlastungen helfen. Pferdesalbe hat sich daher als gutes Hausmittel bei Gelenk-und Rückenbeschwerden und bei verspannter Muskulatur etabliert. Aber auch die moderne Sportmedizin nutzt Pferdesalbe für ihre Zwecke. Die verschiedenen Wirkstoffe führen zu mehreren, gewollten Effekten. Menthol hat einen kühlenden Effekt auf der Haut. Kampfer und Rosmarin führen zu einer besseren Durchblutung. Das Gewebe wird dadurch von wohltuender Wärme durchströmt. Die Heilpflanze Arnika wiederum ist schmerzstillend und entzündungshemmend.

In der Sportmedizin lassen sich mit Pferdesalbe stumpfe Verletzungen wie Prellungen und Verstauchungen sowie Gelenkschmerzen gut behandeln. Auch bei Muskelkater kommt sie zum Einsatz. Im Erste Hilfe Koffer z. B. eines Physiotherapeuten gehört sie heute zum Standardinhalt. In der Anwendung ist das Produkt einfach zu handhaben. Die Salbe wird großflächig und dick auf den zu behandelnden Bereich aufgetragen. Sie zieht gut ein und kann daher schnell ihre Wirkung entfalten. Das Produkt darf allerdings nicht mit offenen Wunden und auch nicht mit den Schleimhäuten in Berührung kommen. Reizungen und Überempfindlichkeitsreaktionen wären sonst die Folge. Wenn die Akutversorgung der Verletzungen beendet ist, setzt meist auch gleich eine physiotherapeutische Betreuung ein. Zur Fixierung und Stabilisierung von Bändern und Gelenken setzt man dabei heutzutage elastisches Sporttape ein. Dieses hat den Vorteil, dass es mehrere Tage getragen werden können. Nichtelastisches Sporttape schränket die Bewegungsfähigkeit der Gelenke ein und hat nachteilige Auswirkungen auf den Kreislauf. Sporttape sieht man heute sehr häufig im Alltag. In Physiotherapiepraxen wird es oft eingesetzt. In der Sportmedizin ist es nicht mehr wegzudenken.

Wenn man bei der nächsten Eishockeyübertragung im Fernsehen beim Sturz eines Spielers erschrocken denkt: „Hoffentlich hat er sich keine böse Verletzung zugezogen!“ kann man in der Regel beruhigt davon ausgehen, dass gute medizinische Hilfe gewährleistet ist. Die meisten Stürze sehen schlimmer aus, als sie es wirklich sind. Der Großteil der Verletzungen ist oberflächlicher Natur und kann gut und schnell behandelt werden. Sowohl Notärzte als auch Physiotherapeuten haben in ihrem Erste Hilfe Koffer die notwendigen Utensilien immer griffbereit. Die Sportler können so sorgenfrei ins Spiel gehen und sich darauf verlassen, dass sie Ernstfall professionell versorgt werden. Sowohl die Zuschauer als auch die Eishockeyspieler können so ihren Sport angstfrei und mit allen Sinnen genießen.

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