Wie groß ist eine Koordinationsleiter?

Koordinationsleitern gehören bei vielen Sportarten zu den gängigen Geräten für das Training, speziell für das Sprungkraft- und Koordinationstraining. Ob Fußball oder Eishockey, Basketball oder Handball: Koordination spielt in allen Mannschaftssportarten eine wichtige Rolle. Mit einer Koordinationsleiter lassen sich die damit verbundenen Fähigkeiten – wie Gleichgewichtsfähigkeit, Rhythmisierungsfähigkeit, Orientierungsvermögen im Raum und Kopplungsfähigkeit – sehr gut trainieren. Dafür eignen sich beispielsweise Übungen, die verschiedene Schrittfolgen und Sprünge beinhalten. Wer dabei häufig Überkreuzbewegungen der Füße nutzt, sorgt für eine besonders gute Vernetzung der beiden Gehirnhälften, was ebenfalls wichtig ist für die Koordination eines Sportlers.

Die vielseitig einsetzbaren Leitern bestehen aus vergleichsweise stabilen Kunststoffsprossen und sehr flexiblen Außenbändern und werden für das Training einfach auf dem Boden ausgelegt. Beim Fußball lassen sie sich für besseren Halt oft auch mittels Heringen am Rasen fixieren. Sie sind in unterschiedlichen Größen und Ausführungen zu finden.

Die Maße und Arten von Koordinationsleitern

Koordinationsleitern sind in verschiedenen Längen erhältlich: Üblicherweise werden entweder Modelle von vier, sechs oder acht Metern Länge genutzt. Die Vorteile kürzerer Leitern liegen vor allem darin, dass sich damit auch auf engstem Raum kurze Parcours für das Koordinationstraining aufbauen lassen. Längere Koordinationsleitern wiederum sorgen dafür, dass mehrere Sportler gleichzeitig trainieren können und komplexere Bewegungsabläufe umsetzbar werden. Je nach Länge unterscheidet sich natürlich auch die Anzahl der Sprossen auf einer solchen Leiter. Dabei gilt: Pro Meter sind rund zwei Stäbe üblich, wobei 4-Meter-Modelle oft mit zehn Sprossen ausgestattet sind.

Auch in der Breite unterscheiden sich die einzelnen Modelle voneinander: In der Regel sind die Kunststoffsprossen zwischen 38 und 50 Zentimeter breit. Beim Einkauf sollten Trainer auf ihre Zielgruppe achten: Während für die Fußgrößen von Kindern und Jugendlichen oft kleine Abstände ausreichen, bekommen großgewachsene Männer bei zu kleinen Leiter-Segmenten schnell Probleme, weil ihre Füße über die Abmessungen hinaus ragen.

Neben den Maßen ist auch die Art der Koordinationsleiter entscheidend für ihre Nutzbarkeit in verschiedenen Sportarten. Beim Fußball zum Beispiel werden Koordinationsleitern benötigt, die ein besonders robustes und wetterfestes Material aufweisen, da sie häufig mit Schmutz und Feuchtigkeit in Berührung kommen. Für das Training in einer Halle wiederum ist es wichtig, auf Materialien zu setzen, die leicht am Boden anhaften. Dadurch kann die Leiter nach dem Auslegen nicht auf dem Hallenboden verrutschen. Einige Modelle bieten außerdem die Möglichkeit, mehrere Koordinationsleitern miteinander zu verbinden – beispielsweise durch die Befestigung mittels Druckknöpfen oder speziellen Klicksystemen. Das Koordinationstraining kann damit noch abwechslungsreicher gestaltet werden, weil beispielsweise Richtungswechsel in den Parcours eingebaut werden können.

Zu einer Koordinationsleiter gehört üblicherweise eine Transporttasche, in der die Leiter platzsparend und schonend verstaut und transportiert werden sollte. Dafür muss die Koordinationsleiter nach dem Training einfach zusammengerollt werden. Bei vielen Modellen lassen sich die Sprossen sogar in der Tasche fixieren. Dadurch umgeht man die Gefahr, dass sich die Bänder und Sprossen verheddern und der Einsatz der Leiter jedes Mal mit einem zeitraubenden Sortieren verbunden ist.

Die Sprossen: Fix oder verstellbar?

Die Leiterstäbe sind entweder fest an den Außenbändern fixiert oder aber flexibel gelagert, so dass sie durch einfaches Verschieben verstellt werden können. Beide Bauarten der Koordinationsleiter haben ihre Vor- und Nachteile: Mit flexiblen Sprossen lässt sich den Bedürfnissen unterschiedlich großer Sportler am besten entgegen kommen – und durch das Einstellen verschieden großer Abstände können auch vielfältigere Übungsvarianten kreiert werden. Allerdings ist das Einstellen recht zeitaufwendig. Und wenn ein Sportler beim Benutzen der Leiter an einer Sprosse hängenbleibt, muss oftmals erneut nachgestellt werden.

Fix eingestellte Leitersprossen wiederum bieten eine höhere Stabilität und sorgen dafür, dass eine Koordinationsleiter im Nu verwendbar ist.

Koordinationsspiele statt Leiter: Alternativen im Koordinationstraining

Für das ausgewogene Koordinationstraining empfiehlt sich neben der Nutzung von Koordinationsleitern zum Trainieren von Schritt- und Sprungfolgen sowie für das Training der Kopplungsfähigkeit mittels visuellen Koordinationstrainings auch der Einsatz verschiedener Koordinationsspiele. Denn auch auf spielerische Weise lässt sich die Koordination sehr gut trainieren. Dazu lassen sich sowohl kompetitive Koordinationsspiele wie Tauziehen oder Völkerball einsetzen wie auch kooperative Varianten wie zum Beispiel Passspiele, Labyrinthspiele, bei denen Spieler mit verbundenen Augen durch Partner dirigiert werden, oder auch das gemeinsame, koordinierte Laufen mit schlaufenbesetzten Holzbrettern.

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