Was gehört alles in einen Sanitätskoffer beim Sport?

Ob bei Mannschaftssportarten wie Fußball und Handball, in der Leichtathletik oder wenn allein die Fitness trainiert wird: Ein gut bestückter Sanitätskoffer darf beim Sport auf keinen Fall fehlen. Nicht selten kommt es während eines Wettkampfes oder während der Trainingseinheit zu Verletzungen. Vom verstauchten Knöchel, über Hautabschürfungen bis hin zum schmerzhaften Bänderriss müssen Sportler mit so einigen Blessuren rechnen.
Doch mit einem Erste Hilfe Koffer kann schon am Spielfeldrand oder auf dem Sportplatz eine erste Behandlung erfolgen. Bei schlimmeren Verletzungen bleibt es natürlich nicht aus, dass der Sportler im Anschluss zum Arzt oder sogar ins Krankenhaus gebracht wird. Dennoch kann mit einem Notfallkoffer bereits gute Vorarbeit geleistet werden.

Was sollte der Notfallkoffer enthalten?

Je nach Sportart kommen bestimmte Verletzungen besonders häufig vor. Welches Equipment der Koffer genau enthalten sollte, hängt also zum Teil vom jeweiligen Sport ab. Einige Dinge sollte allerdings jeder Verein, jedes Fitnessstudio und jeder Trainer in seinem Sanitätskoffer haben.
Pflaster und Mullbinden gehören zum Beispiel unbedingt in einen Erste Hilfe Koffer, da so Hautabschürfungen sofort keimfrei abgedeckt werden können. Eine Schere sollte der Sanitätskoffer ebenfalls enthalten, damit die Binden und Pflaster in die jeweils passende Größe und Form geschnitten werden können.
Gerade bei Ballsportarten wie Fußball, Volleyball oder Basketball geschieht es häufig, dass Spieler Bälle unglücklich ins Gesicht geworfen oder geschossen bekommen. Doch nicht nur Bälle, auch Zusammenstöße mit anderen Spielern führen oftmals zu Prellungen, die gekühlt werden müssen.
Eine Kaltkompresse und ein Kältespray dürfen deshalb in keinem Notfallkoffer beim Sport fehlen. Die Kälte hilft dem Verletzten beispielsweise Nasenbluten zu stillen und Schwellungen abklingen zu lassen.
Vereine sollten auch elastische Bandagen im Notfallkoffer haben. Gerade wenn ein Spieler sein Team während eines Wettkampfes nicht im Stich lassen möchte und trotz einer leichten Verletzung noch weiter spielen will, kann die elastische Bandage ihn vor zusätzlichen Blessuren schützen. Die dehnbaren Bandagen werden an der entsprechenden Körperstelle fixiert und verhindern im Spiel ebenso wie im Training eine Überbelastung. Auch wenn trainierte Sportler manchmal dazu neigen, ihre eigene Fitness zu überschätzen, können die Bandagen dafür sorgen, dass es nicht zu starken Verletzungen kommt, wenn das Training tatsächlich mal übertrieben wird.
Auch sterile Kompressen gehören in jeden gut ausgestatteten Koffer. Wer während des Sports unglücklich hinfällt, hat – je nach Bodenbeschaffung – nicht selten eine größere Hautabschürfung. Wunden können mit einer sterilen Kompresse sofort abgedeckt werden, sodass Dreck oder Bakterien nicht mehr in den Körper eindringen. Die einzeln verpackten Kompressen werden über die verletzte Hautstelle gelegt und dann zum Beispiel mithilfe von Heftpflastern oder einer elastischen Mullbinde fixiert.

Verletzungen behandeln und Schmerzen lindern

Der Sportkoffer sollte außerdem Einmal-Handschuhe enthalten, mit denen die Ersthelfer beispielsweise offene Wunden vor Bakterien schützen. Gerade wenn draußen Sport getrieben wird, besteht oftmals nicht die Möglichkeit, sich die Hände zu waschen, bevor eine Wunde versorgt wird. Mit den Handschuhen wird dieses Problem umgangen.
Sportbalsam und Sportgel dürfen ebenfalls nicht im Erste Hilfe Koffer fehlen. Wenn es etwa beim Training zu Muskelverspannungen oder Muskelverhärtungen kommt, kann wärmendes Gel die Schmerzen sofort lindern. Durch die starke Wärmewirkung können sich die Muskeln wieder entspannen und das Training kann im besten Fall gleich fortgesetzt werden. Das Gel und der Balsam sollten sowohl in einer Version, die wärmt, im Sanitätskoffer enthalten sein, als auch in einer kühlenden Variante. Denn abhängig von der jeweiligen Art der Verletzung ist manchmal eine Kühlung erforderlich und manchmal Wärme besser geeignet.
Gegen Muskelbeschwerden kann auch Sporttape helfen. Auf die entsprechenden Stellen aufgeklebt sorgt es für eine dauerhafte Stimulation, sodass die Leistung teilweise wieder erheblich verbessert wird.
Auch klassische Schmerzmittel – zum Beispiel in Form von Brausetabletten – sollten darin zu finden sein. Die Tabletten können schnell und unkompliziert leichte Schmerzen lindern oder Abhilfe schaffen, wenn ein Spieler vor einem wichtigen Fußballspiel vielleicht schlicht unter Kopfschmerzen leidet.
Der Koffer selbst sollte in jedem Fall aus einem stabilen und robusten Material bestehen. Die meisten Trainer und Vereine bevorzugen eine Alubox. Aluminium ist relativ leicht, sodass auch reichlich bestückte Koffer noch gut über das Spielfeld getragen werden können.

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