Wann nutzt man Pferdesalbe im Fußball?

Fußballspieler haben es nicht leicht. Nach den meisten Partien verlassen sie den Platz mit kleineren Blessuren. Fouls, blaue Flecken, Schürf- und Schnittwunden, Stürze – für den Kicker ergibt sich eine ganze Reihe an unangenehmen Situationen. Zur Vorbeugung, Wundheilung und Regeneration hilft ihm jedoch die sogenannte Pferdesalbe – ein Hausmittel mit Tradition.

Was ist die Pferdesalbe?
Bereits vor 130 Jahren entwickelte ein deutscher Apotheker eine Creme, die aus rein pflanzlichen Inhaltsstoffen gewonnen wurde. Das Produkt sollte bei Rennpferden zum Einsatz kommen – daher auch der etwas markante Name. Bei den Tieren wurden nach längeren Läufen Symptome der Müdigkeit festgestellt, die Muskeln lahmten, etwaige Wunden verheilten nur unzureichend. Dank der Tinktur, die aus Fichtennadeln, Kampfer, Arnika, Menthol und Rosmarin besteht, stellte sich jedoch eine schnelle Besserung ein. In eingedickter und konservierter Form ist sie heute in allen Generationen bekannt und wird bei vielen Sportarten geschätzt. Wie das Sporttape, so darf auch dieses Heilmittel in keinem Erste Hilfe Koffer fehlen. In der Hausapotheke sowie in der mobilen Anwendung unterwegs wird darin gleichermaßen ein geschätzter Helfer für spontane Schmerzen und kleinere Wunden im Bereich der Muskeln und Gelenke gesehen. Die Creme ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, kann im Zweifelfall aber nicht die gründliche Untersuchung durch den Facharzt ersetzen.

Wann kommt die Pferdesalbe zum Einsatz?
Die Möglichkeiten der Nutzung sind weit gesteckt. Oftmals lässt sich in der Kabine vor einem Fußballspiel beobachten, wie sich einige Kicker die Salbe auf die Beine, Waden und Füße reiben. Damit soll die Durchblutung in den betroffenen Körperregionen erhöht werden, woraus sich in der Folge eine bessere Heilung kleinerer Wunden ergibt. Während des Spiels kann die Salbe geringe Schmerzen lindern, einen kühlenden Effekt zeitigen und damit den nötigen Schwung für die restlichen Minuten freisetzen. Und nach dem Abpfiff dient das Mittel der lange ersehnten Regeneration. Müde Muskeln werden gestärkt, die vorhandenen Blessuren erhalten den erforderlichen Impuls für die Selbstheilung und das Wohlbefinden des Spielers steigt an. Zudem verleiht der frische Geruch auch der Seele eine kleine Entspannung. Nach anstrengenden 90 Minuten wird die Tinktur also Körper und Geist schmeicheln – gerade in der Vorbereitung für die nächste Partie natürlich ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Welche Beschwerden lindert die Pferdesalbe?
Die Creme stellt einen wahren Alleskönner dar. Sie unterstützt die Heilung erlittener Wunden, kann den Muskelkater bekämpfen und die Durchblutung der Gliedmaßen erhöhen. Sie wirkt kühlend, wird gerade bei rheumatischen Beschwerden aber auch Wärme freisetzen. Durch ihre leichte Anwendbarkeit gehört das Präparat somit wie das Sporttape in jeden Erste Hilfe Koffer. Denn die Salbe zieht schnell ein und hinterlässt keine unerwünschten Flecken in der Kleidung. Umstritten ist dagegen, ob die Inhaltsstoffe auch einen direkten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Anwenders besitzen. Ein Aufputschmittel sollte darin natürlich nicht gesehen werden. Zudem ist das Produkt auch sportrechtlich zulässig, muss also nicht im Gesundheitspass des Spielers aufgeführt werden. Wahre Vorteile erlangt dieser also lediglich durch einen besseren Blutfluss in den Beinen und den sonstigen behandelten Körperteilen. Das an sich wird wohl nicht reichen, um die Partie im Alleingang zu entscheiden. Aber immerhin genügt es, um bis zum Abpfiff noch einmal alles zu geben.

Was ist bei der Anwendung zu beachten?
So vorteilhaft sich die Pferdesalbe auch erweist, ganz unbedenklich sollte sie nicht verwendet werden. Lassen die Schmerzen nach wenigen Tagen nicht nach und bessern sich kleinere Blessuren nicht, so ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen. Ebenso gilt, dass die Creme lediglich auf der Haut zum Einsatz kommen darf. Eine Verwendung in der offenen Wunde kann dagegen schwerwiegende Folgen haben oder den Gesamtzustand doch zumindest negativ beeinflussen. Gleichermaßen darf das Hausmittel nicht mit den Schleimhäuten in Kontakt kommen – grundsätzlich wird damit eine Benutzung im Gesicht ausgeschlossen. Vorsorglich sollte der Betroffene vor der Verwendung abwägen, ob er auf einige der Inhaltsstoffe empfindlich reagiert. Im Zuge einer Abwehrreaktion des Körpers sowie einer Allergie gegen die verarbeiteten Kräuter kann es widrigenfalls zu Hautreizungen, einem verstärkten Brennen sowie zu Rötungen unterschiedlicher Intensität kommen. Wahre Nebenwirkungen sind darüber hinaus aber nicht bekannt. Auch eine Wechselwirkung mit anderen Medikamenten ist nicht zu befürchten.

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