Wie groß und schwer sind Medizinbälle?

So gut wie jeder, der sich aktiv mit Sport beschäftigt, hat ihn schon mal in den Händen gehalten. Nahezu jeder hat ihn wenigstens schon mal gesehen oder von ihm gehört: der Medizinball.
Dieses Sportutensil hat eine enorm große Popularität unter den Sportlern gefunden. Und das, obwohl es sich hierbei um ein sehr simples Trainingsmittel handelt. vielleicht ist aber gerade ausgerechnet diese Einfachheit der Grund für die enorme Verbreitung.

Bei einem Medizinball handelt es sich um einen Ball, der im Gegensatz zu den meisten anderen Bällen nicht mit Luft aufgepumpt wird, sondern vollständig aus Material gefertigt und somit ein sogenannter "Vollball" ist. Für die Herstellung werden zumeist Leder oder Gummimaterial verwendet.

Medizinbälle können eine unterschiedliche Größe haben, wobei am gängigsten Modelle zwischen 30 bis 35 Zentimetern Durchmesser und einem Gewicht bis ca. fünf Kilogramm anzutreffen sind. Die Spannweite ist hierbei aber sehr breit, so dass auch Gewichtsklassen von 0,8 bis 10 Kilogramm und Größen ab 19 Zentimetern Durchmesser häufig im Handel anzutreffen sind. Noch kleinere oder größere Ausführungen sind so gut wie nicht vorzufinden und können getrost als wahre "Exoten" bezeichnet werden.

Die Erfindung des Medizinballes wird einem US-amerikanischen Polizisten des 19. Jahrhunderts zugeschrieben. Die Bezeichnung des Balles entspringt ebenfalls dem amerikanischen Sprachraum und gründet darauf, dass den Übungen mit Medizinbällen allgemein gesundheitsfördernde Wirkung anhaftet, da beim Werfen und Fangen dieser Sportgeräte nicht nur einzelne Muskelgruppen, sondern nahezu die gesamte Muskulatur des Körpers beansprucht und gekräftigt wird.

Die Beschaffenheit des Balles als Gerät, welches man werfen oder fangen kann und sich darauf abstützen oder darauf balancieren kann, hat zur Folge, dass es im Training in nahezu jeder Sparte des Sports gewinnbringend integriert werden kann.
So werden noch heute Medizinbälle sowohl zur allgemeinen Kräftigung der Muskulatur während des Aufbaus von Kondition und Kraft in den Mannschaftssportarten gebraucht, als auch im Training der Individualsportarten zur Kräftigung des Körpers, aber auch der gleichzeitigen Steigerung des Gleichgewichtsgefühls. Sogar Kampfsportler benutzen diese Geräte sehr gerne, um die Balance zu steigern und beispielsweise Fall- und Abrollübungen mit dem Ball in den Händen zu machen, um ihre Beweglichkeit und Finesse zu verbessern.

Die größeren Bälle eignen sich naturgemäß ideal für Übungen zum Muskelaufbau. Der große Vorteil gegenüber anderen Gewichten liegt hierbei in der kugelförmigen Ausgestaltung, wodurch das Halten oder Einklemmen zwischen den Beinen erschwert wird und ein ständiges Ausbalancieren erfordert. Dadurch werden auch kleinere Muskel- und Sehnengruppen beansprucht, die sonst nur selten gefordert werden.

Die kleineren Ausführungen der Medizinbälle eignen sich zwar ebenfalls als beschwerende Gewichte. Ihren größten Vorteil entfalten sie allerdings bei Übungen, bei denen sich der Sportler auf sie stellt oder auf ihnen abstützt (bspw. ein- oder beidhändig während der Ausführung von Liegestützten). Hierdurch wird sowohl der Gleichgewichtssinn enorm gesteigert, als auch ebenfalls eine deutlich höhere Anzahl an Muskelgruppen gefordert, um die Bewegungen des Körpers auf dem beweglichen Ball auszubalancieren.

Abhängig von der Größe des jeweiligen Balles, können die Medizinbälle für eine unglaublich breite Palette an sportlichen Übungen verwendet werden - und dies auch bei einer relativ geringen finanziellen Investition, da die Einfachheit und verhältnismäßig unkomplizierte Herstellung dieser

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