Was verdient ein Linienrichter?

Obwohl die Tätigkeit des Linienrichters aus dem Profisport nicht wegzudenken und bei vielen Sportarten wie Fußball, Tennis oder Eishockey enorm wichtig ist, das Berufsbild "Linienrichter" ist schon sehr speziell. Im deutschen Amateurbereich kommen natürlich keine hauptberuflichen Schiedsrichterassistenten zum Einsatz, sodass man hier generell nur von einer Nebentätigkeit sprechen kann, welche daher in der Regel auch nicht in nennenswerter Höhe vergütet wird. Dies ist im Profisport jedoch anders, denn auch die Schiedsrichterassistenten müssen schließlich von ihrer Arbeit leben können. Darüber hinaus ist es auch bei den Schiedsrichterassistenten wichtig, dass diese in gewisser Hinsicht finanziell unabhängig sind und dadurch keine leichten "Opfer" für Manipulationsversuche oder Bestechungen darstellen. Doch wie viel verdienen Linienrichter? Wie groß ist der Gehaltsunterschied im Vergleich zum leitenden Schiedsrichter? Werden die Schiedsrichterassistenten bei den verschiedenen Sportarten wie Fußball oder Tennis unterschiedlich bezahlt?

Im Amateurbereich erhalten Schiedsrichterassistenten lediglich eine Aufwandsentschädigung

Ganz egal bei welcher Sportart - im Amateurbereich erhalten nebenberufliche, zum Teil sogar ehrenamtliche Schiedsrichterassistenten, keine Vergütung in Form eines festen Einkommens, sondern lediglich eine Aufwandsentschädigung. Diese Aufwandsentschädigung hängt vor allem mit der jeweiligen Spielklasse beziehungsweise dem Leistungsniveau des geleiteten Spiels zusammen. Die Aufwandsentschädigung dient dazu, die dem Schiedsrichterassistenten entstandenen Kosten zu erstatten. Es fallen beispielsweise Kosten für die Anfahrt, Verpflegung und den Kauf von Schiedsrichterbedarf wie spezieller Kleidung an. Die Aufwandsentschädigungen für Schiedsrichterassistenten, welche beispielsweise in der Landesliga beim Fußball tätig sind, können zwischen 50,00 und 150,00 Euro liegen. Im Amateurbereich anderer, wirtschaftlich schwächerer Sportarten, beispielsweise Eishockey oder Volleyball, liegen die gezahlten Aufwandsentschädigungen womöglich immer unter 100,00 Euro.

Der Verdienst von Profi-Linienrichtern beim Fußball und Tennis

Anders sieht es natürlich bei professionellen Linienrichtern aus, welche bei populären Sportarten wie Fußball oder Tennis schon gut von ihrer Arbeit als Schiedsrichterassistent leben können. Pro Spiel kann ein Schiedsrichterassistent im Profifußball bis zu 1.800 Euro verdienen. Ein Schiedsrichterassistent verdient damit natürlich variabel, sodass er stets darauf angewiesen ist, vom DFB Woche für Woche eingesetzt zu werden. Dies setzt natürlich voraus, dass ein Schiedsrichterassistent seine Arbeit gut und weitestgehend fehlerfrei gestaltet. Bei einem Spiel pro Woche könnte das monatliche Brutto eines Schiedsrichterassistenten beim Fußball bei circa 7.200,00 Euro liegen. Mit Blick auf den Jahresverlauf darf hierbei jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass es auch fußballfreie Monate gibt. Die 1.800 Euro sind dazu der Maximalsatz pro Spiel, welcher in Deutschland höchstens für Schiedsrichterassistenten der 1. Bundesliga gilt. Bei Spielen der 2. Bundesliga oder 3. Bundesliga erhalten die Schiedsrichterassistenten lediglich die Hälfte oder sogar ein Drittel des Höchstsatzes. Bei der Sportart Tennis können Schiedsrichterassistenten beziehungsweise Linienrichter im Profisport ein Jahresgehalt von bis zu 30.000 Euro erhalten. Im Durchschnitt erhalten die meisten Schiedsrichterassistenten jedoch ein niedrigeres Einkommen. Um den genannten Wert von 30.000 Euro zu erreichen, müssen Tennis-Linienrichter über das Jahr verteilt an zahlreichen Turnieren und Veranstaltungen teilnehmen. Nur durch eine große Anzahl an Spielen kann die genannte Einkommensklasse erreicht werden.

Der Gehaltsunterschied zu den leitenden Schiedsrichtern ist groß

Im Vergleich zum leitenden Schiedsrichter verdient ein Schiedsrichterassistent eher ein geringes Einkommen. Sie erhalten häufig nur die Hälfte oder sogar nur ein Drittel der Schiedsrichtervergütung. Dafür stehen sie allerdings auch nicht so im Mittelpunkt und sind bei Fehlentscheidungen nicht in der vollen Verantwortung. Um komplett von der Tätigkeit als Schiedsrichterassistent zu leben, müssen Linienrichter während der sportlichen "Hochzeit", welche von Sportart zu Sportart unterschiedlich ist, Woche für Woche „ausgebucht“ sein. Schiedsrichterassistenten im Profibereich müssen im Regelfall nicht selbst für die Anschaffung von Schiedsrichterbedarf sowie für Verpflegung und Unterkunft aufkommen. Dies ist ein klarer Unterschied zum Amateurbereich, sodass die Profi-Linienrichter unterm Strich natürlich wesentlich mehr von ihrer Vergütung haben.

Fazit: Linienrichter im Amateurbereich erhalten sportartübergreifend lediglich eine Aufwandsentschädigung. Von diesem Geld können sie natürlich nicht leben, sodass die Linienrichtertätigkeit nur auf nebenberuflicher Basis ausgeübt werden kann. Anders sieht es im Profisport aus, wo die Schiedsrichterassistenten durchaus von ihrer Arbeit leben können. Am besten werden die Linienrichter dabei im Profi-Fußball sowie bei professionellen Tennisturnieren bezahlt. Hier können sie durchaus ein jährliches Bruttoeinkommen von 25.000 bis 60.000 Euro für ihre Arbeit erhalten.

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